Jörn Sparfeldt wird neuer Professor für Erziehungswissenschaft an der UdS

Foto: Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft Saarbrücken


Saarbrücken, 20.03.2012. Jörn Sparfeldt ist zum Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität des Saarlandes ernannt worden. Er wird seinen Dienst am 01.04.2012 antreten. Bereits seit dem Sommersemester 2009 hat Sparfeldt eine Professur in den Bildungswissenschaften der Universität Trier mit den Schwerpunkten Diagnostik und Beratung inne. Seine Hauptforschungsschwerpunkte umfassen „Begabung und Hochbegabung“, „Pädagogische und Pädagogisch-psychologische Diagnostik“ sowie „motivationale und emotionale Bedingungsfaktoren schulischer Leistungen“ (vor allem schulische Selbstkonzepte und Leistungsängstlichkeit).

Die im Rahmen des Marburger Hochbegabtenprojekts entstandenen Forschungsarbeiten widmen sich der Situation hochbegabter Jugendlicher und junger Erwachsener, wobei ein Schwerpunkt auf „erwartungswidrig leistenden Schülerinnen und Schülern“ lag – und zwar zum einen sog. Underachiever (Hochbegabte mit lediglich durchschnittlichen Schulleistungen) und zum anderen sog. Overachiever (jahrgangstufenbeste Gymnasiasten mit maximal durchschnittlicher Intelligenz). An der Universität des Saarlandes sollen diese Forschungsarbeiten fortgeführt werden, wobei eine enge Zusammenarbeit mit der Schulpraxis sowie weiteren im Bereich Diagnostik bzw. Beratung tätigen Personen und Einrichtungen angedacht ist.

Im Bereich der universitären Lehre sollen den Saarbrücker Lehramtsstudierenden fundierte Kompetenzen in der Pädagogischen Diagnostik (z.B. bei der Konzeption von Klassenarbeiten), Beratung (z.B. für Gespräche mit Schülerinnen und Schülern oder Eltern) und Intervention (z.B. im Umgang mit Lernschwierigkeiten, aber auch zum Aufbau eines strukturierten Lern- und Arbeitsverhaltens) vermittelt werden. Im Rahmen der Beteiligung an der Lehre im Bachelor- und Masterstudiengang Psychologie sollen Psychologiestudierende im Aufbau zentraler pädagogisch-psychologischer und pädagogisch-psychologisch-diagnostischer Kompetenzen unterstützt werden, beispielsweise in der Vorbereitung auf eine künftige Tätigkeit im schulpsychologischen Dienst.

Jörn Sparfeldt, 1975 in Hamburg geboren, hat im Anschluss an ein Psychologie-Studium in Marburg  zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Promotion 2005: „Berufsinteressen hochbegabter Jugendlicher“) und dann als akademischer Rat auf Zeit (Habilitation 2008: „Pädagogisch-psychologische Diagnostik – Zur Relevanz der Schulfächer“) am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg gearbeitet.

Quelle:
Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft Saarbrücken


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