Ringvorlesung im Wintersemester 2013/14

 

Die Ringvorlesung zum Thema "Nachhaltigkeit - Mehr als eine Vision?"

 

Die Ringvorlesung wird von Dr. Antje Schönwald vom Lehrstuhl Nachhaltige Entwicklung gemeinsam mit Prof. Dr. Jochen Kubiniok vom Lehrstuhl Physische Geographie und Umweltforschung in Kooperation mit der Stadt Saarbrücken veranstaltet.

Informationen rund um die Ringvorlesung

Die Themen, das Veranstaltungsdatum sowie die jeweiligen Referenten der Ringvorlesung können dem offiziellen Plakat und dem Flyer entnommen werden.

 

Weitere Informationen können unter der Rubrik "Öffentliche Ringvorlesung" in der Navigationsleiste der Homepage eingesehen werden.

 

 

 

 

Logo Nachhaltige Entwicklung in grün, blau und geld

 

Eine prägnante Zusammenfassung des Konzeptes Nachhaltige Entwicklung liefert der Abschlussbericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen, der so genannte Brundtland-Bericht. Dort heißt es:

 

„Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.“

 

Der gesellschaftliche Prozess zur „Nachhaltigen Entwicklung“  zielt auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen unseres Handelns ab. Dabei werden gegenwärtige (Verteilungsgerechtigkeit) und zukunftsbezogene (Generationengerechtigkeit) Folgen betrachtet. Als Auftakt wird häufig die Rio-Konferenz von 1992 betrachtet. Die Grundidee der Nachhaltigkeit ist jedoch älter und kann bis auf die kursächsische Ordnung der Forstwirtschaft von 1560 zurückgeführt werden. 

 

Die Nachhaltigkeitswissenschaft zielt auf die Entwicklung von Handlungswissen zur Lösung für dringende gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Probleme ab. Dafür muss sie erstens ein Verständnis für komplexe Mensch-Umwelt-Systeme (Systemwissen) erarbeiten. Sie muss also das Ineinandergreifen von Wirtschaft, Ökologie, sozialer Gemeinschaft und Politik beschreiben und verstehen. Folglich kann Nachhaltigkeitswissenschaft nur interdisziplinär erfolgen. Dies spiegelt sich auch in der Zusammensetzung des Lehrstuhlteams wider.

 

Zweitens muss sie die Gesellschaft unterstützen, Zielvorstellungen zu bestimmen (normative Ebene). Wo Handeln entgegengesetzte Folgen auf einzelne Dimensionen - beispielsweise auf die Umwelt einerseits und das Gemeinwesen andererseits - hat, ist es Aufgabe der Nachhaltigkeitswissenschaften, einen Orientierungsrahmen für die Entscheidungsfindung zu entwickeln.

 

Die Nachhaltigkeitswissenschaft ist somit eine inter- und transdisziplinäre, anwendungsorientierte Wissenschaft. Der Fokus liegt auf der Lösung dringender gesellschaftlicher Probleme bezogen auf die nachhaltige Nutzung der Erde als Grundlage unseres Lebens.