Transcultura Projekt
Das internationale Institut Transcultura wurde im Jahre 1988 anlässlich des 900. Jahrestages der Universität von Bologna von dem Pariser Ethnologen Alain le Pichon und dem Schriftsteller und Semiotiker Umberto Eco ins Leben gerufen. Seitdem vereint das internationale und interdisziplinäre Forschernetzwerk Wissenschaftler und unabhängige Experten aus Europa, Asien und Afrika.
Anschliessend wurde 2001 ein Transkulturelles Europäisches Observatorium OTE (Observatoire Transculturel Européen) konzipiert. Ziel des Observatoriums ist die Analyse von Schlüsselfragen, die aus der Konfrontation unserer Kulturen mit nicht-europäischen Kulturen resultieren. Heute arbeiten im OTE Umberto Eco für das Institut für höhere Studien der Universität Bologna, Maximilian Herberger für die Universität des Saarlandes und ein Netzwerk der französischen Universitäten Paris VII, Paris VIII, Cergy, sowie das CNAM (Conservatoire National des Arts et Métiers) zusammen. Eine Partnerschaft mit dem Lycée Louis Le Grand gestattet es, Schüler seiner classes préparatoires mit einzubeziehen.
Dieses Netzwerk der wechselseitigen Betrachtung der europäischen und nicht-europäischen Kulturen wird es ermöglichen, die steigende Nachfrage nach wechselseitigem Verständnis zu befriedigen. Dies stellt ebenso einen Schwerpunkt der internationalen kulturellen Aktivitäten dar, den Frankreich und Deutschland in den Beziehungen der Europäischen Union mit anderen Kulturen weiter vorantreiben wollen. Einbezogen sind folgende drei Hauptachsen:
Die europäisch-asiatische Achse:
- China: Tsinghua Universität, Peking Universität, Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften
- Indien: IIT Bombay, Universität Nehru Delhi
- Iran: Universität Teheran
Die europäisch-mediterrane Achse:
- Algerien: Universität von Algier
- Marokko: Universität von Rabat
Die europäisch-afrikanische Achse:
- Mali: Institut der Humanwissenschaften Bamako
Das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes unter Leitung von Prof. Maximilian Herberger (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Organisation Transcultura) beteiligt sich bereits aktiv an diesem Programm, vor allem an der Entwicklung eines virtuellen Studiengangs transkultureller Methodologien (Campus Numérique Transcultura).
Ziele
Politisches Ziel: Produktive Interaktion mit außereuropäischen Partnern und damit verbunden die Vermittlung, dass Europa anderen Wissens- und Wertesystemen gegenüber aufgeschlossen ist und mit diesem transkulturellen Austausch eine Alternative zum "Kulturschock" bieten kann.
Ethisches und kulturelles Ziel: Schaffung neuer, transkultureller Gesellschafts- und Wissenssysteme in wechselseitigem Austausch und innovativer Zusammenarbeit zwischen europäischen und nicht-europäischen Partnern, wobei das Prinzip der Reziprozität als Grundlage für eine wahrhaftige Universalität zu sehen ist
Wissenschaftliches Ziel: Erarbeitung einer transkulturellen Methodologie des wechselseitigen und gleichberechtigten Verständnisses, die auf verschiedene Situationen im Bereich des kulturellen, wissenschaftlichen oder ökonomischen Austauschs anwendbar ist und die vor allem in den neuen Kommunikationstechnologien und virtuellen Studiengängen und -forschungsarbeiten realisiert wird







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