Altertumswissenschaften (Bachelor)

Studienverlauf

Im Studiengang Altertumswissenschaften bilden zwei Studienbereiche (mit je 50 CP) aus den Fächern

  • Alte Geschichte,
  • Klassische Archäologie,
  • Klassische Philologie und
  • Vor- und Frühgeschichte


nach Wahl des/der Studierenden den Schwerpunkt (Infos zu "Deutsch-französischer Studiengang Klassische Archäologie" siehe unten).

Auf die beiden verbleibenden Fächer entfallen insgesamt 46 CP, auf zusätzliche Module im Optionalbereich weitere 24 CP zum Erwerb ergänzender berufsqualifizierender Zusatz- und Schlüsselqualifikationen.

Die Bachelor-Arbeit (10 CP) wird in einem der beiden Schwerpunktbereiche angefertigt.

Die Einführungsmodule aller vier Studienbereiche sind Pflichtveranstaltungen. Der Studienplan ergibt sich aus der Wahl der Schwerpunkte.

Im Schwerpunkt Alte Geschichte erstreckt sich der zeitliche Rahmen über 1500 Jahre vom Beginn schriftlicher Überlieferungen bis zum Ende der Antike bzw. bis zum Übergang der antiken Welt in das westliche und östliche Mittelalter. Forschung, Lehre und Studium befassen sich mit der Politik-, Kultur-, Mentalitäts- und Wirtschaftsgeschichte Griechenlands und Roms. Besondere Berücksichtigung findet die Regionalgeschichte der Antike, denn das Saarland befindet sich auf dem Boden des antiken Galliens und hat eine reichhaltige Fundsituation aus keltischer und römischer Zeit vorzuweisen.
Die zu studierenden Anteile der Alten Geschichte bestehen aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen, die wiederum gegliedert sind in Einführungsmodule und Fachwissensmodule.

Im Schwerpunktbereich Klassische Archäologie befasst sich das Studium mit Kunst, Kultur, Zivilisation und Alltag der Griechen und Römer vom 1500 v.Ch. bis 500 n.Ch. einschließlich ihrer Vorstufen und Nachklänge sowie ihrer transkulturellen Vernetzung. Der geographische Raum umfasst in erster Linie Griechenland, Kleinasien und Italien, darüber hinaus für die römische Kaiserzeit die Provinzen des Römischen Reichs. Die gegenständlichen und visuell erfassbaren Zeugnisse der Antike, die oberirdisch überdauerten oder durch Ausgrabungen ans Licht gekommen sind vor allem Heiligtümer, Städte und Nekropolen; Skulpturen, Malereien, Keramik sowie Weihgeschenke; Ehrenmonumente und Gebrauchsgüter sind Gegenstand der Lehr- und Lerninhalte. Das Fach bietet ein facettenreiches Studienangebot, das Einblicke in das Leben der antiken Gesellschaft, der Mythologie, des Götterglaubens und der Kulturpraxis gewährt. Neben den Pflicht- und Wahlpflichtmodulen sammelt der Studierende in fachspezifischen Praktika erste Erfahrungen in der Museumsarbeit, der Denkmalpflege und Grabung. Archäologische Exkursionen erweitern die erworbenen Kenntnisse und vertiefen Einblicke in Forschungsbereiche.

Der Schwerpunktbereich Klassische Philologie befasst sich mit den Sprachen Lateinisch und Altgriechisch sowie mit den literarischen Zeugnissen der griechischen und römischen Antike. Der von der Klassischen Philologie abgedeckte Bereich umfasst hierbei den Zeitraum von Beginn der griechischen Literatur (Homer) im späten 8. Jahrhundert v.Ch. bis zum weitgehenden Erlöschen der spätantiken Literatur um das Jahr 600 n.Ch., neben künstlerischen-literarischen Texten der Lyrik, Epen und Dramen auch philosophische, historiographische und naturwissenschaftliche Texte. In Vorlesungen werden Gebiete der lateinischen und griechischen Philologie zusammenhängend behandelt. In Seminaren wird der/die Studierende durch die Bearbeitung ausgewählter Gegenstände mit den Methoden des Faches vertraut gemacht, diese in eigenen Beiträgen anzuwenden und sie in wissenschaftlichen Gesprächen zu überprüfen. Stilübungen ergänzen und vertiefen die Sprachkenntnisse und schärfen die Ausdrucksfähigkeit. Lektürekurse schulen das Verständnis altphilologischer Texte.

Im Schwerpunkt Vor- und Frühgeschichte beziehen sich die Studieninhalte in die Vorgeschichte auf Zeiten und geographische Räume, wo Bodenurkunden aber keine oder nur wenige Schriftdokumente vorhanden sind, in der Frühgeschichte auf Zeiten, wo neben Bodenurkunden auch schriftliche Quellen eine besondere Bedeutung haben. Die materiellen Hinterlassenschaften der frühen Menschheit lassen Rückschlüsse auf deren Wirtschaftsformen, Gesellschaftsformen, Religionen und Kunst zu. Die möglichen zeitlichen Schwerpunkte reichen vom Paläolitikum bis zur römischen Eisenzeit, die räumlichen Schwerpunkte liegen in allen Bereichen Europas. In Vorlesungen, Übungen und Seminaren können Wahlpflichtmodule zur Quellenkunde sowie zu einzelnen geographischen Räumen und Zeiten gewählt werden. Im Optionalbereich werden des weiteren ein Modul zur "Quellengewinnung" angeboten, das die wissenschaftlichen Methoden der archäologischen Ausgrabungen vermittelt sowie ein Modul "Systematische Vor- und Frühgeschichte", in dem kulturgeschichtliche Aspekte in diachronem Vergleich behandelt werden.

Studiengangsvariante "Deutsch-Französischer Studiengang Klassische Archäologie"

Das Fach Klassische Archäologie bildet in dieser Studiengangsvariante den Schwerpunkt und wird im Umfang von 156 CP (inkl. Bachelor-Arbeit) studiert. Hierin sind Spracherwerbsmodule im Umfang von 12 CP eingeschlossen. Aus den Fächern Alte Geschichte, Klassische Philologie, Vor- und Frühgeschichte und Kunstgeschichte wird im Wahlbereich ein Fach gewählt, welches im Umfang von 24 CP studiert wird.

Die Studiengangsvariante „Deutsch-französischer Studiengang Klassische Archäologie“ befasst sich mit Kunst, Kultur, Zivilisation und Alltag der Griechen und Römer vom 1500 v.Ch. bis 500 n.Ch. einschließlich ihrer Vorstufen und Nachklänge sowie ihrer transkulturellen Vernetzung. Der geographische Raum umfasst in erster Linie Griechenland, Kleinasien und Italien sowie das heutige Frankreich, die Schweiz und Belgien. Darüber hinaus sind die griechischen Gebiete in der Ägäis und im Orient und die Provinzen des Römischen Reichs während der Kaiserzeit von Bedeutung. Die gegenständlichen und visuell erfassbaren Zeugnisse der Antike, die oberirdisch überdauerten oder durch Ausgrabungen ans Licht gekommen sind vor allem Heiligtümer, Städte und Nekropolen; Skulpturen, Malereien, Keramik sowie Weihgeschenke; Ehrenmonumente und Gebrauchsgüter sind Gegenstand der Lehr- und Lerninhalte. Das Fach bietet ein facettenreiches Studienangebot, das Einblicke in das Leben der antiken Gesellschaft, der Mythologie, des Götterglaubens und der Kulturpraxis gewährt.

Neben zwei Spracherwerbsmodulen gibt es auch ein Praxismodul, in welchem neben einem Praktikum auch eine Exkursion absolviert werden muss. Diese beiden Modulelemente dienen dem Erwerb erster praktischer Erfahrungen in beispielsweise der Museumsarbeit, der Denkmalpflege und Grabung und der Erweiterung der erworbenen Kenntnisse durch vertiefende Einblicke in unterschiedliche Forschungsbereiche.


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