Werkstoffwissenschaft - EEIGM Nancy / Saarbrücken
Gerade heute ist die Lösung von Werkstoffproblemen für den Fortschritt in der Technik von entscheidender Bedeutung. Beispiele sind der Leichtbau in der Fahrzeug- und Flugzeugtechnik, die Verbesserung des Wirkungsgrades von Kraftwerken und anderen Energieanlagen durch Hochtemperaturwerkstoffe, die rasant steigenden Übertragungskapazitäten und -geschwindigkeiten in Datennetzen durch neue Werkstoffe, die Medizintechnik (z. B. Biomaterialien für Implantate), die Verfahrenstechnik (z. B. Meerwasserentsalzung), der Umweltschutz (Abgasreinigung, Filtertechnik) bis hin zu Werkstoffen, die "Empfindungen" haben, aber auch agieren können ("Smart Materials" mit integrierten Sensor-/Aktorfunktionen nach dem Vorbild der Natur).
Dies zeigt, wie stark die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik einerseits mit den Grundlagendisziplinen der Naturwissenschaften (Physik, Chemie), andererseits mit den typischen Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik, Mechatronik) und schließlich auch mit betriebs- und volkswirtschaftlichen sowie allgemeingesellschaftlichen Aspekten verbunden ist (z.B. Fragen der Nachhaltigkeit, der Technikfolgen). Eine wesentliche, in der Bedeutung wachsende Rolle spielen auch Kommunikations-, Präsentations- und Sprachkompetenzen.
Seit 1991 ist die Fachrichtung Werkstoffwissenschaften und Produktionstechnik der Universität des Saarlandes an dem europäischen werkstofftechnischen Studiengang École Européenne d'Ingénieurs en Génie des Matériaux (EEIGM) beteiligt, dessen Abschluss ein deutsch-französisches Doppeldiplom in Werkstofftechnik ist. Die Partneruniversitäten sind: Institut National Polytechnique de Lorraine (INPL) in Nancy (Frankreich), Universitat Polytècnica de Catalunya, Escola Tècnica Superior d'Enginyers Industrials de Barcelona (Katalonien/Spanien) und Luleå Tekniska Universitet (Schweden).
Der Studiengang EEIGM ist ein fünfjähriger Diplomstudiengang. Inhaltlich besitzt er Ähnlichkeiten mit dem Saarbrücker Diplomstudiengang Werkstoffwissenschaft, ist jedoch stärker prozesstechnisch/technologisch orientiert. Es handelt sich – unüblich für eine Grande École – um eine durchgängige fünfjährige Ausbildung, die in Nancy unmittelbar nach dem Abitur jeweils zum Wintersemester begonnen werden kann. Die ersten beiden Jahre, die sonst an einer anderen Ingenieurschule absolviert werden, sind hier also integriert („classes préparatoires integrées“).
Abschlüsse | Diplom-Ingenieur Werkstofftechnik / Diplôme de l´École Européenne d´Ingénieurs en Génie des Matériaux |
Partneruniversitäten | Institut National Polytechnique de Lorraine (INPL) – École Européenne d'Ingénieurs en Génie des Matériaux (EEIGM), Nancy |
Regelstudienzeit | 10 Semester |
Unterrichtssprache | deutsch, französisch |
Studiengebühren |
|





Deutsch
English
Français