„Wirtschaft und Moral – zwei ungleiche Schwestern. Zwischenbilanz einer säkularen Finanzkrise“
Gastvorlesung von Prof. Friedhelm Hengsbach am UKS
Am Donnerstag, 11. Februar 2010, 18 Uhr, findet im Hörsaal der Medizinischen Biochemie Geb. 45 des UKS in Homburg eine Gastvorlesung von Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ statt. Im Rahmen der "Paul-Fritsche-Stiftung Wissenschaftliches Forum" wird Hengsbach über das Thema: "Wirtschaft und Moral – zwei ungleiche Schwestern. Zwischenbilanz einer säkularen Finanzkrise" sprechen.
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach zählt zu Deutschlands bekanntesten Sozialethikern. Er trat nach dem Abitur 1957 dem Jesuitenorden (SJ) bei und studierte von 1959 bis 1962 an der ordenseigenen Hochschule für Philosophie in München, später Katholische Theologie und Wirtschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Ruhr-Universität Bochum. 1967 wurde Hengsbach zum Priester geweiht. 1977 schloss er seine Promotion mit einer Arbeit zur Frage der Assoziierung afrikanischer Staaten an die europäischen Gemeinschaften ab. Er habilitierte sich 1982 mit einer Schrift über Arbeitsethik – ein zentrales Thema seiner wissenschaftlichen Arbeit. Hengsbach war von 1985 bis zur Emeritierung 2005 Professor für Christliche Sozialwissenschaft bzw. Wirtschafts- und Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und leitete von 1992 bis 2006 das Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie z.B. den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis oder das Marburger Leuchtfeuer für soziale Bürgerrechte.
Kontakt:
Paul-Fritsche-Stiftung Wissenschaftliches Forum
c/o Dekanat der Med. Fakultät der Universität des Saarlandes
66421 Homburg/Saar
Tel. (06841) 16-26002
Stiftung Wissenschaftliches Forum
Am 10. März 1987 wurde auf Initiative des Anästhesisten und Altdekans der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Paul Fritsche zusammen mit der Universität des Saarlandes und der Stadt Homburg die Stiftung Wissenschaftliches Forum gegründet. Es war das Anliegen von Prof. Fritsche, Studierenden der Medizin und Zahnmedizin, den Ärzten und dem Pflegepersonal am Universitätsklinikum ethische Fragen in der Medizin mit Vorträgen auswärtiger Spezialisten nahe zu bringen. Angesichts des geringen Stiftungskapitals und der daraus resultierenden geringen Erträge war es nur durch großzügige Spenden möglich, renommierte Redner für einen Vortrag nach Homburg zu holen. Nach dem Tode von Professor Fritsche hat die Stiftung aus seinem Nachlass eine großzügige Zustiftung erhalten. Der Vorstand der Stiftung hat im Gedenken an Professor Fritsche und seine großzügige Spende beschlossen, die Stiftung zukünftig "Paul-Fritsche-Stiftung – Wissenschaftliches Forum" zu nennen.






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