Wie helfen Smartphone, Tablet, Whiteboard und Co. Schülern dabei, den Lernstoff besser zu verstehen? Wie setzen Lehrer neue Technologien sinnvoll im Unterricht ein? Wie nutzen Unternehmen die digitalen Medien, um erfolgreich Mitarbeiter zu schulen? Um solche Fragen geht es im Masterstudiengang "Educational Technology". An der Schnittstelle zwischen Computer- und Bildungswissenschaften vermittelt das Studium wichtige Kenntnisse aus Pädagogik, Psychologie und Informatik.

Kinder wachsen heute in einer digitalen Welt auf. Für sie gehören neue Technologien selbstverständlich dazu, sie nutzen sie intuitiv. Berührungsängste kennen sie nicht. Wie aber gehen sie richtig und vernünftig mit diesen Werkzeugen um, und wie nutzen sie diese bestmöglich? Wie sieht gelungene Software aus, die Schüler nicht nur mit Information füttert, sondern die sie optimal beim Lernen unterstützt?

"Wir analysieren Lernprozesse und ergründen, wie diese genau ablaufen, was sie fördert oder eher stört, wie Lernumgebungen idealerweise gestaltet sind. Und wir erforschen, wie wir das Lernen mit Technologie unterstützen können, zum Beispiel mit sozialen Medien wie Facebook oder mit iPads. Unseren Studenten vermitteln wir eine konstruktiv-kritische Perspektive auf Bildungstechnologien", erklärt Armin Weinberger, Professor für Bildungstechnologie und Wissensmanagement an der Saar-Uni.

Im Studium sind sehr viele praktische Übungen vorgesehen, in denen Studentinnen und Studenten Lernumgebungen gestalten und evaluieren, programmieren lernen und dabei selbst Bildungstechnologien entwickeln. "Technisch ist vieles möglich, aber nicht alles Machbare ist auch sinnvoll. Deswegen behandeln wir in Forschung und Lehre, wie Akzeptanz und Wirkung von Bildungstechnologien auf der Grundlage pädagogischer und psychologischer Kenntnisse gestaltet werden können", erläutert Professor Weinberger.

Schwerpunkte des Studienganges sind Computer- und Bildungswissenschaften. Es geht um soziale Medien und Netzwerke, Online-Werkzeuge und Online-Wissensressourcen, Multimedia-Nachrichten, Simulationen und Mikrowelten, Lernspiele und mobiles Lernen mit Multi-Touch-Geräten wie Smartphones. Im Wahlbereich können Studenten weitere Fächer belegen und sich mit eigenen Schwerpunkten spezialisieren, etwa in künstlicher Intelligenz oder Mensch-Maschine-Interaktion.