Gastdozentur "Grenzüberschreitende Arbeitswelten" im Sommersemester 2016

Mit dem Thema "Grenzüberschreitende Arbeitswelten/Mondes du travail transfrontaliers" wurde für 2016 ein erstes Schwerpunktthema gewählt, das an die am Frankreichzentrum bereits geleistete praktische und forschungsorientierte Arbeit zum Thema "Arbeitswelt Frankreich und Großregion" anknüpfte. Das Frankreichzentrum leistete dadurch einen Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Chancen und Hindernisse des grenzüberschreitenden Arbeitsmarkts und damit zu einem Thema, das im Rahmen der saarländischen Frankreichstrategie und der lothringischen Deutschlandstrategie immer mehr an Relevanz für die regionale Entwicklung gewinnt.

Der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt in der Großregion Saar–Lor–Lux–Rheinland-Pfalz–Wallonie stellt sowohl für die saarländische „Frankreichstrategie“ als auch für die lothringische „Deutschlandstrategie“ eines der wichtigsten Handlungsfelder dar. Politik und Wirtschaft erhoffen sich von einer Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Arbeitsmarkt einen Beitrag zur Bewältigung struktureller und demografischer Herausforderungen, die auf die Großregion in den nächsten Jahren zukommen. Um diesen Herausforderungen angemessen zu begegnen, ist eine vertiefte Kenntnis der unterschiedlichen Teilarbeitsmärkte und ihrer Dynamiken, der jeweiligen nationalen und lokalen Gegebenheiten und der Chancen und Schwierigkeiten grenzüberschreitenden Arbeitens erforderlich.

Daher richteten die Universität des Saarlandes und die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes im Sommersemester 2016 eine französische Gastdozentur zum Thema „Grenzüberschreitende Arbeitswelten“ ein. Mit Lehrveranstaltungen, öffentlichen Vorträgen und Diskussionsrunden sowie der Vorbereitung eines wissenschaftlichen Kolloquiums für das Jahr 2017 wurde das Lehrangebot der saarländischen Hochschulen erweitert, der Austausch mit der Öffentlichkeit intensiviert und der Grundstein für eine engere Forschungszusammenarbeit in der Großregion gelegt.

Als Gastdozent konnte der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Rachid Belkacem von der Universität Lothringen gewonnen werden, ein anerkannter französischer Experte für den Arbeitsmarkt in der Großregion.

Die Lehrveranstaltungen sind für Studierende der HTW Saar und der Universität des Saarlandes sowie für Gasthörer geöffnet und können in insgesamt 11 Studiengängen in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Soziale Arbeit, Romanistik/Interkulturelle Kommunikation, Geographie, Kulturwissenschaften und im Bachelor Optionalbereich/Europaicum der UdS eingebracht werden.

Im Rahmen der Gastdozentur wurden im Sommersemester folgende Lehrveranstaltungen angeboten:

Marché du travail transfrontalier: Luxembourg, Lorraine, Sarre (Fachkolloquium)

Economie et société dans la France contemporaine: évolutions, défis et perspectives (Proseminar)

L’intégration des immigrés dans le marché du travail de la Grande Région: Challenges pour l’inclusion sociale (Proseminar)

Marché du travail transfrontalier: Luxembourg, Lorraine, Sarre (Hauptseminar)

 

In Zusammenarbeit mit der Universität Lothringen, der Universität der Großregion, den Lehrstühlen für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation (Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink) und Kulturgeographie (Prof. Dr. H. Peter Dörrenbächer) sowie der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt der Universität des Saarlandes, dem Deutsch-Französischen Hochschulinstitut der HTW Saar (Leiter: Prof. Dr. Thomas Bousonville) und der Fakultät für Sozialwissenschaften (Dekan und Professur für sozialwissenschaftliche Grundlagen, Sozialpolitik und Evaluation an der HTW Saar Prof. Dr. Dieter Filsinger).

 

Gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

 

Information und Kontakt:

Sandra Duhem

Geschäftsführerin

Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes

Tel. +49 (0) 681 302 2399

s.duhem@mx.uni-saarland.de

 

Pia Erb, M. A.

HTW des Saarlandes/DFHI

Tel. +49 (0) 681 5867 294

pia.erb(at)htwsaar.de