Fachrichtung 8.2 - Pharmazie
Pharmaziestudium an der Universität des Saarlandes
Eine Besonderheit des Pharmaziestudiums an der Universität des Saarlandes besteht in der Möglichkeit, dieses zusätzlich zum Staatsexamen mit einem Diplom abschließen zu können. Eine Diplomarbeit kann bereits nach dem Zweiten Staatsexamen im Praktischen Jahr angefertigt werden, so dass interessierten Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit geboten wird, ohne weiteren Zeitverlust Erfahrungen in wissenschaftlichem Arbeiten zu sammeln. Die wissenschaftlichen Tätigkeiten im Rahmen der Diplomarbeit werden entweder an der Universität durchgeführt oder bei einem der zahlreichen Kooperationspartner (Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen) im In- und Ausland.
Die Pharmazie bietet interessierten Studierenden die Möglichkeit zum Sammeln von Auslandserfahrungen während und nach dem Regelstudium. Dies wird vor allem durch die große Zahl bilateraler ERASMUS-Abkommen mit ausländischen Partnerhochschulen ermöglicht.
Forschungsprofil
Das Forschungsprofil der Fachrichtung reicht vom Verständnis pathophysiologischer Prozesse über die Entwicklung und Entdeckung neuartiger Arnzeistoffe und Leitstrukturen (sowohl synthetischen als auch natürlichen Ursprungs) bis hin zum Arzneistofftransport über biologische Membranen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Indikationsgebieten Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündung und oxidativer Stress.
Wie das CHE-Ranking 2006 zeigte, nimmt die Pharmazie der UdS gleich mehrere Spitzenplätze in der Kategorie "Forschungsleistungen" ein (z.B. Forschungsgelder und Zahl der Veröffentlichungen pro Wissenschaftler).
Die Fachrichtung betreibt enge Kooperationen mit der forschenden pharmazeutischen Industrie. Ferner hat die überwiegend anwendungsorientierte Forschung bereits drei Firmenausgründungen ermöglicht.
Innerhalb der Universität bestehen Kooperationen mit den Fachrichtungen Biowissenschaften, Chemie, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik, Physik, Informatik und Medizin sowie mit An-Instituten, die in diesen Bereichen tätig sind. In der Lehre beteiligen sich die Institute der Pharmazie an den Studiengängen Chemie, Bioinformatik und Biotechnologie.
Das Profil der Fachrichtung ist durch eine starke Nachwuchsförderung geprägt, die vor allem auf Alternativen zur Habilitation setzt. So sind beispielsweise zwei Juniorprofessuren in der Fachrichtung angesiedelt, und in den letzten Jahren wurden zwei Emmy-Noether-Stipendiaten aus der Fachrichtung erfolgreich auf Professuren berufen.
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Das HIPS wurde im August 2009 gegründet und arbeitet eng mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig zusammen. Die Kombination aus Fachwissen der Infektions- und pharmazeutischen Forschung von HZI und HIPS nimmt eine einzigartige Position in Deutschland und Europa ein. Ziel ist die beschleunigte Translationsforschung von der Identifizierung und Anwendung neuer Naturstoffe bis zu deren Einsatz in klinischen Studien. Die Forschung des HIPS ist in drei Abteilungen gegliedert, die jeweils von einem Professor unserer Fakultät geleitet werden.
Die Lehrstühle der Fachrichtung Pharmazie
- Professur für Pharmazeutische und Medizinische Chemie
Prof. Dr. Rolf W. Hartmann - Professur für Bioorganische Chemie
Professor Dr. Claus Jacob - Professur für Pharmazeutische Biologie
Prof. Dr. Alexandra Kiemer - Professur für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie
Prof. Dr. Claus-Michael Lehr - Professur für Pharmazeutische Biotechnologie
Prof. Dr. Rolf Müller - Juniorprofessur für Pharmazeutische Nanotechnologie
Juniorprofessor Dr. Marc Schneider - Juniorprofessur für Klinische Pharmazie
Juniorprofessor Dr. Thorsten Lehr