Online-Ringvorlesung 2017 - "Reformation und Revolution - Gesellschaftlicher Wandel und seine Übergänge"

Im Rahmen der bundesweiten Online-Ringvorlesung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAGWIWA) in der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudien - DGWF e.V. - wird auch im Sommersemester 2017 eine Ringvorlesung angeboten, diesmal zum Thema "Reformation und Revolution - Gesellschaftlicher Wandel und seine Übergänge".

Das Besondere der Online-Ringvorlesung: Die Vorträge werden jeweils per Videokonferenz von der Heimatuniversität des/der Vortragenden in die Hörsäle aller anderen beteiligten Einrichtungen übertragen. Direkt danach schließt sich eine Frage- und Diskussionsrunde an, an der sich alle Standorte beteiligen können.

 

Folgende Vorträge werden angeboten:

 

Termin: Mittwoch, 19.04.2017, 16:00 Uhr s.t.

Thema: Vom gedruckten zum digitalen Buch - Lesen im Wandel

Ort: Geb. E1 2, Raum -1.12,

(bitte beachten Sie, dass der Eingang zu dem Raum nicht über den Haupteingang des HIZ-Gebäudes sondern über die Tür links an der Seite neben dem Hauptgebäude erfolgt), Lageplan

Lesen ist eine wichtige Kulturtechnik, die uns die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Doch befindet sich das Lesen derzeit in einem tiefgreifenden Umbruchprozess. Der Übergang vom gedruckten zum digitalen Buch verändert die Lesegewohnheiten und damit auch Lesestoffe und Publikationsprozesse in Verlagen.
Nach einem kurzen historischen Rückblick zu Lesen und Lesegewohnheiten im 20. Jahrhundert wird dieser Vortrag die aktuellen Entwicklungen diskutieren und kritisch einordnen.

Referentin: Juniorprofessorin Dr. Corinna Norrick-Rühl, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Termin: Mittwoch, 10.05.2017, 16:00 Uhr s.t.

Thema: Die Revolutionen von 1848/49 und ihre Folgen

(fehlende Raumangaben folgen in Kürze)

In der deutschen Revolution zeigten sich die Folgen verschiedener politisch-sozialer Bewegungen und Entwicklungstendenzen, die größtenteils zu Beginn des 19. Jahrhunderts begonnen hatten. Nach Missernten und der Initialzündung aus Paris kulminierten sie, teils zufällig, teils aus einem inneren Zusammenhang heraus, gleichzeitig im März 1848. Als sich die sozialen und politischen Spannungen entluden, die sich im Vormärz aufgebaut hatten, wurden neue, für moderne Gesellschaften charakteristische Bruchlinien sichtbar, die mit den bis dahin vorherrschenden bürgerlich-liberalen Gesellschaftsentwürfen nicht in Übereinstimmung
zu bringen waren. Deshalb führte die Revolution zu einem folgenreichen Paradigmenwechsel und ist trotz ihres Scheiterns ein sehr lohnender Gegenstand der historischen Forschung.

Referent: Christian Jansen, Universität Trier

 

Termin: Mittwoch, 24.05.2017, 16:00 Uhr s.t.

Thema: Lehren aus der Reformation für Seniorenpolitik

(fehlende Raumangaben folgen in Kürze)

Im Vortrag wird ausgehend von den drei großen zentralen Ausstellungen zur Reformation im Jahre 2017 (Berlin, Wittenberg und Altenburg) allgemein auf die Lehren aus der Reformation für die Gegenwart und mit Bezug auf die Seniorenpolitik und -bildung eingegangen. An der Diskussion nehmen Senioren teil, die am Vortrag und an der Bildungsexkursion zur Spalatin-Ausstellung im Schloss Altenburg teilgenommen haben.

Referent: Prof. Dr. Roland Schöne, TU Chemnitz

 

Termin: Mittwoch, 21.06.2017, 16:00 Uhr s.t.

Thema: Ästhetische Dimensionen revolutionärer Proteste –
Polen und der  Zusammenbruch des sozialistischen Systems

Ort: Geb. E1 2, Raum -1.12,

(bitte beachten Sie, dass der Eingang zu dem Raum nicht über den Haupteingang des HIZ-Gebäudes sondern über die Tür links an der Seite neben dem Hauptgebäude erfolgt), Lageplan

Bei der Untersuchung von Protestaktionen, die gesellschaftlichen Wandel zum Ziel haben, fällt auf, dass diese stets durch unterschiedliche Ästhetisierungsformen begleitet sind. Flugblätter, Transparente, das Singen von Liedern etc. haben, neben ihrer Funktion als Informationsträger, auch ästhetische Bedeutungen.

Am Beispiel der Protestkultur in Polen, die mit der Solidarność-Bewegung in den 1980er Jahren maßgeblich zum Zusammenbruch des „Ostblocks“ beigetragen hat, werden unterschiedliche Ästhetisierungsdimensionen von Protest aufgezeigt, analysiert und auf ihre Wirkmächtigkeit hin untersucht. Dabei wird auch die Frage relevant sein, warum erst mit Solidarność ein Umsturz des Systems gelingen konnte.

Referentin: Dr. Karolina Kempa, Leibniz Universität Hannover

 

Zur Anmeldung gelangen Sie hier auf dem Anmeldeformular des ZelL.

 

Weitere Informationen zu den Vorträgen auf der Hompage der Online-Ringvorlesung.

Plakat zur Online-Ringvorlesung


Flyer zur Online-Ringvorlesung