Mikrotechnologie und Nanostrukturen (Bachelor)

Wer an der Entdeckungsreise in die Mikro- und Nanowelt teilnehmen, wer gerne an der Entwicklung neuer Technologien mitarbeiten und auch lernen möchte, wie man Computer zur Lösung wissenschaftlicher Fragestellungen einsetzt, der sollte das Studium der Mikrotechnologie und Nanostrukturen an der Universität des Saarlandes aufnehmen.

Der interdisziplinäre Studiengang Mikrotechnologie und Nanostrukturen kombiniert Grundlagen der Physik mit den Ingenieurwissenschaften mit dem thematischen Schwerpunkt Miniaturisierung. Dem fächerübergreifenden Systemgedanken wird dabei besondere Bedeutung beigemessen.

Das Studium Mikrotechnologie und Nanostrukturen zielt darauf ab die Fähigkeit zu vermitteln, sowohl theoriegeleitet als auch praxisbezogen zu arbeiten, sowie sich selbstständig in neue Themengebiete einzuarbeiten, komplexe fachliche Tätigkeiten zu leiten und Verantwortung für Arbeitsgruppen zu übernehmen. Weiterhin werden gute Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie effektive Arbeitsorganisation vermittelt.

Das Studium umfasst eine breite Ausbildung in physikalischen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen sowie deren fachspezifischen Erweiterung in Vertiefungsfächern. Davon profitieren vor allem Studierende, die sich zu Beginn ihres Studiums noch nicht darüber im Klaren sind, ob sie eher die klassisch-naturwissenschaftliche oder die klassisch-technische Richtung einschlagen möchten. Zur Vertiefung und praktischen Umsetzung von Lehrinhalten sowie zur Steigerung der sozialen Kompetenz der Studierenden sind verschiedene Praktika vorgesehen. Weiterhin wird die Ausbildung durch fachübergreifende Elemente und allgemeine Wahlfächer, darunter Sprachkurse, wirtschaftswissenschaftliche Module sowie Tutortätigkeit und ein Projektseminar komplettiert.

Die internationale Vergleichbarkeit des Bachelor-Studiengangs Mikrotechnologie und Nanostrukturen erleichtert sowohl das Studium als auch die spätere Berufstätigkeit im internationalen Umfeld. Mit der gewonnenen Vielseitigkeit stehen den Absolventen mehrere Wege offen:

  • Fortsetzung des Studiums der Mikrotechnologie und Nanostrukturen als viersemestriges Masterstudium mit weitergehender Spezialisierung: Im dritten Bachelor-Studienjahr stehen in den Bereichen Mikromechanik, Mikroelektronik und Materialien der Mikroelektronik einerseits und Festkörper- und Nanostrukturphysik andererseits spezielle Angebote zur Vertiefung der interdisziplinären und anwendungsbezogenen fachlichen Arbeit zur Verfügung.
  • Fortsetzung des Studiums in einem anderen Fach: Wegen der breit angelegten Ausbildung sind Bachelor-Absolvent/inn/en der Mikrotechnologie und Nanostrukturen für angrenzende Gebiete wie Physik, Ingenieurwissenschaften mit dem Schwerpunkt Halbleiter und Mikrotechnik sowie andere multidisziplinäre Gebiete sehr gut qualifiziert.
  • Einstieg in die Berufstätigkeit: Für die Studierenden, die den direkten Berufseinstieg nach dem Bachelor-Abschluss wählen, wird im dritten Bachelor-Studienjahr die Möglichkeit zum Erwerb von berufsbefähigenden Qualifikationen betont. Absolvent/inn/en finden ein breites Tätigkeitsfeld in der industriellen Praxis und in Forschungseinrichtungen, bspw. in der Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion oder Qualitätssicherung der einschlägigen Industrie (Halbleitertechnik, Mikro- und Nanotechnik, optische Technologien, Nanobiotechnologien etc.).


Der Bachelor-Studiengang, der nach erfolgreichem Abschluss den akademischen Grad "Bachelor of Science (B.Sc.)" vermittelt, hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern. Zum Studium gehört eine berufspraktische Tätigkeit von insgesamt 8 Wochen Grundpraxis, die möglichst vor Aufnahme des Studiums absolviert werden sollte.

Der Studiengang ist eingebettet in ein ideales Forschungsumfeld, denn die Nano-Bio-Technologie ist einer der Forschungsschwerpunkte der Saar-Universität.

Studienverlauf

Im sechssemestrigen Bachelor-Studiengang Mikrotechnlogie und Nanostrukturen werden Studienleistungen im Umfang von insgesamt 180 CP erbracht.

Im Pflichtbereich, der die physikalischen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen des Studiengangs vermittelt, werden Module aus folgenden Modulkategorien absolviert:

  • Mathematik (25 CP, davon 18 CP benotet)
  • Allgemeine Grundlagen (11 CP, davon mind. 5 CP benotet)
  • Experimentalphysik (37 CP, davon mind. 25 CP benotet)
  • Theoretische Phyik (16 CP, davon mind. 8 CP benotet)
  • Physikalische Praktika (12 CP, unbenotet)
  • Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (30 CP, dvon mind. 20 CP benotet)
  • Ingenieurwissenschaftliche Vertiefung (16 CP, davon mind. 12 CP benotet)
  • Ingenieurwissenschaftliche Praktika (7 CP, unbenotet)


Im Wahlpflichtbereich werden in den Semestern 4, 5 und 6 Leistungen im Umfang von insgesamt 11 CP erzielt. Für diesen Bereich steht ein breites Programm an Veranstalungen der Physik und der Ingenieurwissenschaften bereit. Es können auch Leistungen in Form eines Sprachkurses, durch Kurse zur Kommunikaion der sozialen Kompetenz, zu Betriebswirtschaftslehre oder durch eine Tutortätigkeit eingebracht werden.

Die Bachelor-Arbeit wird reglär im 6. Semester angefertigt und mit 12 CP (benotet) gewertet. Das Bachelor-Seminar geht mit 3 CP (benotet) in die Studienleistungen ein.

Die berufsprktische Tätigkeit in Form der achtwöchigen Grundpraxis gewährleistet einen frühzeitigen Einblick in industrielle Äbläufe. Es wird empfohlen, die Grundpraxis bereits vor Studienbeginn abzuleisten. Informationen zu Umfang und Inhalt der Grundpraxis der berufspaktischen Tätigkeit finden Sie auf dieser Webseite.

Bewerbung

Der Studiengang unterliegt derzeit keinen Zulassungsbeschränkungen. Die Aufnahme des Studiums ist zum Winter- und zum Sommersemester möglich, wobei beim Einstieg zum Sommersemester die Studienfachberater (siehe Kontakt) und die Beratungseinrichtungen zur individuellen Studienplanung kontaktiert werden sollten.

Der Antrag auf Immatrikulation (Einschreibung) ist – ohne vorherige Bewerbung – online zu stellen:

  • für ein Wintersemester von Anfang August bis Ende September
    und
  • für ein Sommersemester von Anfang März bis Ende März.


Die Einreichung der Unterlagen ist per Upload unter der im Immatrikulationsantrag aufgeführten URL vorzunehmen.

Alle Informationen zur Immatrikulation finden Sie unter Einschreibung in Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung und in dem entsprechenden Merkblatt.

Bitte beachten Sie: Für Studieninteressierte mit ausländischer Vorbildung (Hochschulzugangsberechtigung) gelten zum Teil abweichende Regeln – mehr; siehe auch Wegweiser zum Studium.


Aktuelles Studienangebot mit Erläuterungen zum Zulassungsverfahren

Weiterführende Studiengänge


Mikrotechnologie und Nanostrukturen (Master)

Darüber hinaus ist unter bestimmten Bedingungen (z.B. bestimmte Schwerpunktsetzung im Bachelorbereich, Nachholen einzelner Module u.ä.) der Zugang zu weiteren Masterstudiengängen möglich, z.B. Master in Physik, Mechatronik oder Computational Engineering of Technical Systems.

Kontakt


Mikrotechnologie und Nanostrukturen

Prof. Dr. Rainer Birringer
Gebäude D2 2, Raum 1.09
Tel.: 0681 302-5173, -5002
r.birringer(at)mx.uni-saarland.de
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Prof. Dr. Andreas Schütze
Gebäude A4 2
Tel.: 0681 302-2659
schuetze(at)lmt.uni-saarland.de
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Studienkoordinatorin

Dipl.-Kffr. Carine Klap
Gebäude A5 1, Raum 0.03
Tel.: 0681 302-4946
studium.fak7(at)mx.uni-saarland.de

Praktikantenamt

Dr. Ing. Lutwin Klein
Gebäude A5 1, Raum 1.41
Tel.: 0681 302-2941, -2919
praktikantenamt(at)mechatronik.uni-saarland.de
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