Netzwerken für Studenten: per Mausklick ins Berufsleben?

Es ist ratsam, bereits im Studium Kontakte in die Berufswelt zu knüpfen, denn das verschafft für den eigenen Karrierestart eine bessere Ausgangsposition. Die Universität des Saarlandes unterstützt über das Career Center Studierende ebenfalls bei der optimalen Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Doch es ist empfehlenswert, sich zusätzliche Knotenpunkte im persönlichen Netzwerk aufzubauen. Welche Netzwerke für Studenten als Unterstützung dienen können, ist Thema dieses Beitrags.
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Länderübergreifende Netzwerke versprechen gute Karrierechancen.

Online oder offline? Grundsätzliches zum Netzwerken

Die Netzwerke alter Schule funktionierten fast ausschließlich über Mundpropaganda und persönliche Empfehlungen. Wer mit einer warmen Türklinke in das Vorstandsbüro einer großen Firma eintrat, hatte gute Chancen auf einen Job. Das ist heute längst nicht mehr so - obgleich persönliche Empfehlungen immer noch eine sehr große Rolle spielen, denn gerade bei vertrauensvollen und verantwortungsvollen Positionen spielt die Persönlichkeit eines Bewerbers eine übergeordnet große Rolle. Doch bevor es zum persönlichen Kontakt kommt, müssen sich Studenten überhaupt erst einmal präsentieren. Einige gute Möglichkeiten sind dabei 

o Webportale,

o Messen, 

o Interne/externe Veranstaltungen von Unternehmen in Kooperation mit Hochschulen sowie

o nationale und internationale Studentenverbindungen,

o studentische Organisationen

XING und Linkedin: Sprungbrett oder Präsentationsplattform?

Die beiden Netzwerkplattformen XING und Linkedin sind eine bekannte Möglichkeit, um sich zu präsentieren. Allerdings reicht es nicht, nur ein aussagekräftiges Profil online zu stellen. Engagement ist hier Pflicht, denn sonst geschieht relativ wenig. Das Gründen einer Gruppe, die Übernahme von Moderatoren-Aufgaben und das Anschreiben von Mitgliedern der Plattformen helfen dabei, in Kontakt zu kommen und in Kommunikation zu treten.

Doch ein echtes Netzwerk mit wertigen Kontakten wird sich alleine darüber nicht entwickeln. Es ist unerlässlich, sich persönlich bekanntzumachen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Personen zu kontaktieren, die aktiv auf der Plattform Beiträge posten. Über den Austausch der Kontaktdaten lassen sich persönliche Gespräche realisieren. Geht es dabei um Informationen, die für viele Gruppenmitglieder von Interesse sind, sind Telefonkonferenzen ein zweckdienliches Mittel, um den Kontakt von der virtuellen Welt in die reale Welt zu verlagern. Über www.telefonkonferenz.de lassen sich kostengünstig nationale und internationale Verbindungen herstellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, so dass der Dienstleister jederzeit und ohne Umstände nutzbar ist.

Uni-Netzwerke: effektive Kontaktbörsen

Nicht jeder hat eine gute Meinung über Studentenverbindungen, sie werden auch öffentlich gelegentlich kontrovers diskutiert. Dennoch sind sie effektiv dazu geeignet, ein engmaschiges Netzwerk zu knüpfen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Mitglieder der Verbindung sich auf das manchmal sehr spezielle Verbindungsleben einlassen. Gelegentlich werden ungewöhnliche Aufnahmerituale praktiziert, manche Studentenverbindungen fallen durch extrem konservatives Gedankengut auf. Doch Vorsicht, Studenten, die eine Verbindung ausschließlich als Kontaktbörse betrachten, werden schnell an die Grenzen der Möglichkeiten stoßen. Persönliches Engagement ist hier ebenfalls gefragt. Wer sich als aktives und wertvolles Mitglied erweist, der wird leichter an Vorstellungsgespräche und Praktikumsstellen kommen. Allerdings nützen studentische Verbindungen auch nichts, wenn die persönlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse nicht den Anforderungen der Stelle genügen.


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Die großen Universitäten habe sie alle: Studentenverbindungen

Online Studentenorganisationen als Basis fürs Netzwerken

Wer auf Online-Karrierenetzwerke setzen möchte, der ist mit Studentenorganisationen wie 

o AIESEC

o Enactus

o EL SA 

o AEGEE

gut beraten. Der Einstieg ist einfach. Per Mitgliedschaft in einer Onlinecommunity eröffnen sich Zugriffe auf Auslandspraktika, Partnerorganisationen und lokale Einrichtungen in vielen Ländern.

AISEC

Die Studentenorganisation hat 100.000 Mitglieder und über 1 Millionen Alumni. Sie arbeitet mit 8000 Partnerorganisationen zusammen und ist in 124 Ländern zu finden.

Enactus

Enactus verfügt über knapp 71.000 Mitglieder und 450 Partnerorganisationen. Die Organisation beschäftigt sich mit gemeinnützigen Projekten in 36 Ländern und unterstützt unternehmerische Aktivitäten. Infos sind auf www.enactus.de zu finden.

EL SA

Diese Organisation ist Jurastudenten vorbehalten. Sie umfasst 40.000 Mitglieder und ist an 300 Universitäten in 42 Ländern vertreten.

AEGEE

AEGEE ist interdisziplinär ausgerichtet. Rund 13.000 Mitglieder in 40 europäischen Ländern zählt diese Studentenorganisation.

Begabtenförderungsnetzwerke

Finanziell und organisatorisch unterstützt werden Studenten mittels der Begabtenförderungswerke. Sie veranstalten Sommerakademien, Bildungsseminare und auch Kontaktbörsen. Außerdem helfen sie ihren Stipendiaten in finanzieller Hinsicht. Vernetzungsmöglichkeiten existieren auf mehreren Ebenen. Welche das sind, hängt von dem Netzwerk ab. 

o Das größte Begabtenförderungswerk in Deutschland ist die Studienstiftung des deutschen Volkes, die über 13.000 Stipendiaten und 55.000 Alumni zählt. 

o Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist, ganz wie es der Name vermuten lässt, CDU-nah und verfügt über gut 3.500 Stipendiaten und knapp 9.000 Alumni.

o Die Friedrich-Ebert-Stiftung steht der SPD nahe und hat 2.700 Stipendiaten und 20.000 Alumni.

o Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft zählt zwar nur 1.700 Stipendiaten, hat aber ein Netzwerk von 100 Partnerunternehmen und 3.300 Alumni. Unter www.sdw.org können sich Interessierte informieren.

Neben den genannten Begabtenförderungsnetzwerken gibt es viele weitere Studienstiftungen und Organisationen mit kirchlichen oder parteilichen Wurzeln. Eine einfache Anmeldung reicht hier genauso wenig, wie bei den studentischen Verbindungen. Es geht um persönliches Engagement und Profilierung innerhalb der Stiftung. 

Fazit: Online kontaktieren und agieren

Netzwerken beginnt im Zeitalter von Internet, Smartphone & Co. immer öfter online. Doch unterm Strich ist es nach wie vor wichtig, von den virtuellen Kontakten in die reale Welt zu wechseln. Durch persönliches Engagement ergeben sich belastbare Kontakte, die später im Berufsleben eine Stütze sein können.