ERC Advanced Grant 2017

Joachim Weickert, ERC Advanced Grant 2017

Joachim Weickert

Fachrichtungen Mathematik und Informatik

Bilder und Videos nehmen gigantischen Speicherplatz in Beschlag, das weltweit erzeugte Datenvolumen wächst rasant. Um diese Datenmengen platzsparend ablegen zu können, forschen Wissenschaftler an immer besseren Kompressionsverfahren. Einer davon ist Joachim Weickert. Er erhält nun bis zu 2,5 Millionen Euro, um seine Forschungen an einem neuen Kompressionsverfahren voranzutreiben. Sein Verfahren folgt denselben Regeln wie die Ausbreitung von Wärme. "Die abgespeicherten Pixel sind dabei wie kleine 'Klimageräte'. Je heller ein Bildpunkt ist, desto höher ist die eingestellte Temperatur am Klimagerät. So wie sich die Wärme im Raum ausbreitet, so breitet sich die Pixel-Information in die Nachbarschaft aus", erklärt er. So lassen sich, ausgehend von ein paar wenigen abgespeicherten Pixeln, die fehlenden Daten visuell verblüffend gut rekonstruieren.

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ERC Advanced Grant 2016

Holger Hermanns, ERC Advanced Grant 2016, auf einem E-Bike

Holger Hermanns

Fachrichtung Informatik

Ob Smartwatch, Mobiltelefon oder Elektrofahrrad: Immer mehr Mikrocomputer finden sich in technischen Geräten. Sie bilden "eingebettete Systeme", in denen eine Software das Zusammenspiel der Sensoren und Prozessoren sowie die Stromversorgung steuert. Diese Software ist jedoch selten frei von Fehlern, so dass die Geräte nicht immer korrekt funktionieren oder sogar die Sicherheit der Nutzer gefährden. Um diese Probleme grundsätzlich anzugehen, erhält Holger Hermanns den mit 2,4 Millionen Euro dotierten ERC Advanced Grant. Sein Ziel ist es, die eingebettete Software und die entsprechenden Software-Werkzeuge frei verfügbar zu machen, damit künftig Nutzer nicht von der Software des jeweiligen Komponenten­herstellers abhängig sind.

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ERC Advanced Grant 2013

Porträtfoto von Eduard Arzt, ERC Advanced Grant

Eduard Arzt

Leibniz-Institut für Neue Materialien

Der Materialwissenschaftler Eduard Arzt entwickelt dreidimensionale Strukturen und Oberflächen, deren Funktionen sich durch äußere Reize an- und ausschalten lassen. Medizinische Implantate etwa, deren Haftung erst auf Wunsch beginnt, würden die Arbeit von Chirurgen enorm erleichtern. Kontrolliertes Haften und Ablösen – dieses Prinzip ist aus der Natur bekannt: "Geckos können sich dadurch auf glatten, rauen, weichen und harten Untergründen, auf Wänden und sogar kopfüber fortbewegen. Mit dem ERC-Projekt erforschen wir eine neue Generation von künstlichen Gecko-Strukuturen", erklärt Arzt, der für seine Forschungen einen mit rund 2,5 Millionen Euro dotierten ERC Advanced Grant erhält.

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ERC Advanced Grant 2013

Porträtfoto von Roland Speicher, ERC Advanced Grant 2013

Roland Speicher

Fachrichtung Mathematik

Der Mathematiker Roland Speicher ist Spezialist für die so genannte Freie Wahrscheinlichkeitstheorie. Er untersucht die theoretischen mathematischen Grundlagen, die zum Beispiel für moderne Kommunikationsnetze von Bedeutung sind. Dabei widmet er sich der Frage, wie die Übertragung von Informationen in modernen drahtlosen Computernetzwerken funktioniert und wie man sie verbessern kann. Gelingt es, die mathematischen Regeln für diese Art des Kommunikationsaustauschs zu durchschauen, könnten sich daraus die Grundlagen für effizientere Netzwerke ergeben. Für seine Forschungen erhält Speicher den mit 2,2 Millionen Euro dotierten ERC Advanced Grant, einen der prestigeträchtigsten Forschungspreise der Europäischen Union.

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ERC Advanced Grant 2011

Porträtfoto von Andreas Zeller, ERC Advanced Grant 2011

Andreas Zeller

Fachrichtung Informatik

Fehlerfreie Computersysteme, die den Geldverkehr, soziale Netzwerke oder die Flugüberwachung sicherer machen – das ist das Ziel des Informatikers Andreas Zeller. In den vergangenen Jahren hat der Professor für Softwaretechnik intensiv erforscht, wie man Fehler in Computerprogrammen mit mehreren Millionen Codezeilen findet. Um den Entwicklern diese mühsame Handarbeit künftig zu ersparen, will Zeller die Aufgabe dem Rechner übertragen. Oft ist dieses Wissen nämlich über die Jahre verloren gegangen, weil die ursprünglichen Entwickler längst an anderen Projekten arbeiten oder es nie systematisch dokumentiert wurde. Für seine Forschungen für fehlerfreie Computerprogramme erhält Zeller als erster im Bereich der Informatik und Computerwissenschaften den ERC Advanced Grant in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro.

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