Altertumswissenschaften (Bachelor)

Gegenstand des Studiums der Altertumswissenschaften sind Text- und Bildquellen und archäologische Funde sowie Methoden und Theorien der altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Behandelt wird die gesamte literarische und materielle Hinterlassenschaft der griechischen und römischen Antike und damit eines Zeitraums, der vom 8. vorchristlichen Jahrhundert, in dem die homerischen Epen entstanden sind, bis in die Epoche der Spätantike reicht, in der die Auflösung des römischen Imperium zur Bildung der frühmittelaterlichen Nachfolgestaaten sowie des Byzantinischen Reiches führte. Darüber hinaus befasst sich das Studium der Altertumswissenschaften auch mit der materiellen Überlieferung der europäischen Vor- und Frühgeschichte.

Im Kernbereich-Bachelorstudiengang Altertumswissenschaften, der mit dem akademischen Abschluss "Bachelor of Arts (B.A.)" abschließt, bieten die Fächer Alte Geschichte, Klassische Archäologie, Klassische Philologie und Vor- und Frühgeschichte vier modularisierte Studienbereiche an. Zwei Studienbereiche aus diesen genannten Fächern müssen nach Wahl des/der Studierenden in vollem Umfang studiert werden (je 50 Credit Points CP). Die beiden verbleibenden Bereiche müssen im Umfang von insgesamt 46 CP absolviert werden.

Das Studium gliedert sich in einzelne Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Übungen, Lektürekurse), in denen der Lernfortschnitt in verschiedenster Form überprüft werden kann wie z.B. Überarbeiten, Hausarbeiten, Referate, mündliche und schriftliche Überprüfungen. Praktika, die Kenntnisse in der Ausgrabungs- und Museumspraxis vermitteln und Exkursionen, in denen durch Besuch von Antikenmuseen, Baudenkmälern und Ausgrabungsstätten Kenntnisse der historischen und kulturellen Zusammenhänge vermittelt werden, runden das Studium ab.
Unerlässlich für den Erfolg des Studiums sind Lateinkenntnisse und evtl. Griechischkenntnisse. Der Umfang dieser Sprachanforderungen hängt von den Studienbereichen und den Zugangsvoraussetzungen der einzelnen Lehrangebote (Module) ab.
Bei entsprechender Schwerpunktsetzung während des Studiums sind Tätigkeitsfelder in Ausstellungsprojekten der Museen, bei Ausgrabungen der Bodendenkmalpflege, in der Tourismusbranche, in der Erwachsenenbildung, im Verlagswesen im Kultursektor sowie im Journalismus vorstellbar.

 

Studienverlauf

Im Studiengang Altertumswissenschaften bilden zwei Studienbereiche (mit je 50 CP) aus den Fächern

  • Alte Geschichte,
  • Klassische Archäologie,
  • Klassische Philologie und
  • Vor- und Frühgeschichte

nach Wahl des/der Studierenden den Schwerpunkt.


Auf die beiden verbleibenden Fächer entfallen insgesamt 46 CP, auf zusätzliche Module im Optionalbereich weitere 24 CP zum Erwerb ergänzender berufsqualifizierender Zusatz- und Schlüsselqualifikationen.


Die Bachelor-Arbeit (10 CP) wird in einem der beiden Schwerpunktbereiche angefertigt. 


Die Einführungsmodule aller vier Studienbereiche sind Pflichtveranstaltungen. Der Studienplan ergibt sich aus der Wahl der Schwerpunkte.


Im Schwerpunkt Alte Geschichte erstreckt sich der zeitliche Rahmen über 1500 Jahre vom Beginn schriftlicher Überlieferungen bis zum Ende der Antike bzw. bis zum Übergang der antiken Welt in das westliche und östliche Mittelalter. Forschung, Lehre und Studium befassen sich mit der Politik-, Kultur-, Mentalitäts- und Wirtschaftsgeschichte Griechenlands und Roms. Besondere Berücksichtigung findet die Regionalgeschichte der Antike, denn das Saarland befindet sich auf dem Boden des antiken Galliens und hat eine reichhaltige Fundsituation aus keltischer und römischer Zeit vorzuweisen.
Die zu studierenden Anteile der Alten Geschichte bestehen aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen, die wiederum gegliedert sind in Einführungsmodule und Fachwissensmodule.


Im Schwerpunktbereich Klassische Archäologie befasst sich das Studium mit Kunst, Kultur, Zivilisation und Alltag der Griechen und Römer vom 1500 v.Ch. bis 500 n.Ch. einschließlich ihrer Vorstufen und Nachklänge sowie ihrer transkulturellen Vernetzung. Der geographische Raum umfasst in erster Linie  Griechenland, Kleinasien und Italien, darüber hinaus für die römische Kaiserzeit die Provinzen des Römischen Reichs. Die gegenständlichen und visuell erfassbaren Zeugnisse der Antike, die oberirdisch überdauerten oder durch Ausgrabungen ans Licht gekommen sind vor allem Heiligümer, Städte und Nekropolen; Skulpturen, Malereien, Keramik sowie Weihgeschenke; Ehrenmonumente und Gebrauchsgüter sind Gegenstand der Lehr- und Lerninhalte. Das Fach bietet ein facettenreiches Studienangebot, das Einblicke in das Leben der antiken Gesellschaft, der Mythologie, des Götterglaubens und der Kulturpraxis gewährt. Neben den Pflicht- und Wahlpflichtmodulen sammelt der Studierende in fachspezifischen Praktika erste Erfahrungen in der Museumsarbeit, der Denkmalpflege und Grabung. Archäologische Exkursionen erweitern die erworbenen Kenntnisse und vertiefen Einblicke in Forschungsbereiche.


Der Schwerpunktbereich Klassische Philologie befasst sich mit den Sprachen Lateinisch und Altgriechisch sowie mit den literarischen Zeugnissen der griechischen und römischen Antike. Der von der Klassischen Philologie abgedeckte Bereich umfasst hierbei den Zeitraum von Beginn der griechischen Literatur (Homer) im späten 8. Jahrhundert v.Ch. bis zum weitgehenden Erlöschen der spätantiken Literatur um das Jahr 600 n.Ch., neben künstlerischen-literarischen Texten der Lyrik, Epen und Dramen auch philosophische, historiographische und naturwissenschaftliche Texte. In Vorlesungen werden Gebiete der lateinischen und griechischen Philologie zusammenhängend behandelt. In Seminaren wird der/die Studierende durch die Bearbeitung ausgewählter Gegenstände mit den Methoden des Faches vertraut gemacht, diese in eigenen Beiträgen anzuwenden und sie in wissenschaftlichen Gesprächen zu überprüfen. Stilübungen ergänzen und vertiefen die Sprachkenntnisse und schärfen die Ausdrucksfähigkeit. Lektürekurse schulen das Verständnis altphilologischer Texte.


Im Schwerpunkt Vor- und Frühgeschichte beziehen sich die Studieninhalte in die Vorgeschichte auf Zeiten und geographische Räume, wo Bodenurkunden aber keine oder nur wenige Schriftdokumente vorhanden sind, in der Frühgeschichte auf Zeiten, wo neben Bodenurkunden auch schriftliche Quellen eine besondere Bedeutung haben. Die materiellen Hinterlassenschaften der frühen Menschheit lassen Rückschlüsse auf deren Wirtschaftsformen, Gesellschaftsformen, Religionen und Kunst zu. Die möglichen zeitlichen Schwerpunkte reichen vom Paläolitikum bis zur römischen Eisenzeit, die räumlichen Schwerpunkte liegen in allen Bereichen Europas. In Vorlesungen, Übungen und Seminaren können Wahlpflichtmodule zur Quellenkunde sowie zu einzelnen geographischen Räumen und Zeiten gewählt werden. Im Optionalbereich werden des weiteren ein Modul zur "Quellengewinnung" angeboten, das die wissenschaftlichen Methoden der archäologischen Ausgrabungen vermittelt sowie ein Modul "Systematische "Vor- und Frühgeschichte", in dem kulturgeschichtliche Aspekte in diachronem Vergleich behandelt werden.

Studiengangsdokumente

Ordnungen:

Prüfungsordnung 

Studienordnung


Die in der Prüfungsordnung der Philosophischen Fakultäten der Universität des Saarlandes für Bachelor-Studiengänge vom 26. April 2007 (Dienstbl. 2007, S. 376) erlassenen fachspezifischen Anhänge (Anlage 2) gelten als Bestandteil der o.a. Prüfungsordnung (Dienstbl. 2011, S. 358), nunmehr Anlage 3.

Fachspezifische Bestimmungen zur Prüfungsordnung

 

 

Studienplanung:

Studienplan

Modulhandbuch

Sprachanforderungen

 

Optionalbereich:

Modulhandbuch Optionalbereich

Kurzbeschreibung

Fächerübersicht

 

Bewerbung

Der Studiengang Altertumswissenschaften unterliegt aktuell keinen Zulassungsbeschränkungen. Die Aufnahme des Studiums ist derzeit zum Winter- und Sommersemester möglich, wobei der Einstieg zum Wintersemester empfohlen wird. Beim Einstieg zum Sommersemester sollten die Studienfachberater (siehe unter Kontakt) und die Beratungseinrichtungen zur individuellen Studienplanung kontaktiert werden. Der Antrag auf Immatrikulation/Einschreibung ohne vorherige Bewerbung ist

  • für ein Wintersemester bis Ende September
  • für ein Sommersemester bis 28. März 2013

zu richten an

 

Universität des Saarlandes
Studierendensekretariat
Postfach 15 11 50
66041 Saarbrücken

 

Aktuelles Studienangebot mit Erläuterungen zum Zulassungsverfahren

 

Online-Bewerbung/Online-Immatrikulation

 

Zu beachten: Für Deutsche und Ausländer/innen mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung gelten zum Teil abweichende Regeln - mehr, siehe auch Wegweiser Hochschulzugang.

Kontakt

Studienfachberatung Klassische Philologie
Dr. Christoph Catrein,
Geb.B3 1,
Tel.: + 49 (0) 681 / 302 3740
E-Mail: c.catrein(at)mx.uni-saarland.de


Studienfachberatung Alte Geschichte
Prof. Heinrich Schlange-Schöningen
Geb.B3 1, 2. OG,
Tel.: + 49 (0) 302 2220
E-Mail: schlange-schoeningen(at)mx.uni-saarland.de


Studienfachberatung Vor- und Frühgeschichte
Prof. Rudolf Echt
Geb.C5 2,
Tel.: + 49 (0) 302 3716
E-Mail: r.echt(at)mx.uni-saarland.de


Studienfachberatung Klass. Archäologie
Prof. Carola Reinsberg
Geb.B3 1,
Tel.: + 49 (0) 302 3315
E-Mail: klarch.sek(at)mx.uni-saarland.de

 

 

 

Zentrale Studienberatung

Campus Center
Geb. A4 4, EG
Postfach 15 11 50
D-66041 Saarbrücken
Tel.: + 49 (0) 681 / 302-3513
Fax: + 49 (0) 681 / 302-4526
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