Sprachkompetenz bei Kindern mit Migrationshintergrund fördern


Neue Professorin für „Deutsch als Fremdsprache“ an der UdS

Saarbrücken, 8.2.2011. Wie lernen Kinder mit Migrationshintergrund am besten Deutsch? Wie können wir sie fördern? Das erforscht Stefanie Haberzettl an der Universität des Saarlandes. Wissenschaftsminister Dr. Christoph Hartmann hat sie zur Professorin für das Fach „Deutsch als Fremdsprache“ ernannt. Prof. Haberzettl: „Wie gut Kinder Deutsch sprechen, ist für ihren Bildungserfolg entscheidend. Deshalb werde ich mich mit den saarländischen Bildungseinrichtungen vernetzen, damit sie von meinen Forschungsergebnissen profitieren können.“ In der Vergangenheit hat Prof. Haberzettl in Langzeitstudien untersucht, welche kognitiven Prozesse bei Kindern ablaufen, die Deutsch als Fremdsprache lernen. Diese Forschungsarbeit möchte sie in Saarbrücken fortsetzen. Zudem will Prof. Haberzettl ein Sprachdiagnoseinstrument weiterentwickeln. Mit dessen Hilfe soll die Sprachkompetenz von Schülern mit Migrationshintergrund in den weiterführenden Schulen erfasst werden. Auch Fördermaßnahmen können so bewertet werden.

In der Lehre setzt sich Prof. Haberzettl dafür ein, dass Deutsch als Zweitsprache einen festen Platz in der Ausbildung angehender Deutschlehrer erhält. In diesem Sinne möchte sie sich auch im neu einzurichtenden Studiengang für das Grundschullehramt engagieren, der in Zukunft wieder an der UdS angesiedelt sein wird.

Prof. Haberzettl hat Germanistik und Romanistik an den Universitäten München, Erlangen, Augsburg und Rennes (Frankreich) studiert. Ab 2003 war sie Juniorprofessorin für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bremen, 2008 übernahm sie eine Professur an der Universität Oldenburg.

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