Wissenschaftliches Fehlverhalten (Ombudsperson)

Die Universität des Saarlandes hat Richtlinien und Grundsätze erlassen, die dazu beitragen, gute wissenschaftliche Praxis zu sichern und wissenschaftliches Fehlverhalten zu vermeiden. Dazu zählt die Bestellung einer Ombudsperson, die die Aufgabe hat, die Mitglieder der Universität einschließlich der Doktoranden und Habilitanten in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis zu beraten. Die Ombudsperson nimmt eventuelle Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens vertraulich entgegen und verpflichtet sich – wie alle weiteren in ein Ombudsverfahren involvierte Personen – zur Wahrung der Vertraulichkeit.

Was ist wissenschaftliches Fehlverhalten?

Wissenschaftliches Fehlverhalten liegt vor, wenn in einem wissenschaftlichen Zusammenhang Falschangaben gemacht werden, geistiges Eigentum anderer verletzt wird (beispielsweise durch Ideendiebstahl oder unbegründete Autoren- oder Mitautorenschaft), die Forschungstätigkeit anderer behindert wird oder Primärdaten entgegen den gesetzlichen Bestimmungen beseitigt werden.

Was ist gute wissenschaftliche Praxis?

Zur guten wissenschaftlichen Praxis gehört die angemessene Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, das Festlegen angemessener Formen bei der Bewertung wissenschaftlicher Leistungen ebenso wie die Festlegung und Einhaltung von Richtlinien für Autorenschaft. Sie ist Voraussetzung für eine im internationalen Kontext anerkannte und leistungsfähige Wissenschaft.

Den Angehörigen der Universität und den Studierenden werden in Form geeigneter Lehrveranstaltungen die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis vermittelt und die Sensibilität für wissenschaftliches Fehlverhalten gefördert.

Was passiert bei konkreten Verdachtsmomenten?

Bei konkreten Verdachtsmomenten für wissenschaftliches Fehlverhalten kann unverzüglich die Ombudsperson kontaktiert werden. Die Beratungen und Ombudsverfahren laufen grundsätzlich strikt vertraulich ab, d.h. die beteiligten Personen können darauf vertrauen, dass sie sich zunächst nur der Ombudsperson gegenüber äußern. Damit können sich alle an einem Ombudsverfahren beteiligten Personen frei äußern, ohne einen Reputationsverlust befürchten zu müssen.

Richtlinien und Grundsätze
  • Richtlinie zur Vermeidung von und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an der Universität des Saarlandes (Dienstblatt 1999, S. 54)
  • Grundsätze der Universität des Saarlandes zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis (Dienstblatt 2001, S. 342)

Kontakt

Ombudsmann

Univ.-Prof. Dr. phil. Axel Mecklinger

Stellvertreter

Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dieter Bruns

Mitglieder der Kommission

zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens

  • Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Helmut Seidel
  • Univ.-Prof. Dr. ing. Christoph Sorge
  • Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dirk Wentura
Stellvertreterin und Stellvertreter
  • Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Kaspar Hegetschweiler
  • Univ.-Prof. Dr. habil. Karlo Meyer
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Christiane Solte-Gresser
 
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