Studenten und Absolventen der Saar-Uni berichten

Kai Bleif, Translation Science and Technology

"Beim Übersetzen muss man lernen, zwischen den Zeilen zu lesen, denn was Sprache bedeutet, ist vom Kontext abhängig. Man ist eine andere Person – je nachdem, welche Sprache man benutzt. Ich habe mich für Translation Science and Technology entschieden, weil ich mich für Übersetzungswissenschaften interessiere, aber mehr lernen wollte als reines Handwerk. Unter anderem haben wir gelernt, eine Webseite zu programmieren oder Graphiken zu erstellen. Und wir haben viel Zeit bekommen, um mit diesen Dingen zu arbeiten. Es gibt keinen Sprachunterricht, also keine Grammatik oder Vokabeln, sondern es wird nur übersetzt. Das wird dann intensiv besprochen. So qualifiziert man sich nicht nur als Übersetzer, sondern auch als Projektmanager in Übersetzungs­projekten. Beispielsweise, wenn eine Firma ein neues Handbuch erstellt und in 30 weitere Sprachen übersetzen will. Ich bin von dem Studiengang überzeugt – zumal nur rund zehn Studenten in meinem Semester studieren. Die Betreuung ist wirklich super." [mehr...]

Kai Bleif hat an der Saar-Uni einen Bachelor in Philosophie mit Englisch im Nebenfach gemacht. Nach dem Studium zog er zum Spanischlernen nach Ecuador, wo er insgesamt vier Jahre verbrachte: Im ersten halben Jahr lernte er Spanisch, danach unterrichtete er Deutsch. Nun wohnt Kai Bleif wieder in Saarbrücken und studiert den Master "Translation Science and Technology".

Miriam Grether, Historisch orientierte Kulturwissenschaften

"Mein Studium der Historisch orientierten Kulturwissenschaften an der Saar-Uni war sehr vielfältig, man konnte ständig Neues ausprobieren und lernte auch praktische Dinge. Zum Beispiel, wie man eine Pressemitteilung schreibt und einen Hörfunkbeitrag erstellt. Ich war besonders an den Forschungen von Professor Wolfgang Behringer zur Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit interessiert. In meiner Diplomarbeit habe ich mich dann mit dem Kunstraub im Saarland während der Französischen Revolution beschäftigt. Ich fand es besonders spannend, meine historischen und kunsthistorischen Interessen verbinden zu können. Dabei musste ich alte Handschriften entziffern und tief in die Regionalgeschichte des Saarlandes eintauchen. Direkt nach dem Studium hatte ich mich bei der Zeit-Verlagsgruppe für ein sechsmonatiges Praktikum beworben und konnte anschließend ein PR-Volontariat absolvieren. Als Assistentin der Geschäftsführung habe ich viele Reden geschrieben, was mir anfangs durch den komplizierten wissenschaftlichen Jargon, den ich von der Uni gewohnt war, nicht leicht fiel." [mehr...]

Miriam Grether hat an der Saar-Uni Historisch orientierte Kulturwissenschaften studiert. Die 33-Jährige aus Offenburg arbeitet heute in der Unternehmenskommunikation der Verlagsgruppe "Die Zeit" in Hamburg und organisiert dort Veranstaltungen an Hochschulen. Über ein Praktikum und PR-Volontariat konnte sie direkt nach dem Studium bei ihrem Traumverlag einsteigen.

Christoph Kurz, Physik

"Bereits für mein Grundstudium hätte ich mir kaum eine bessere Universität als die Saar-Uni vorstellen können. Der Schwerpunkt in Quantenoptik trifft genau meinen Geschmack. Besonders an kleineren Unis wie im Saarland ist das zahlenmäßige Verhältnis der Professoren und Mitarbeitern zu Studenten ausgezeichnet. Abgesehen vom fachlichen Zusammenspiel habe ich die unkomplizierte Zusammenarbeit sowohl mit Wissenschaftlern als auch mit Mitarbeitern in der Verwaltung schätzen gelernt. Was mich an der Physik fasziniert, ist ihre Allgegenwart. Im täglichen Leben, unserer hochtechnisierten Gesellschaft, aber auch in der Natur erlaubt einem das Verständnis für Physik ein Verständnis für die Welt. Das heißt nicht, dass man in den letzten Jahren der Schule unbedingt der Star des Physikkurses gewesen sein oder Physik überhaupt belegt haben muss. Aber wichtig sind eine natürliche Neugierde auf die Zusammenhänge in Natur und Technik sowie die Fähigkeit zum abstrakten und logischen Denken. Jemand, der diese Voraussetzungen mitbringt, darf sich dann auf ein faszinierendes und erfüllendes Studium mit ausgezeichneten Chancen auf dem Arbeitsmarkt freuen. Eine Karriere als Wissenschaftler bietet dabei enormen Freiraum und Entfaltungsmöglichkeiten, die in der Industrie kaum zu finden sind. Aber auch viele etablierte Hightech-Unternehmen bieten Physikern sehr gute Arbeitsbedingungen." [mehr...]

Christoph Kurz studierte in Saarbrücken und München Physik und promovierte an der Saar-Uni. Anschließend entschied er sich, weiter in der Forschung tätig zu sein. Mit einem renommierten Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung forscht er derzeit in den USA an der Seite des Physik-Nobelpreisträgers David Wineland an der Verbesserung der Untersuchung von Molekülen mittels Licht.

Maximilian Altmeyer, Medieninformatik

"Am Gymnasium konnte ich in der Mittelstufe Informatik als Hauptfach belegen. Dort habe ich plötzlich verstanden, wofür man komplizierte Rechenverfahren und logisches Denken braucht. Von da an hat mir auch die Mathematik viel Spaß gemacht, was jetzt im Studium von Vorteil ist. Nur Webseiten zu programmieren, reichte mir aber nicht aus. Der Studiengang Medieninformatik ist interdisziplinär ausgelegt. Man lernt nicht nur die Grundlagen der Informationstechnologie kennen, sondern beschäftigt sich auch mit Kommunikationsdesign und psychologischen Aspekten der digitalen Medien. Die Nähe zur kreativen Szene hat zum Ruf der Medieninformatik beigetragen, sie sei viel leichter als ein reines Informatikstudium. Das ist aber ein großer Irrtum. Viele denken beim Thema Medien nur an Journalismus und glauben, dass sie in der Medieninformatik ein bisschen Photoshop und Webdesign lernen. Damit unterschätzten sie die Herausforderungen dieses Uni-Studiums." [mehr...]

Maximilian Altmeyer hat sein Interesse für die Informatik während seiner Gymnasialzeit entdeckt. Noch während der Schulzeit gründete er eine Firma für Webdesign, mit der er sein Studium finanziert. Derzeit schreibt er an seiner Masterarbeit, in der es um eine Art digitales Haushaltsbuch geht. Anschließend wird er mit dem Masterstudium der Medieninformatik an der Saar-Uni beginnen.

Katharina Gassewitz, Deutsch-Französische Studien. Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation

Katharina Gassewitz

"Nach meinem Bachelor war ich auf der Suche nach einem Studiengang, der speziell auf grenzüberschreitende, interkulturelle Tätigkeiten ausgerichtet ist. Ein trinationales Studium war und ist für mich eine sehr gute Möglichkeit, die akademischen und beruflichen Welten von (mindestens) drei Ländern kennen zu lernen und mich diesbezüglich fachlich, interkulturell und sprachlich zu bilden. Wir haben beispielsweise in dem Studienjahr in Metz oft in binationalen Tandems oder in multinationalen Gruppen gearbeitet, was die persönlichen interkulturellen Kompetenzen im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens nochmals zusätzlich gefördert hat. An Saarbrücken schätze ich die Lage. Als Studentin in meinem Studiengang ist es praktisch, sich schnell, einfach und oft günstig an die Partneruniversitäten in der Großregion begeben zu können. Außerdem bin ich sehr zufrieden mit der Betreuung und der Arbeitsatmosphäre in meinem Studiengang. Die Dozenten stehen bei Fragen stets zur Verfügung und begleiten uns gut durch das Studium." [mehr...]

Nach einem sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Bachelor in den Fächern Anglistik/Amerikanistik und Romanistik schrieb sich Katharina Gassewitz in den Masterstudiengang "Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation" an der Saar-Uni ein. Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie zwei Praktika in Kamerun, wo sie derzeit auch ihre Masterarbeit schreibt.