Sieben Tipps, wie man die Hausarbeit doch noch fertig bekommt

Fast jeder Student kennt es oder wird es einmal kennenlernen: Der Abgabetermin einer Hausarbeit steht ins Haus und man bekommt das Ding einfach nicht fertig, aus welchen Gründen auch immer. Jetzt kann man entweder verzweifeln, sich Hilfe durch Kommilitonen oder gewerbliche Dienstleister holen, oder aber sich zusammenreißen und diese sieben Tipps beherzigen.

1. Schluss mit Aufschieberitis

Das ständige Aufschieben wichtiger Aufgaben, die sogenannte Prokrastination, ist ein weit verbreitetes Phänomen unter Studenten. Vor allem bei Hausarbeiten ertappen sich viele immer wieder dabei, sich abzulenken oder weniger wichtige Tätigkeiten vorzuziehen. Die eigentlich viel bedeutendere Seminararbeit bleibt dabei auf der Strecke. Es gibt aber eine Reihe von Tipps gegen das Aufschiebe Verhalten. Wer sich endlich dransetzt und eben nicht mehr ablenken lässt, hat das Schlimmste schon geschafft.

2. Literaturrecherche beenden

Wenn es sich bei der zu beendenden Arbeit nicht gerade um eine Masterthesis oder gar Doktorarbeit handelt, dann wird der Umfang der Literatur von den meisten Studenten überschätzt. Dabei verlangt niemand, bei einer Hausarbeit alles Wichtige gelesen zu haben. Viele Stunden in der Bibliothek sind überflüssig und fehlen dann hintenheraus beim Schreiben. Viel entscheidender als der Lektüreumfang ist doch, welche Informationen und Rückschlüsse man daraus zieht, denn das ist die eigentliche wissenschaftliche Arbeit dabei.

3. Den Status Quo sortieren

Hat man die Bibliothek hinter sich gelassen, warten in der Regel viele verstreute Blätter Papier oder Word-Dateien darauf, sortiert und systematisiert zu werden. Tatsächlich ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen und notfalls rigoros zusammenzukürzen und wegzulassen. Manche Seiten sind nur für die Fußnote da, andere als ergänzende Zitate, wieder andere stehen im Zentrum der Arbeit. Wer weiß, welche Stichpunkte und Notizen welchen Stellenwert haben, spart sich im Schreibfluss viele Unterbrechungen.

4. Endlich losschreiben

Im Idealfall liegen nun drei oder vier Stapel auf dem Schreibtisch, die darauf warten, in eine fertige Hausarbeit transformiert zu werden. Wichtig ist nun, einfach loszulegen und nicht bei jedem Kapitel und jeder Zeile auf Perfektion zu warten. Es ist nur eine Hausarbeit, nicht das Grundgesetz. Normalerweise steckt man so tief im Stoff, dass man die ganze Arbeit im Prinzip hintereinander weg niederschreiben könnte. Die meisten unterbrechen sich selbst aber durch dauerndes Nachgucken und Abgleichen.

5. Nicht auf die Seiten- oder Wortzahl gucken

Je nach Studienrichtung und Studienfach gibt es unterschiedliche formale Anforderungen an eine Hausarbeit. Das schließt leider heutzutage oft auch eine konkrete Seitenzahl mit ein. Die meisten Dozenten würden aber niemals eine gute Hausarbeit abwerten, nur weil ein paar Seiten fehlen oder zu viel sind. Natürlich sollte man es nicht unter- oder übertreiben mit den Abweichungen, aber sich sklavisch an solche technokratischen Vorgaben zu halten, erscheint unwichtiger als der Fokus auf einen guten Inhalt.

6. Einleitung und Schluss zuletzt

Wenn der Korpus der Arbeit steht, schreiben sich Einleitung und Schluss fast von allein. Der Schluss ist schließlich kaum mehr als die Zusammenfassung des Hauptteils mit der Essenz des Forschungsstandes oder dem Ergebnis der gemachten Untersuchung. Die Einleitung hingegen ist oft auch nicht mehr als eine Zusammenfassung, nur als Absichtserklärung. Außerdem sind Einleitung und Schluss eine gute Möglichkeit, den Gesamtumfang zu skalieren und gegebenenfalls eine konkrete Seitenvorgabe doch noch einzuhalten.

7. Knicken, lochen, abheften… und abgeben

Die Arbeit ist fertig geschrieben, müsste aber nochmal Korrektur gelesen und überarbeitet werden und nochmal kritisch überprüft und und und? Stop! Das Ding muss fertig werden. Einmal drüber lesen und ganz auffällige Fehler ausmerzen ist ok, aber wenn die Zeit drängt, dann muss eine nicht ganz perfekte Hausarbeit ausreichen. Die meisten Dozenten echauffieren sich eher nicht über Grammatikfehler und verzeihen auch inhaltliche Fauxpas. Es ist schließlich eine Hausarbeit eines Studierenden, also eines Lernenden. Wenn die Arbeit perfekt wäre, hätte derjenige sie quasi gar nicht schreiben müssen.

Urheber: Pixabay.com