Regelmäßiger Sport, seine Entwicklung und seine Facetten

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Im Rahmen der Wellness-Bewegung achten Menschen weltweit mehr auf die Umwelt, ihr Essen und ihre Kleidung. Und ganz sicher hat sich unsere Beziehung zu unserem Körper verändert. Dabei spielt der Sport eine eminent wichtige Rolle. Wie hat sich diese Bedeutung entwickelt? Welche Facetten regelmäßigen Sports nutzen die Bundesbürger heutzutage?

 

Entwicklung des Sports in Deutschland

 

Hatten in früheren Jahrhunderten noch weite Teile der Bevölkerung keine Zeit, in der Freizeit einem Sport zu frönen, da sie auf Feldern oder im Handwerk schufteten, änderte sich dies grundlegend im 19. Jahrhundert. Sportvereine wie 1860 München wurden bereits in diesem Jahrhundert gegründet. Das Bewusstsein um die sportliche Ertüchtigung wuchs hierzulande, allerdings waren viele Vereine im 19. Jahrhundert politisch motiviert. Die ersehnte Einheit Deutschlands drückt sich in Namen wie Concordia (Eintracht) oder Germania aus.

 

Mit der zunehmenden Industrialisierung, die Deutschland nach anderen Nationen wie England vollzog, wurden auch immer Werksvereine gegründet. Diese haben sich auch teilweise bis heute erhalten, ein Beispiel ist Bayer Leverkusen. Neue Erfindungen wie das Fahrrad oder die Einführung neuer Spiele wie Volleyball, Handball und Basketball, welche alle zwischen 1890 und 1900 erfunden wurden, erlangten schnell Popularität. In Deutschland war jedoch die Zugehörigkeit zu einem Verein immer noch lange Zeit politisch motiviert. Sportliche Ertüchtigung wurde jedoch auch von den Nazis missbraucht.

 

Der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1954 machte König Fußball in der Bundesrepublik so populär, dass der DFB heute einer der mitgliederstärksten Sportverbände der Welt ist. Seit den 1970er Jahren ist die eingangs geschilderte Entwicklung der Wellness-Bewegung mit vielen Ausprägungen zu beobachten. Jogging und später Walking traten auf den Plan. Idole wie Arnold Schwarzenegger oder Jean-Claude van Damme begeisterten insbesondere junge Männer auch vom Kraftsport.

 

Auch die Medien und die insgesamt positive Entwicklung der Olympiaden mit immer mehr genehmigten, faszinierenden Sportarten trugen zur Sportbegeisterung wesentlich bei. Man kann letztendlich feststellen, dass sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sportliche Betätigung in Deutschland zu einer Alltagsbeschäftigung entwickelt hat. Die Menschen haben gelernt, mehr auf ihren Körper zu achten und finden für ihre sportliche Betätigung viele Hilfsmittel und Informationen, was alles leichter macht.

 

Warum ist Sport gesund?

 

Um zu ergründen, warum Sport für uns Menschen gesund ist, muss man sogar noch viel weiter zurückblicken. In Urzeiten war es für uns wichtig, zu fliehen oder zu kämpfen, aber auch, keinerlei Energien zu verschwenden. Daher ist Bewegung für unsere Gesundheit zuträglich: Sie schützt uns vor vielen chronischen Erkrankungen und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers.

 

Bedrohliche chronische Leiden wie Diabetes mellitus, Krebs oder Artiosklerose werden dadurch verhindert. Dies hat zunächst einmal gar nichts mit dem Gewicht oder dem Aussehen zu tun – diese Kategorien wurden erst von uns „modernen“ Menschen eingeführt. Wir legen beispielsweise Fettspeicher an. Diese dienten in den erwähnten Urzeiten dazu, in Notzeiten Energiereserven mobilisieren zu können. Doch der Fettspeicher muss durch Bewegung geleert werden – ansonsten werden verschiedene Botenstoffe im Körper ausgeschüttet, die entzündungsfördernd wirken.

 

Hingegen hat körperliche Betätigung konkrete physische Auswirkungen, die unserer Gesundheit dienlich sind. Insulin wird beispielsweise nur benötigt, wenn wir nicht in Bewegung sind. Dies erhöht den Blutzuckerspiegel und beansprucht die Bauchspeicheldrüse – treiben wir Sport, ist dies nicht notwendig! Auch der Kreislauf spielt eine sehr wichtige Rolle. Lagern sich an den Wänden der Blutgefäße Blutfette ab, können Schlaganfälle oder gar Herzinfarkte die Folge sein, da die Blutversorgung nicht mehr gewährleistet ist. Ein gefährliches Blutfett, das durch Bewegung abnimmt ist das schädliche LDL-Cholesterin.

 

Neben den körperlichen Vorteilen ist Sport auch gut für die Psyche und die Seele. In unserer heutigen Zeit prasseln viele Reize auf uns ein, was Stress erzeugt. Dieser ist in einer globalisierten Arbeitswelt, aber auch privat bei vielen Menschen leider selbstverständlich. Wir finden aber beim Sport Entspannung, da die elektrische Aktivität im Frontalkortex herabgesetzt wird. Dazu sollte man sich körperlich verausgaben. Letztendlich werden auch Hormone ausgeschüttet, die uns für die Aktivität „belohnen“. So kommt es, dass wir uns danach wohlfühlen.

 

Grundsätzliche Einteilungen des Trainings

 

Jeder sollte grundsätzlich zunächst beim Sport darauf achten, was ihm selbst gefällt. Ansonsten wird die Motivation zu regelmäßiger Betätigung schnell zum Erliegen kommen. Man trennt sportliches Training in Ausdauertraining, das Herz und Kreislauf stärkt, was unter Cardiotraining zusammengefasst wird und in Krafttraining, das zum Aufbau von Muskelpartien verwendet wird. Am besten ist jedoch eine Mischung aus beiden, die zudem mit einer gesunden Lebensweise und einer zielorientierten Ernährung kombiniert wird. Dann kann man auch dem Traum von einem ausdefinierten Körper und umfassender Fitness nahekommen.

 

Spezialisierte Webshops im Internet wie Cardiofitness.de oder Fitnessstudios aller Art bieten Geräte und Trainingspläne, welche beide Arten des Trainings umfassen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass viele Ausdauersportarten wie

 

  • Schwimmen,
  • Boxen,
  • Laufen oder
  • Walking

 

bereits das Cardiotraining unterstützen. Allerdings kann man dies auch mit Ergometern, Steppern, Rudergeräten oder vielen anderen Maschinen erreichen. Krafttraining kann auch mit bestimmten Übungen durchgeführt werden. Dazu zählen beispielsweise Liegestützen und Crunches oder Sit-Ups. Aber es gibt auch Allzweckmaschinen, die mehrere Muskelpartien trainieren oder auf bestimmte Bereiche spezialisierte Geräte, beispielsweise für Bizeps-Curls.

 

Neue Trends: Freeletics, HIT-Training

 

Freeletics ist ein Sportkonzept, für das man kaum oder kein Equipment benötigt, außer zuweilen eine Klimmzugstange, eine Strecke zum Laufen oder eine Wand. Workouts, Exercises und Runs sind die drei in Frage kommenden Disziplinen. Die moderne Trainingsschule kann heutzutage durch die Verfügbarkeit von Apps jeder mitmachen. Die Entwicklung des Körpers soll laut der Homepage freeletics.com durch regelmäßig geschossene Fotos dokumentiert werden.

 

HIT steht für High Intensity Training. Die Übungen sollen dabei kurz, intensiv und nicht häufig ausgeführt werden. Hierbei ist anzumerken, dass dieses Trainingskonzept für Kraftsport und Bodybuilding angewendet wird und dass die Trainingseinheiten sehr fordernd sein können, aber auch eine lange Erholungszeit nach sich ziehen sollten. So kann jeder sich heutzutage sein Trainingskonzept selbst zusammenstellen.