Eine prägnante Zusammenfassung des Konzeptes Nachhaltige Entwicklung liefert der Abschlussbericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen, der so genannte Brundtland-Bericht. Dort heißt es:

 

„Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können.“

 

Der gesellschaftliche Prozess zur „Nachhaltigen Entwicklung“  zielt auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen unseres Handelns ab. Dabei werden gegenwärtige (Verteilungsgerechtigkeit) und zukunftsbezogene (Generationengerechtigkeit) Folgen betrachtet. Als Auftakt wird häufig die Rio-Konferenz von 1992 betrachtet. Die Grundidee der Nachhaltigkeit ist jedoch älter und kann bis auf die kursächsische Ordnung der Forstwirtschaft von 1560 zurückgeführt werden. 

 

Die Nachhaltigkeitswissenschaft zielt auf die Entwicklung von Handlungswissen zur Lösung für dringende gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Probleme ab. Dafür muss sie erstens ein Verständnis für komplexe Mensch-Umwelt-Systeme (Systemwissen) erarbeiten. Sie muss also das Ineinandergreifen von Wirtschaft, Ökologie, sozialer Gemeinschaft und Politik beschreiben und verstehen. Folglich kann Nachhaltigkeitswissenschaft nur interdisziplinär erfolgen. Dies spiegelt sich auch in der Zusammensetzung des Lehrstuhlteams wider.

 

Zweitens muss sie die Gesellschaft unterstützen, Zielvorstellungen zu bestimmen (normative Ebene). Wo Handeln entgegengesetzte Folgen auf einzelne Dimensionen - beispielsweise auf die Umwelt einerseits und das Gemeinwesen andererseits - hat, ist es Aufgabe der Nachhaltigkeitswissenschaften, einen Orientierungsrahmen für die Entscheidungsfindung zu entwickeln.

 

Die Nachhaltigkeitswissenschaft ist somit eine inter- und transdisziplinäre, anwendungsorientierte Wissenschaft. Der Fokus liegt auf der Lösung dringender gesellschaftlicher Probleme bezogen auf die nachhaltige Nutzung der Erde als Grundlage unseres Lebens. 

 

Die Stiftungsprofessur

 

An der Universität des Saarlandes gibt es seit Beginn des Wintersemesters 2009/10 ein neues Angebot: ein eigenes, interdisziplinäres Zertifikatsstudium zum Thema Nachhaltigkeitswissenschaft. Über die Wissenschaftliche WeiterbildungsAkademie Saar GmbH kann das Zertifikatsstudium auch berufsbegleitend absolviert werden (Mehr Informationen).


Die Stiftungsprofessur Nachhaltigkeitswissenschaft wurde ebenfalls im Wintersemester 2009/10 eingerichtet. Die Stiftungsprofessur wird von der Projektinitiative Mut zur Nachhaltigkeit finanziert. Träger der Projektinitiative sind die ASKO EUROPA-Stiftung, die Europäische Akademie Otzenhausen und die Stiftung Forum für Verantwortung.


Ziel der Stiftungsprofessur ist es, die Öffentlichkeit für die Themen der Nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren. Durch Information und Bildung möchten sie die Menschen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem System Erde bewegen.

Mehr Informationen über die Träger der Professur erhalten Sie unter:

www.mut-zur-nachhaltigkeit.de

www.asko-europa-stiftung.de

www.eao-otzenhausen.de

www.forum-fuer-verantwortung.de

 

 

Weitere Verweise zur Nachhaltigkeitswissenschaft finden Sie hier.

 

 

Stiftungslehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung

 

Büroöffnungszeiten während der Vorlesungszeit:

Abholung von Scheinen, Klärung von Nachschreibeterminen etc. nur nach Absprache.

Campus Dudweiler
Am Markt; Zeile 4; Raum 4.1.13

66125 Saarbrücken

 

 

 

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