Europa-Vorträge

Prof. Dr. Nikolaus Jaspert (Ruhr-Universität Bochum)
Die Grenze Europas? Der Mitteleerraum im Mittelalter

Ort: Gebäude B 3 1, Hörsaal I
Zeit: Mittwoch, 05. Dezember, 18 Uhr c. t

Prof. Jasert ist einanerkannter und internationa vernetzter Experte auf dem Gebiet der Mittelmeerforschung und Leiter des Zentrums für Mittelmeerstudien in Bochum. Sein persönlcher Forschungsschwerpunkt ist die Iberische Halbinsel sowie interkulturelle Beziehungen im mittelalterlichen Mediterraneum.
Der Mittelmeerraum kann als trennendes oder als verbindendes Element verstanden werden. Die Mittelmeeranrainer stehen in ständigem Kontakt und es ist kein Zu­fall, dass das letzte antike Weltreich das Mittelmeer als Zentrum hatte. Die verbin­­dende und einheitsstiftende Wirkung, welche vom Imperium Romanum ausging, ist noch bis in un­sere Gegenwart zu spüren und begründet das gemeinsame kul­turelle Erbe Euro­pas.

 

Prof. Dr. Egon Flaig (Rostock)
Sklaverei und Abolition. Zu einer weltgeschichtlichen Bsonderheit Europas.

Ort: Gebäude B 3 1, Hörsaal I
Zeit: Mittwoch, 23. Mai 2012, 18 Uhr c. t

Prof. Flaig, Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der 
Universität Rostock und ausgewiesener Kenner der Ideengeschichte der 
Antike, wird in seinem Vortrag zeigen, welche gesellschaftliche und 
politische Leistung darin liegt, dass die in Antike und Neuzeit über 
Jahrhunderte praktizierte und als naturgegeben gerechtfertigte 
Sklaverei schließlich abgeschafft wurde. Zugleich machen die vielen 
Formen unfreien Lebens in unserer Gegenwart deutlich, dass die 
Sklaverei immer noch eine Gefahr darstellt, auf die moderne 
Gesellschaften reagieren müssen, wenn sie ihre freiheitlichen 
Verfassungen erhalten wollen.

 

Prof. Dr. Rudolf Schlögl (Universität Konstanz)
Alter Glaube und moderne Welt. Die Umgestaltung des europäischen Christentums am Beginn der Moderne 1750-1850

Zeit: Mittwoch, 25. Januar 2012, 18 Uhr c.t.
Ort: Campus, Geb. B3 1, Hörsaal I

Die Religion der Gesellschaft war von dem sozialen und politischen Umbruch, der sich zwischen 1750 und 1850 in Europa ereignete, in fundamentaler Weise betroffen. Die Einrichtungen des Christentums mussten an das Recht moderner, marktgesteuerter Eigentümerordnungen angepasst und die Kulturen seiner Frömmigkeit auf eine Gesellschaft eigensinniger Individuen umgestellt werden. Die Folge war nicht einfach Säkularisierung, schon weil Politik und Gesellschaft das Christentum einer umfassenden konservativ-fundamentalistischen Versuchung aussetzten, um mit seiner Hilfe Heilmittel gegen die Zumutungen der Moderne zu finden. Diese Konstellation verlangte nach einem neuen Begriff von Religion. Er wurde gefunden, indem man die Frage nach ihren Anfängen und ihrer Funktion in der Menschheitsgeschichte stellte. Das führte allerdings auch Theologen zu dem Schluss, dass das Christentum ein historisches, mithin vergängliches Phänomen sein könnte. Der Vortrag diskutiert diese Zusammenhänge mit Bezug auf das Konzept der Säkularisierung.

 

Prof. em. Dr. Georges-Henri Soutou (Université Paris-Sorbonne)
Europa als Wille und Vorstellung

Zeit: Mittwoch, 29.07.2011, 18 Uhr c.t. 
Ort: Campus, Geb. B3 1, Hörsaal I

 

Prof. Dr. Christian Meier (München)
Griechen und Europa - Die große Herausforderung der Freiheit im 5. Jahrhundert vor Christu

Zeit: Mittwoch, 20.01.2010, 18 Uhr c.t. 
Ort: Campus, Geb. B3 , Hörsaal I

 

Dr. Alexander Koller (DHI Rom)
Die Ursprünge der modernen Diplomatie - Italien und die internationalen Beziehungen in der Frühen Neuzeit

Zeit: Donnerstag, 25.06.2008, 18 Uhr s.t.
Ort: Campus, Geb. B3 1, Hörsaal I Campus, Geb. B3 1, Hörsaal I

 

Prof. Dr. Pierre Monnet (Deutsch-Französische Hochschule)
Das Projekt einer europäischen Föderation im späten Mittelalter
Zeit: Mittwoch, 19.11.2008, 16 Uhr c.t.
Ort: Campus, Geb. A3 3, Aula

 

Prof. Dr. Dean Bell
(Jewish History, Spertus Institute of Jewish Studies, Chicago) 
The Jews in Early Modern Germany: Traditional Themes and New Interpretations
Zeit: Dienstag, 27.05.2008, 18 Uhr c.t.
Ort: Campus, Geb. B3 1, Hörsaal I
The Jews in early modern Germany have frequently been portrayed as a small minority suffering persecution and political and religious marginalization. They have often been seen as isolated from their Christian neighbors and religiously stagnant. While recent scholarship has confirmed that the German Jewish settlements were often small and thinly dispersed throughout the early modern period, the Jewry that has emerged in the past two decades is remarkably more complex than traditionally presented. Early modern German Jewry was one of the largest bodies of Jews in Europe and its broad dispersion throughout urban and rural regions defies easy categorization. Early modern Jewish identity was rich and complex, and Jews produced important religious works and thought and experienced important cultural developments. What is more, the relations that early modern German Jews had with both non-Jews and non-German Jews were not one-way nor simply subordinate in nature. Join Dr. Dean Bell, Dean and Professor of Jewish History at the Spertus Institute of Jewish Studies in Chicago, who will discuss how traditional themes and new historical interpretations may help us to (re)fashion a history of Jews in early modern Germany.

 

Prof. Dr. Michael McCormick
(Harvard University)
Karl der Große und die Vulkane. Naturwissenschaften, Klimageschichte und Frühmittelalterforschung
Zeit: Mittwoch, 11.06.2008, 18 Uhr c.t.
Ort: Campus, Geb. B3 1, Hörsaal I

 

Prof. Dr. Olivier Faron
La culture des deux guerres (mit deutscher Zusammenfassung)   
Zeit: Mittwoch, 6.2.2008, 16.00-18.00 Uhr 
Ort: Geb. C7 4, Hörsaal 1.17 
In Kooperation des Lehrstuhls für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation mit dem Historischen Institut und dem Deutsch-Französischen Diskurs des Frankreichzentrums. Prof. Olivier Faron forscht und lehrt breit in der vergleichenden Stadt-, Kultur- und Religionsgeschichte Italiens, Frankreichs Deutschlands und Großbritanniens. In seinem Vortrag wird er eine vergleichende Kulturgeschichte der beiden Weltkriege mit einem Schwerpunkt in der Geschichte der Jugend entwerfen. 

 

Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix   
Deutschland und Frankreich in Europa. Erfahrungen beim Schreiben einer Deutsch-Französischen Geschichte (1963-2003) 
Zeit: Donnerstag, 7.2.2008, 16.00-18.00 Uhr 
Ort: Geb. B3 1, Hörsaal I 
In Kooperation des Historischen Instituts mit dem Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation und dem Deutsch-Französischen Diskurs des Frankreichzentrums. Frau Prof. Miard-Delacroix schreibt derzeit den letzten Band der Deutsch-Französischen Geschichte des Deutschen Historischen Instituts Paris und stellt diese Arbeit in ihren europäischen Zusammenhang. Sie ist Historikerin und Germanistin und verbindet die beiden methodischen Ansätze in ihren Publikationen. In den französisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen nimmt sie eine zentrale Position ein. 

 

Prof. Dr. Herwig Wolfram (Wien)  
Origo - oder wo und wie kommt die Herkunft her? 
Zeit: Mittwoch, 24.10.2007, 18.00-20.00 Uhr 
Ort: Geb. B3 1, Hörsaal I 

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Hartmut Kaelble (Berlin)  
Die Geschichtsschreibung zu Europa im 20. Jahrhundert. Leistungen und Lücken 
Zeit: Dienstag, 26.06.2007, 16.00-18.00 Uhr 
Ort: Geb. B3 1, Hörsaal I