Geschichte der Fachrichtung Evangelische Theologie

Die Geschichte der Fachrichtung Evangelische Theologie an der Universität des Saarlandes beginnt mit dem Jahr 1957, zunächst in Gestalt einzelner Lehrveranstaltungen im Rahmen des damaligen berufspädagogischen Instituts der Universität, dann ab 1963 in Form eines Stiftungslehrstuhls, ab 1968 als "Institut für Evangelische Theologie" und seit 1971 als "Fachrichtung Evangelische Theologie".

Wurde die Lehre zunächst nur durch eine bzw. wenige Personen gewährleistet (anfangs durch Dr. Egon Franz, ab 1963 durch Prof. Dr. Ulrich Mann, der mit den späteren Professores Dr. Alfred Rupp und Dr. Gert Hummel zwei Assistenten zur Seite hatte), stieg die Zahl der Lehrenden ab 1971 auf drei Professuren und eine bzw. ab 1978 – nach Integration der Pädagogischen Hochschule in die Universität – zwei akademische Ratsstellen (langjährig besetzt mit Dr. Sigrid Grossmann und Dr. Wilfrid Rohrbach) an.

Eine der Professuren hatte nach Ulrich Manns Emeritierung Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Kantzenbach inne, später Prof. Dr. Jörg Haustein und seit 2001 Prof. Dr. Michael Hüttenhoff für Historische und Systematische Theologie.

Die zweite Professur wurde mit Gert Hummel besetzt. Ihm folgte – allerdings mit einer deutlich anderen, nämlich religionspädagogischen Fachwidmung – 2001 Prof. Dr. Bernd Schröder. 2011 folgte er einem Ruf an die Theologische Fakultät Göttingen. Seit 2013 ist Prof. Dr. Karlo Meyer als Professor für Religionspädagogik tätig.

Eine dritte Professur wurde zunächst mit Alfred Rupp besetzt. Ihm folgte für kurze Zeit Prof. Dr. Otto Böcher, dann Prof. Dr. Ulrich B. Müller. Nach dessen Emeritierung wurde 2004 Prof. Dr. Wolfgang Kraus als Professor für Neues Testament berufen.

Die drei Professuren und dazugehörige Mitarbeiterstellen bestehen somit seit 1971 bis heute. Die zwei ehemaligen Ratsstellen wurden im Jahr 2002 auf eine reduziert. Diese wird von Jörg Rauber eingenommen.

Literatur

Jörg Rauber, Kleine Geschichte der "Evangelischen Theologie" an der Universität des Saarlandes. Antrittsvorlesungen, Saarbrücken 2002 (Universitätsreden 50).