magazin forschung 1/2008

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Das Titelblatt zeigt Bilder aus dem Reich der Myxobakterien. Diese höchst ungewöhnlichen Mikroorganismen stellen die wohl einfachsten Modellorganismen zum Studium multizellulären Verhaltens dar. Die Bakterien können sich gleitend und in Schwärmen auf ebenen Oberflächen bewegen und bilden unter Hungerbedingungen baumartige Fruchtkörper, die bis zu 2 mm groß werden können (Bilder links: Fruchtkörper von Chondromyces species und Myxococcus species). In diesen Fruchtkörpern entstehen in einer Art von Zellmetamorphose hitze- und trockenresistente Überdauerungsformen, die Myxosporen.
Myxobakterien haben zudem Eigenschaften, die sie für die angewandte Forschung überaus interessant machen: Sie bilden pharmazeutisch relevante Substanzen, welche aufgrund ihrer Wirkung als Antibiotika, Immunsuppressiva oder Krebstherapeutika zum Einsatz kommen bzw. dafür entwickelt werden. Wichtigstes Vorzeigemolekül sind die Epothilone, welche fermentativ aus Myxobakterien gewonnen werden und vor wenigen Monaten in den USA als Krebsmedikament zugelassen wurden.

In einer Ringvorlesung der Universität zum Thema “Der gläserne Mensch” wurden im Rathaus Saarbrücken die Möglichkeiten fokussiert, den Menschen aus der Perspektive unterschiedlicher Bereiche der Natur- und Geisteswissenschaften in seinem Tun transparent zu machen. Vier der insgesamt 14 Vorträge sind in dieser Ausgabe des Forschungsmagazines nachzulesen.

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