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Die Organisationen des Kompetenzzentrum Molelulare Medizin
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Während in den zurückliegenden Jahrzehnten, unterstützt durch die Sequenzierung ganzer Genome, die Funktion einzelner Proteine auf molekularer Ebene aufgeschlüsselt wurde, ist die integrative Funktion dieser Proteine noch weitgehend unverstanden. Ein lang angelegtes Verbundprojekt wie ein Sonderforschungsbereich bietet einen optimalen Rahmen, um graduell ein solches Verständnis zu erlangen. Um zu interpretierbaren und belastbaren Ergebnissen auf systemischer Ebene zu gelangen, ist es allerdings nach wie vor von größter Wichtigkeit, die elementaren Grundlagen der Ca2+-Signalgebung zu untersuchen und zu verstehen. Die Projekte des seit Januar 2011 bestehenden Sonderforschungsbereiches SFB 894 (Kalzium-Signale: Molekulare Mechanismen und Integrative Funktionen) unterteilen sich in den Bereich A "Von Molekularen Mechanismen zur Integrativen Funktion" und den Bereich P "Plattformprojekte". Daneben sind die Projekte in
themenbezogene Blöcke, z.B. Immunologie oder synaptische Transmission, angeordnet. Damit deckt der SFB 894 das gesamte Spektrum an Ca2+-Signalen von Elementarmechanismen bis zur Körperfunktion ab.
http://sfb894.uni-saarland.de/SFB894/Home.html
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Fehlfunktionen von Membranproteinen können zu schweren Erkrankungen des Menschen führen und Aktivitätsänderungen dieser Proteine haben oft dramatische Auswirkungen auf Entwicklungs- und Anpassungsprozesse tierischer und pflanzlicher Zellen. Im Rahmen des Deutsch/Kanadischen Graduiertenkollegs IRTG 1830 "Rolle komplexer Membranproteine bei der zellulären Entwicklung und der Entstehung von Krankheiten", das seit Juni 2012 gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und vom National Sciences and Engineering Council of Canada (NSERC) gefördert wird, werden ausgewählte Membranproteine, deren Targeting und Translokation, Mechanismen der Proteinfaltung sowie ihre Rolle in Entwicklungsprozessen und bei bestimmten Krankheiten untersucht. Das Programm vereint renommierte WissenschaftlerInnen der biologischen Fakultät der TU Kaiserslautern, der medizinischen und biowissenschaftlichen Fakultäten der UdS und der Fakultät
für Medizin und Zahnmedizin der Universität Alberta in Edmonton (Kanada). Das Graduiertenkolleg bietet einen einzigartigen Zugang zu ausgewählten Modellsystemen (humane Zellkulturen, Maus, Hefe und Arabidopsis) und eine breite Palette anspruchsvoller experimenteller Ansätze, was ein hervorragendes Umfeld für die Doktorandenausbildung schafft und die AbsolventInnen optimal für Führungspositionen in Wissenschaft, Forschungsinstituten und der Industrie qualifiziert.
http://irtg1830.com
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Das DFG-Graduiertenkolleg GRK 845 "Molekulare, physiologische und pharmakologische Analyse von zellulärem Membrantransport" wurde im April 2003 als Kooperationsprojekt der Universität des Saarlandes und der Technischen Universität Kaiserslautern gegründet. Die beteiligten Arbeitsgruppen (Physiologie, Pflanzenphysiologie, Tierphysiologie, Allgemeine Zoologie, Experimentelle und Klinische Pharmakologie, Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, Proteinfunktion/Proteomics, Angewandte Molekularbiologie, Strukturbiologie) untersuchen die Einbindung von zumeist hydrophoben und experimentell schwer zugänglichen Membranproteinen in die physiologische Leistung verschiedener Organismen sowie ihre Regulation. Außerdem werden Wechselwirkungen von Membranproteinen auf zellulärer Ebene, ihre Struktur, Reifung und Assemblierung zu funktionellen Komplexen analysiert. Ein integriertes
Studienprogramm sieht neben der Vermittlung von Konzepten und Theorien auch praktische Lehrangebote, wie z. B. physiologische, biochemische, strukturbiologische und zellbiologische Laborpraktika für die beteiligten Promotionsstudenten vor.
http://www.uni-kl.de/membrantransport
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Das im April 2006 an der Universität des Saarlandes eingerichtete Graduiertenkolleg GRK 1326 "Calcium-Signaling and Cellular Nanodomains" beschäftigt sich mit der funktionellen Analyse von Ca2+-transportierenden Proteinstrukturen und intrazellulärem Membrantransport sowie mit Ca2+-regulierten Prozessen in der intra- und interzellulären Kommunikation. Die DFG fördert in diesem Verbund 12 Forschungsprojekte an der Medizinischen Fakultät in Homburg. Die beteiligten Arbeitsgruppen kommen aus den Fachrichtungen Physiologie, Allgemeine und Klinische Pharmakologie, Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, Experimentelle Pharmakologie, Molekulare Zellbiologie, Molekulare Pharmakologie, Strukturbiologie und Anatomie/Zellbiologie. In einem speziell auf das Forschungsprogramm abgestimmten Studienprogramm wird der wissenschaftliche Nachwuchs
besonders gefördert.
http://www.uniklinikum-saarland.de/en/forschung/gk-calcium
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Seit Juli 2007 fördert die DFG am Klinikum der Universität des Saarlandes die neue Klinische Forschergruppe KFO 196 mit dem Titel "Signaltransduktion bei adaptiven und maladaptiven kardialen Remodeling-Prozessen". Der Verbund besteht aus 6 Forschungsprojekten der medizinischen Fakultät in Homburg und einem Zentralprojekt unter Beteiligung der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin), dem Institut für Molekulare Zellbiologie und dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie. Chronische Herzinsuffizienz ist ein ständig wachsendes Gesundheitsproblem mit hoher Sterblichkeit in industrialisierten Ländern und stellt die häufigste Krankenhausdiagnose bei älteren Menschen dar. Trotzdem sind die Mechanismen dieser Krankheit bislang nicht ausreichend geklärt und therapeutische Möglichkeiten begrenzt. Die neue Klinische Forschergruppe untersucht nun die molekularen
Hintergründe von gesunden und krankhaften Umbauprozessen im Herzmuskel. Die KFO 196 unterstützt auch die wissenschaftliche Profilbildung an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes und verbessert die Ausbildungsbedingungen der Nachwuchsforscherinnen und -forscher.
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Research Unit 967 "Funktionen und Mechanismen von Liganden des ribosomalen Tunnelausgangs" Seit Januar 2008 wird an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes in Homburg eine neue Forschergruppe mit dem Titel "Funktionen und Mechanismen von Liganden des ribosomalen Tunnelausgangs" von der DFG gefördert (FOR 967). Bei dem Forschungsverbund auf dem Fachgebiet der Biochemie handelt es sich um eine ortsverteilte Forschergruppe mit Projekten an den Universitäten in Freiburg, Göttingen, Heidelberg, Homburg, Kaiserslautern, München, Osnabrück und am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Damit Proteine ihre speziellen Funktionen ausüben können, müssen sie nach ihrer Synthese an den Ribosomen korrekt gefaltet und zu ihren Wirkorten transportiert werden. Dies wird in allen Organismen durch bestimmte Faktoren, die an die Ribosomen binden,
gewährleistet. Falsch gefaltete bzw. fehlgeleitete Proteine stehen im Zusammenhang mit einer ganzen Reihe von Erkrankungen des Menschen, beispielsweise der polyzystischen Lebererkrankung oder der Wolf-Hirschhorn-Erkrankung. Die neue Forschergruppe wird in enger Zusammenarbeit der verschiedenen Teilprojekte an den unterschiedlichen Standorten die molekularen Wirkungsweisen der Ribosomen-assoziierten Faktoren mit modernsten und innovativen Methoden untersuchen, um die zentralen Prinzipien der Proteinfaltung und des Proteintransports aufzuklären. Die neue Forschergruppe an der UdS unterstützt die wissenschaftliche Profilbildung an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes und verbessert die Ausbildungsbedingungen der Nachwuchsforscherinnen und -forscher.
http://www.uni-saarland.de/fak2/for967
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Das Verbundprojekt "Infektionsbiologie und Epidemiologie von Staphylococci und staphylococcalen Erkrankungen in Afrika" wird im Rahmen eines speziellen Deutsch-Afrikanischen Kooperationsprojekt zu infektiösen Erkrankungen von der DFG gefördert (PAK 296). Vier Gruppen aus Afrika südlich der Sahara und fünf Gruppen aus Deutschland konzentrieren sich dabei auf ein Register von staphylococcalen Krankheiten, auf die Isolierung und Charakterisierung klinischer Isolate mit fortschrittlichen Methoden zur Typisierung und zur Expression von Virulenzfaktoren sowie auf die GLP-konforme langfristige Handhabung der Isolate und auf den wissenschaftlichen Datenbank-Austausch. Die gewonnenen Informationen werden es erlauben, die Biologie von S. aureus mit Krankheitsverläufen zu assoziieren und sie werden zukünftig eine Basis für rationale und vielfältige Interventionen einschließlich Diagnostik, Therapie und
Präventivmaßnahmen, die den Ressourcen und Anforderungen der Region Afrikas angepasst sind, bilden. Darüber hinaus wird der wissenschaftliche Austausch und das Workshop-Programm sowie die Erfassung von Fällen und die Charakterisierung von Isolaten auf der Grundlage gemeinsamer Kriterien und Techniken die Bekämpfung dieses Erregers in den afrikanischen Ländern und in Deutschland fördern.
http://www.african-german-staph.net/
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Ehemalige Forschungsverbünde
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Der 1999 an der Universität des Saarlandes gegründete und von der DFG für 12 Jahre geförderte Sonderforschungsbereich SFB 530 umfasste zwei Projektbereiche sowie einen Servicebereich. Im ersten Projektbereich beschäftigten sich sechs Arbeitsgruppen der Fachrichtungen Pharmakologie, Physiologie, Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät in Homburg und eine zoologische Abteilung der TU Kaiserslautern mit "Plasmamembran-vermittelten Signalen". Der zweite Projektbereich, der sich mit der Kommunikation zwischen Zellkompartimenten beschäftigte, wurde von acht Arbeitsgruppen der Fachrichtungen Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, Anatomie und Zellbiologie, Physiologie, Biophysik und Strukturbiologie der Medizinischen Fakultät in Homburg bearbeitet. Zum Servicebereich gehörten eine Arbeitsgruppe aus dem Institut für Medizinische
Biochemie und Molekularbiologie sowie die Geschäftsführung des Sonderforschungsbereiches.
Bilanz nach zwölf Jahren (Pressemitteilung)
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Innerhalb der klinischen Forschergruppe 129, die von der DFG an der Universität Frankfurt und der Universität des Saarlandes gefördert wird, werden in 8 Teilprojekten Mechanismen der Resistenzentwicklung und Optimierung antiviraler Strategien bei der Hepatitis C Virusinfektion unter Einbeziehung integrativer Modelle der Biomathematik und Bioinformatik untersucht. Das gemeinsame Ziel der beteiligten Forscher aus den Fachrichtungen Klinische Medizin, Biomathematik, Bioinformatik, Strukturbiologie, Immunologie, Virologie und Pharmazeutische Chemie besteht darin, neue Behandlungsformen der entzündlichen Lebererkrankung, die durch das Hepatitis C Virus (HCV) verursacht wird, zu entwickeln. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des KFO 129 liegt in der Zusammenarbeit von Klinikern und Grundlagenwissenschaftlern bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
http://www.kgu...
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Das nach 10-jähriger DFG-Förderung abgeschlossene Graduiertenkolleg GRK 377 "Zelluläre Regulation und Wachstum" bestand bis Anfang 2008 an der Universität des Saarlandes. In diesem Verbund beschäftigten sich insgesamt 15 Arbeitsgruppen der Medizinischen Fakultät in Homburg (Physiologie, Virologie, Pharmakologie, Anatomie, Zellbiologie, Biophysik, Humangenetik, Medizinische Biochemie und Molekularbiologie) mit Regulatormolekülen zellulären oder viralen Ursprungs oder zellulären Signalen wie Ca2+-Ionen, die zentrale Funktionen der Zelle steuern. Über die Analyse der Einzelfunktionen hinaus wollten die Forscher übergeordnete Zusammenhänge verstehen, die zur Regulation der Genexpression, der Sekretion, der Zellteilung, zum Überleben oder zum Tod einer Zelle führen. Das Forschungsprogramm wurde von einem kollegspezifischen Studienprogramm begleitet, das Promotionsstudenten parallel zur
Forschungstätigkeit eine umfangreiche Zusatzausbildung ermöglichte.
Bericht 1998 - 2007
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