Phonetik-Phonologie (Bachelor-Ergänzungsfach)

Die Phonetik und Phonologie als Teilgebiet der Linguistik befassen sich mit der gesprochenen Sprache, haben also die lautlichen Aspekte der sprachlichen Kommunikation zum Gegenstand. Dabei beschäftigt sich die Phonetik auditiv und instrumentell mit konkreten Äußerungen: wie werden Sprachsignale vom Sprecher physiologisch und artikulatorisch erzeugt, wie wird Sprachschall übermittelt und wie werden die akustischen Sprachereignisse vom Hörer wahrgenommen. Auch ist die Produktion und Erkennung gesprochender Sprache durch Computer ein wichtiger Bestandteil des Faches.

 

Die Phonologie hingegen beschäftigt sich mit den abstrakten Aspekten lautsprachlicher Äußerungen: wie lassen sich phonetisch messbare Sprachsignale als linguistische Zeichen eines Sprachsystems bestimmen und was sind die Regeln und Prinzipien für deren Funktionieren in der gesprochenen Sprache.

 

Neben sprachtechnologischen Anwendungen (Sprachsynthese, Spracherkennung, Dialogsysteme) gibt es noch viele andere Anwendungsbereiche der Phonetik und Phonologie, die z.B. in der Lexikografie, in der Sprachtherapie, im Fremdsprachenunterricht und in der forensischen Phonetik liegen.

 

Inhaltlich ist das Fachstudium Phonetik-Phonologie in fünf Teilbereiche gegliedert:

  • Allgemeinphonetische Beschreibung (Kenntnisse von auditiven, artikulatorischen und akustischen Beschreibungsdimensionen)
  • Phonetisch und phonologische Kenntnisse von Einzelsprachen (des Deutschen aber auch anderer Sprachen)
  • Phonologie (verschiedene Ansätze zur Darstellung des Vokal- und Konsonantensystems und der prosodischen Struktur von Sprachen)
  • Instrumentelle und experimentelle Phonetik (physiologische und artikulatorische Aspekte von Stimm- und Sprachproduktion, akustische Phonetik, Sprachwahrnehmung)
  • Anwendungsbereiche (v.a. Sprachtechnologie, klinische Phonetik, Fremdsprachenerwerb)

Für das Ergänzungsfach im Bachelor-Studiengang sind 3 Module (25 Credit Points, CP) zu absolvieren, darunter das Basismodul, in dem die Grundfertigkeiten des analytischen Hörens und der phonetischen Transkription sowie Grundkenntnisse der linguistischen Phonetik und der Phonologie vermittelt und geübt werden. Aus vier Aufbaumodulen können je nach Spezialisierung zwei eher instrumentalphonetisch oder zwei phonologisch ausgerichtete Module gewählt werden.

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