Mit einer Sprachreise in den Ferien die Sprachkenntnisse erweitern

Deutschland belegt laut dem EF English Proficiency Index den elften Platz. Abseits der englischen Sprache wird hierzulande häufig Französisch oder Spanisch gelernt. Fremdsprachen sind heutzutage wichtig, um in einer globalen Marktwirtschaft bestehen zu können und in jedem Ort der Welt mit Menschen zu kommunizieren. Die beste Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse zu erweitern, ist die Teilnahme an einer Sprachreise.

Fremdsprachenkenntnisse waren nie zuvor so gefragt und benötigt wie heute. Nicht nur während des Studiums müssen junge Menschen zeigen, dass sie mehrere Fremdsprachen beherrschen. Später, wenn sie sich auf die Jobsuche begeben, bringt ihnen jede Fremdsprache einen Vorteil gegenüber den Mittbewerbern.

Es ist allgemein bekannt, dass man Fremdsprachen in den ersten Lebensjahren leichter erlernt. Zu diesem Zeitpunkt besitzen Menschen auch mehr Freizeit als später, wenn sie berufstätig sind. Der Reiseveranstalter EF empfiehlt Studenten, in ihren Semesterferien an Sprachreisen teilzunehmen und in Ländern wie England, USA oder Kanada ihre Englischsprachkenntnisse zu verbessern. Es besteht auch die Möglichkeit, in Länder wie Japan, China oder Singapur zu reisen und dort nicht nur eine neue Sprache, sondern eine vollkommen verschiedene Kultur zu erleben.

Lernen & reisen: Sprachreisen verbinden das Beste aus beiden Welten

Bis vor wenigen Jahren gab es zwei Möglichkeiten, seine Semesterferien zu verbringen:
1.    Studenten blieben zu Hause und lernten den Stoff für die nächsten Wochen
2.    sie fuhren in den Urlaub und entspannten sich in einem schönen Ferienort


Veranstalter von Sprachreisen haben die beiden Gegensätze zu einem neuen Produkt kombiniert: Sprachreisen. Sie kombinieren das Beste aus beiden Welten und erweitern den klassischen Lernkurs mit einer Reise. Der Vorteil: Während einer Sprachreise lernen Kursteilnehmer nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur kennen.

Um eine Sprache zu sprechen und verstehen, ist es nötig, die Kultur dahinter kennenzulernen. Deshalb werden Sprachreisen in verschiedene Länder veranstaltet. Wer beispielsweise Englisch lernen möchte, kann nach Großbritannien, in die USA, Südafrika oder Malta reisen. Jedes Land hat eine völlig unterschiedliche Kultur und eigenen Dialekt entwickelt. Wer das klassische British English lernen möchte, ist mit einem Aufenthalt in England beraten. Möchte man hingegen erfahren, wie die Engländer das British English nach Südafrika gebracht und dort angepasst haben, reist man in den Süden des afrikanischen Kontinents.

Die Sprachreise muss zur Zielgruppe passen

Sprachreisen haben sich in vielen Ländern zu einer wichtigen Branche entwickelt. Mit der wachsenden Nachfrage gibt es auch immer mehr neue Anbieter dieser Reisen. Leider ist ihr Angebot nicht immer zufriedenstellend. Als Faustregel gilt: Eine gute Sprachreise wird an die Zielgruppe angepasst. Gemeint sind die Vorkenntnisse, das Alter und das Lernziel.

Generell sind Kinder getrennt von Erwachsenen zu unterrichten. Die Lerngruppe sollte nicht zu groß sein. Der Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter [1] empfiehlt eine Obergrenze von 15 Schülern je Lerngruppe. Weitere Punkte, die bei der Wahl der Sprachreise zu klären sind:

  • Welche Inhalte umfasst die Sprachreise?
  • Welche Lehrmaterialien werden verwendet?
  • Teilen die Kursteilnehmer dieselbe Muttersprache?

Da es sich um eine Sprachreise handelt, spielt die Unterbringung eine große Rolle. Viele Sprachreiseveranstalter arbeiten mit Anbietern von Privatunterkünften zusammen. Dabei handelt es sich um Privatpersonen, Paare oder Familien, die ihre Unterkünfte Kursteilnehmern anbieten oder mit ihnen im Stil bed and breakfast teilen. Eine Alternative sind Hostels, Hotels, Apartmentkomplexe oder Wohnheime, die für die Kursteilnehmer reserviert werden. Die Kosten sind für diese Unterkünfte höher und erfordern eine Selbstverpflegung, gewährleisten dafür aber eine größere Privatsphäre. Studenten müssen entscheiden, welche Unterkunftsart sie bevorzugen. Bei Einheimischen wohnen hat durchaus seine Vorzüge, da man ihre Kultur und ihren Lebensstil aus nächster Nähe beobachten und miterleben kann.

Karrieremöglichkeiten durch eine Sprachreise

Ein häufig unterschätztes Argument für Sprachreisen sind die vielfältigen Karrieremöglichkeiten in dem Zielland. Gemeint ist nicht, dass durch die verbesserten Sprachfähigkeiten die Karrieremöglichkeiten zu Hause steigern. Viel mehr können Kursteilnehmer in ihrem Zielland Kontakte aufbauen und versuchen, dort Karriere zu machen, wenn sie das wünschen. Angesichts einer stetig fortschreitenden Globalisierung ist der Arbeitsmarkt heutzutage offener denn je. Jedes Jahr entscheiden sich zahlreiche deutsche Studenten, nach ihrem Studienabschluss im Ausland einen Job anzunehmen.
Im Ausland winken vielfältige Möglichkeiten, sich auf beruflicher sowie persönlicher Ebene weiterzuentwickeln. Erfolgreich sind jedoch nur die Menschen, die sich frühzeitig über die Karriere im Ausland informieren und Kontakte schließen. Eine Sprachreise bietet zahlreiche Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, um nach dem Studienabschluss einen Job zu finden. Empfehlenswert ist der Aufbau von Kontakten im Zielland, indem Studenten verschiedene Persönlichkeiten von ihren Kenntnissen überzeugen und über ihre Pläne informieren. In vielen Ländern wird Eigeninitiative groß geschätzt, das gilt insbesondere in den USA. Es ist dort einfacher als in Deutschland, mit einer spontanen Kontaktanfrage einen Job zu finden als in Deutschland. Dennoch müssen Studenten vorbereitet sein und Referenzen vorweisen können. Deshalb empfiehlt es sich, eine Bewerbungsmappe oder ein Portfolio anzufertigen, welche potenziellen Jobanbietern vorgelegt werden können.
________________________________________
1.    Ratgeber: Sprachreisen für Schüler und Erwachsene (PDF)


Quelle: Fotolia.com