Deutsch als Fremdsprache (Aufbaustudiengang)
Der Aufbaustudiengang Deutsch als Fremdsprache (DaF) umfasst vier Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.
Als Wissenschaftsdisziplin vermittelt das Fach grundlegende wissenschaftliche Fähigkeiten und Kenntnisse der wesentlichen Forschungsergebnisse und Analysemethoden. Diese bleiben aber dem praktischen Ziel untergeordnet, Deutsch als Fremdsprache an Schulen, Hochschulen oder anderen Institutionen der Erwachsenenbildung im In- oder Ausland unterrichten und/oder als kulturelle/r Mittler/in im In- oder Ausland tätig werden zu können. Die Absolvent/inn/en des Faches sollten nach Abschluss ihres Studiums
- sprach- und kulturbedingte Lehr- und Lernprobleme im Zusammenhang des Fachs Deutsch als Fremdsprache erkennen und analysieren können,
- Ziele und Methoden des Faches reflektieren und Curricula entwickeln können,
- die deutsche Sprache und Kultur im Kontakt mit anderen Sprachen und Kulturen und unter der Perspektive ihrer Fremdheit (Außenperspektive) vermitteln können,
- über Kenntnisse in der Landeskunde des deutschen Sprachraums verfügen und diese im In- und Ausland vermitteln können.
Besonders qualifiziert sind Studierende mit einem Abschluss im Fach Deutsch, die darüber hinaus eine Fremdsprache beherrschen, aber auch Studierende mit einem Abschluss in einer der neueren Fremdsprachen. Interessant ist das Studium auch für Lehrende mit Berufserfahrung, die eine Weiterbildung anstreben. Es soll die Befähigung fördern, die deutsche Sprache, Alltagserfahrung und kulturelle Tradition an nicht-muttersprachliche Lehrende, d.h. "fremdkulturelle Lernende", zu vermitteln (interkulturelle Kommunikation).
Nutzbar sind die während dieses Studiums zu erwerbenden Fähigkeiten und Einsichten überall dort, wo Deutsch als Fremdsprache gelehrt und gelernt wird: im In- wie im Ausland, an Universitäten, Schulen, privaten und öffentlichen Institutionen. Die meisten dieser Institutionen verlangen den Nachweis einer entsprechenden Qualifikation, so der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Goethe-Institut. Darüber hinaus sind die Studieninhalte wichtig für Tätigkeiten in Institutionen des internationalen Kulturaustauschs: UNESCO, Europarat, Inter Nationes, etc.
DaF ist auch als ein möglicher Schwerpunkt im Masterstudiengang Germanistik studierbar.
Studienverlauf
Wer den Aufbaustudiengang "Deutsch als Fremdsprache" studieren will, muss in der Regel Kenntnisse der beiden wichtigsten Schulfremdsprachen in Deutschland, d.h. Englisch und Französisch, nachweisen können. Dies geschieht am einfachsten durch Vorlage eines entsprechenden Zeugnisses, z.B. des Abiturzeugnisses, das mindestens ausreichende Leistungen in den beiden genannten Fremdsprachen ausweisen muss. Dabei kann eine der beiden Schulfremdsprachen auch durch Kenntnisse im Lateinischen, d.h. durch das Latinum, oder durch eine andere lebende Fremdsprache, z.B. Russisch, Spanisch oder Italienisch, ersetzt werden. Für Studierende nicht-deutscher Muttersprache gelten Kenntnisse in Deutsch als äquivalent, d.h. sie können eine der beiden Sprachen durch Deutschkenntnisse, nachgewiesen durch die DSH oder eine vergleichbare Prüfung etwa eines Goethe-Instituts, ersetzen.
Der Aufbaustudiengang umfasst in der Regel vier Semester und gliedert sich inhaltlich in verschiedene Themenbereiche:
- Lehr- und Lernprobleme des Deutschen als Fremdsprache
- Linguistik der deutschen Gegenwartssprache
- Deutsche Literatur aus eigener und fremder Perspektive
- Landes- und Kulturkunde der deutschen Sprache
- Situation der deutschen Sprache in der Welt
In jedem der fünf Themenbereiche muss im Laufe des Studiums mindestens ein Seminar (die Unterscheidung in Pro- und Hauptseminare gilt für den Aufbaustudiengang nicht, es können also Pro- oder Hauptseminare sein) besucht und ein benoteter "Schein", d.h. ein Leistungsnachweis erworben werden. Darüber hinaus müssen vier weitere unbenotete Scheine aus jeweils verschiedenen Themenbereichen erworben werden. Es wird empfohlen, im ersten oder zweiten Semester an der regelmäßig im Wintersemester stattfindenden "Einführung in das Studium des Faches Deutsch als Fremdsprache" teilzunehmen und dort einen unbenoteten Schein zu erwerben, der dann für alle Themenbereiche einsetzbar ist.
Darüber hinaus ist der Erwerb einer tätigkeitsbezogenen Teilkompetenz in einer weiteren Fremdsprache obligatorisch.
Seit Inkrafttreten des neuen Zuwanderungsgesetzes gehört auch die Zusatzqualifikation für Lehrkräfte in den obligatorischen Integrationskursen für Ausländer und Spätaussiedler zum Ausbildungsprofil.
Inhaltlicher Bestandteil des Aufbaustudiengangs ist außerdem ein Praktikum von ca. vier Wochen Dauer, das an einer Institution im In- oder Ausland absolviert werden kann, an der Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird.
Bewerbung
Alle Informationen zur Bewerbung (inkl. Bewerbungsformular) finden Sie hier.
Die Studiengebühren betragen zurzeit 500 Euro pro Semester zuzüglich der Sozialbeiträge.
Kontakt
Fachrichtung Germanistik
- Deutsch als Fremdsprache -
Dr. Nadja Wulff
Campus Saarbrücken
Geb. C5 2, Raum 1.03.1
Tel. +49 (0)681 / 302-57551
n.wulff(at)mx.uni-saarland.de
Alles zum Studienfach
Kontakt für allgemeine Anfragen:
Campus Center
Geb. A4 4, EG
Tel.: + 49 (0) 681 / 302-3513
studienberatung(at)uni-saarland.de





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