Schülerlabore

Im Labor experimentieren und dabei Wissenschaft hautnah erleben – das können Kinder und Jugendliche in den Schülerexperimentierlaboren der Universität des Saarlandes. In den professionell ausgestatteten Laboren erhalten sie Einblicke in moderne Forschungstechniken und können unter Anleitung von erfahrenen Betreuern ihre eigenen Lösungswege entwickeln.

Acht Schülerlabore der Universität des Saarlandes haben sich mit weiteren Laboren in der Region zum Schülerlaborverbund SaarLab zusammengeschlossen. Weitere Informationen finden Sie im Flyer Schülerlabore an der Universität des Saarlandes.

Die Schülerlabore der Saar-Uni im Überblick

Im Centrum für Nanoanalytik können Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe gemeinsam mit Lehrern und Wissenschaftlern Experimente im Bereich der Nanotechnologie durchführen. Hierzu gehören Versuche, die wichtige Materialeigenschaften erläutern, Verfahren der Schichtherstellung vermitteln oder die Funktionsweise moderner Bauelemente erklären.

Im Schülerlabor EnerTec lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Technologien kennen, mit denen erneuerbare Energien umgewandelt und genutzt werden können. In Kleingruppen setzen sich die Jugendlichen mit der Übertragung, Umwandlung, Speicherung und Abgabe von Energie auseinander und lernen, gewonnene Sensorwerte zu analysieren.

In diesem Schülerlabor können Jugendliche Versuche zu verschiedenen Themengebieten der Experimentalphysik durchführen. Die Themen werden gemeinsam mit dem Physiklehrer ausgewählt und orientieren sich am Lehrplan für das Fach Physik. Dabei sind Experimente mit optischen Geräten, zur Lichtbeugung, zu Schwingungen, Verbrennungsmotoren oder Umweltfragen möglich.

Sie würden gerne mit Ihren Grundschülern experimentieren, wissen aber nicht wie? Im Schülerlabor Gofex können sich Kinder im Alter von fünf bis neun Jahren gemeinsam mit ihren Lehrern einen experimentellen Zugang zu physikalischen und anderen naturwissenschaftlichen Phänomenen erarbeiten. Experimentiert wird dabei mit Alltagsgegenständen oder auch mit dem eigenen Klassenzimmer.

Im Schülerlabor KoMM-X nehmen Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe an einem Praktikum zur Molekularbiologie an der Medizinischen Fakultät in Homburg teil. Dabei können die Jugendlichen beispielsweise Nukleinsäuren aus Früchten extrahieren, die Erbsubstanz mit speziellen Methoden vervielfältigen oder Proteine mithilfe der Gelelektrophorese trennen.

In diesem Schülerlabor können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 zum Genforscher werden und gemeinsam mit den Wissenschaftlern gentechnische Versuche mit molekularbiologischen Methoden durchführen. Dabei erfahren sie beispielsweise, wie man Erbsubstanz (DNA) erkennt, was ein genetischer Fingerabdruck ist oder wie man Gene in Bakterien einschleust.

Das NanoBioLab ist ein Schülerlabor im Fach Chemie. Hier können Schüler der Klassenstufen 4 bis 12 ohne vorgefertigte Versuchsanleitungen durch eigenständiges Experimentieren mit den bereitgestellten Geräten und Chemikalien Aufgaben lösen. Ein in erster Linie an Schüler mit Migrationshintergrund gerichtetes Teilprojekt des NanoBioLab befasst sich speziell mit Fragen zur Nachhaltigkeit.

Wie können haarfeine Drähte Roboterhände zum Leben erwecken? Wie funktionieren künstliche Muskeln, und welche Ideen verwirklichen Ingenieure damit? Diese Fragen werden in einem neuen Schüler-Angebot beantwortet. Schülerinnen und Schüler ab Klasse 11 können hier einen mit Formgedächtnisdrähten betriebenen Mini-Roboterarm bauen und so programmieren, dass er präzise kleine Aufträge ausführt.

Bei diesem ganztägigen Workshop können Schülerinnen und Schüler der Oberstufe selbst einen Lego-Roboter programmieren und ihm das Laufen und Sprechen beibringen. Nebenbei werfen sie einen Blick hinter die Kulissen der Saarbrücker Informatikforschung. Das Angebot findet in den Schulferien und an jedem ersten Freitag im Monat statt.

Robustere Handys, verträglichere Zahnfüllungen, energiesparende Autos – dies sind nur einige wenige Anwendungsbeispiele der Materialwissenschaft. Im Schülerlabor können die Jugendlichen selbst Materialien herstellen, optimieren und unter dem Mikroskop untersuchen. Das Angebot reicht vom Schnupperpraktikum über Projektwochen bis hin zur wöchentlichen Arbeitsgruppe.

Im Schüler-Umweltlabor der Fachrichtung Geographie führen Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 chemische und physikalische Analysen durch, um die Eigenschaften von Böden und Gewässern zu bestimmen. Dabei werden unter anderem der Humusgehalt, der Kalkgehalt, der pH-Wert oder der Nährstoffgehalt gemessen.

Das Schülerlabor SinnTec eröffnet Schülerinnen und Schülern ab Klassenstufe 7 den Zugang zu moderner Technik. Dies geschieht am Beispiel der "technischen Sinnesorgane", der Sensoren. In vielen Alltagsgegenständen werden heute Sensoren eingesetzt, ohne dass es uns bewusst ist. Hier erfahren die Jugendlichen, wie Sensoren funktionieren.