4. Auswahlverfahren der Universität (ggf. nach Vorprüfung durch uni-ASSIST - nicht bei Bildungsinländer)

a) Hochschulzugangsberechtigung

Grundsätzlich ist Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums an der Universität des Saarlandes der Besitz der 'Hochschulreife'. Diese wird i.d.R. durch ein Abiturzeugnis nachgewiesen. Aufgrund neuer rechtlicher Regelungen (Qualifikationsverordnung Universität, Amtsblatt 2009, S. 1820)  berechtigt auch die Meisterprüfung sowie der Abschluss weiterer Aufstiegsfortbildungen (mindestens 400 Lehrgangsstunden) nach BBildG oder HWO zum Studium an der Universität des Saarlandes.

In einigen Fällen (z.B. Deutsche mit ausländischem Reifezeugnis) ist zusätzlich eine besondere Bescheinigung über die Anerkennung des Zeugnisses und/oder über die Durchschnittsnote erforderlich; diese Bescheinigung erhalten Sie beim Kultusminister des Bundeslandes, in dem Sie wohnen. Nicht ausreichend ist die Fachhochschulreife.

Eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung berechtigt nach Maßgabe der Verordnung über die Qualifikation für ein Studium an der Universität des Saarlandes vom 07. Februar 1994 (Amtsbl. S. 268), zuletzt geändert am 25. November 2009 (Amtsbl. 2009, S. 1820) zum Studium bestimmter Studiengänge an der Universität. Die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung kann bspw. nachgewiesen werden durch ein Studium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und einen entsprechenden Nachweis über 60 ECTS-Punkte in den laut Studien- und Prüfungsordnung für das erste Studienjahr vorgesehenen Pflicht- und Wahlpflichtfächern. Näheres regelt die genannte Verordnung über die Qualifikation für ein Studium an der Universität des Saarlandes vom 07. Februar 1994 (Amtsbl. S. 268), zuletzt geändert am 25. November 2009 (Amtsbl. 2009, S. 1820). 

Personen, die eine besondere berufliche Qualifikation durch berufliche Ausbildung und Berufstätigkeit erworben und vertieft haben, können eine fachgebundene Studienberechtigung für die staatlichen Hochschulen des Saarlandes erhalten und ein Probestudium absolvieren.

Die Bewilligung für ein Studium ohne Abitur (Probestudium) durch die dafür zuständige Kommission berechtigt zum Studium genau des Studienganges, der in der Bewilligung genannt wurde. Der Zulassungsantrag kann nur auf eine zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits vorliegende Hochschulzugangsberechtigung gestützt werden.

b) Stellt jemand mehrere Zulassungsanträge, wird nur über die beiden letzten, fristgerecht eingegangenen Zulassungsanträge entschieden. Es gilt hier als letzter, fristgerecht eingegangener Antrag derjenige, zu dem die zeitlich letzte Datei per Upload eingereicht wurde. Gehen mehrere Zulassungsanträge einer/eines Bewerber/in/s gleichzeitig ein, werden die Zulassungsanträge, über die zu entscheiden ist, durch Los bestimmt. Auf einem Formular (entspricht einer Bewerbernummer) können zwei Zulassungsanträge für zwei Studiengänge gleichzeitig gestellt werden. Zweitstudienbewerber/innen können nur einen Antrag stellen.

c) Beim Ausfüllen des Zulassungsantrages beachten Sie bei den 'Angaben zum beabsichtigten Studium' bitte folgendes:

Erster Studienwunsch

  • Bei einer Bewerbung für einen Kernbereichs-Bachelor-Studienabschluss ist nur das Hauptfach anzugeben. Bei einem 2-Fach-Bachelor ist das (erweiterte) Hauptfach sowie das Nebenfach anzugeben; sowie ggf. das/der Ergänzungsfach/Optionalbereich. In dem Zulassungsantrag müssen zunächst nur die zulassungsbeschränkten Haupt-/Neben-/Ergänzungsfächer angegeben werden. Bei der späteren Immatrikulation sind dann alle Haupt-/Neben-/Ergänzungsfächer anzugeben (siehe hierzu die Kombinationstabelle für Bachelor-Studiengänge).
  • Bei einer Bewerbung für einen Lehramtsabschluss ist/sind das/die zulassungsbeschränkte(n) Studienfach/-fächer anzugeben, sowie die Schulart (z. B. Lehramt/Sekundarstufe I und II). Eine Zulassung kann nur erfolgen, wenn Sie für alle Lehramtsfächer eines Antrags aufgrund der Grenzwerte zugelassen werden können (Ausnahme siehe Zusatzfragen für Lehramtsbewerbung im Bewerbungsformular).

Die Zulässigkeit von Fächerverbindungen wird bei der Zulassung zum Studium nicht überprüft. Vorschriften zur Fächerwahl sind in den betreffenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen enthalten. Über Ausnahmen entscheiden die zuständigen Prüfungsämter.

Innerhalb des Studienwunsches wird das Auswahlverfahren getrennt für jedes Fach durchgeführt. Allerdings können Sie ein Lehramtsstudium nur dann ordnungsgemäß durchführen, wenn Sie für zwei Lehramtsfächer die Grenzwerte für die Zulassung erreichen. Sofern ein Lehramtsfach an einer anderen Hochschule studiert wird/werden soll (z.B. Bildende Kunst) ist  dies auf dem Zulassungsantrag in einer Notiz zu vermerken und die Zulassung der anderen Hochschule nachzuweisen.

d) Bei der Auswahl werden die Ranglisten in folgender Reihenfolge berücksichtigt:

  1. Auswahl nach einem Dienst aufgrund früheren Zulassungsanspruchs (vorab)
  2. Auswahl für ein Zweitstudium
  3. Auswahl nach Wartezeit
  4. Auswahl nach der Hochschulquote (derzeit nach dem Grad der Qualifikation - Note im Abiturzeugnis)
  5. Auswahl nach Härtegesichtspunkten

Bei der Auswahl der Bewerber/innen nach dem Grad der Qualifikation (Hochschulquote) wird der Rang der Bewerber/innen durch die Durchschnittsnote bestimmt. Weist der/die Bewerber/in die Durchschnittsnote nicht nach, wird sie/er hinter die/den letzte/n Bewerber/in eingeordnet, für die/den eine Durchschnittsnote festgestellt werden kann. 

Bei der Auswahl der Bewerber/innen nach Wartezeit wird die Rangfolge durch die Zahl der Halbjahre seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung bestimmt. Es werden nur volle Halbjahre und höchstens 16 berücksichtigt. Parkstudienzeiten sind keine Wartezeit. Ein Halbjahr läuft vom 01. April bis 30. September oder vom 01. Oktober bis 31. März.

e) Bewerber/innen, die im Hauptverfahren für Ihren Studienwunsch 1 keine Zulassung erhalten, werden durch einen Ablehnungsbescheid informiert. Auch abgelehnte Bewerber/innen können in einem evtl. Nachrückverfahren noch eine Zulassung erhalten.

Sofern Sie auf die Zuweisung eines Studienplatzes im Nachrückverfahren verzichten, wird um eine entsprechende Mitteilung gebeten. Dadurch können andere Bewerber/innen schneller benachrichtigt werden.

Bitte halten Sie die im Zulassungsbescheid angegebene Einschreibfrist unbedingt ein. Einem verspäteten Einschreibantrag kann nicht mehr stattgegeben werden, da dieser Studienplatz dann bereits an einen anderen Bewerber im Nachrückverfahren vergeben ist. 

f) Zur Doppelimmatrikulation siehe hier.