Computerlinguistik (Bachelor)

Studienverlauf

Im Bachelor-Studiengang Computerlinguistik werden linguistische, informatische und mathematische Grundlagen sowie Arbeitstechniken der Computerlinguistik vermittelt. In sechs Semestern Regelstudienzeit werden insgesamt 180 CP erworben, von denen 156 CP aus Lehrveranstaltungen des Hauptfachs stammen. Dieses ist in sechs verschiedene Kategorien unterteilt:

1. Mathematische Grundlagen (25 CP)
Mathematische Grundlagen der Computerlinguistik 1 (Logik – 8 CP), Mathematische Grundlagen der Computerlinguistik II (Formale Sprachen – 8 CP), Mathematische Grundlagen der Computerlinguistik III (Statistik – 9 CP)

2. Grundlagen der Computerlinguistik (27 CP):
Einführung in die Computerlinguistik (3 CP), Grammatikformalismen (6 CP), Neural Networks: Implementierung und Anwendung (6 CP), Programmierkurs I (6 CP), Programmierkurs II (6 CP)

3. Sprachwissenschaftliche Grundlagen (24 CP)
Einführung in die Psycholinguistik (3 CP), Einführung in die Phonetik und Phonologie (6 CP), Einführung in die Syntax und Morphologie (6 CP), Einführung in die Formale Semantik (6 CP), Einführung in Pragmatik und Diskurs (3 CP)

4. Computerlinguistische Seminare und Software-Projekte (31 CP)
Ein Proseminar (5 CP), zwei Seminare (7 CP), ein Software-Projekt (12 CP)

5. Wahlpflichtbereich (30 CP)
Seminare und Vorlesungen der Computerlinguistik, mindestens 15 CP durch Vorlesungen der Informatik (Programmierung 1, Programmierung 2, Grundzüge von Algorithmen und Datenstrukturen, Artificial Intelligence, Machine Learning), ein Berufspraktikum von mindestens sechswöchiger Dauer

6. Abschlussmodul (19 CP)
Bachelor-Seminar (7 CP) und Bachelor-Arbeit (12 CP)


Das Berufspraktikum soll dazu dienen, den Studierenden den Einblick in die Praxis der Arbeitswelt zu verschaffen. Es kann an Forschungseinrichtungen oder in der Industrie abgeleistet werden, hat eine Dauer von mindestens 6 Wochen und wird mit einem Bericht abgeschlossen. Es wird empfohlen, das Berufspraktikum zwischen dem 5. und 6. Semester zu absolvieren.

Zusätzlich zum Hauptfach werden Lehrveranstaltungen im Umfang von 24 CP aus dem Bereich Ergänzungsfach/Struktur einer Fremdsprache absolviert. Als mögliche Ergänzungsfächer kommen Informatik, Kognitive Psychologie, Phonetik und Neuere deutsche Sprachwissenschaften in Frage. Weitere geeignete Fächer können nach Absprache festgelegt werden. Zur Entwicklung von Verständnis für die strukturelle Variatonsbreite menschlicher Sprache in Phonetik, Morphologie, Syntax und Semantik dürfen auch Kurse in einer nicht-indoeuropäischen Sprache (6 CP pro Kurs) belegt werden. In erster Linie werden Chinesisch und Japanisch angeboten, aber auch Koreanisch, Türkisch, Arabisch, ... wären möglich. Jede Anzahl von Fremdsprachkursen und Kursen im Ergänzungsfach kann kombiniert werden, also z.B. 24 + 0, 18 + 6, ..., 0 + 24. Bei Belegung mehrerer Sprachkurse ist zu beachten, dass diese alle zu der gleichen Sprache gehören müssen.

Das sechste Fachsemester ist durch das sogenannte Abschlussmodul (19 CP) geprägt. Dieses besteht aus einer Bachelor-Arbeit mit Seminar. Die Bachelor-Arbeit ist eine Projektarbeit, die unter Anleitung durchgeführt wird und zeigt, dass der/die Studierende in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem Gebiet der Sprachtechnologie und der Computerlinguistik unter Anleitung zu lösen und die Ergebnisse zu dokumentieren.

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