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Inv. Nr. 13

Attische weißgrundige Lekythos des Triglyphenmalers

Lit.: K. Braun, Katalog der Antikensammlung des Instituts für Klassische Archäologie der Universität des Saarlandes (1998) Nr. 40.

Datierung: um 410 v. Chr.

Die 46,2 cm hohe weißgrundige Lekythos steht am Ende einer Entwicklung dieser schlanken einhenkligen Gefäßen mit enger Mündung, die als Salbgefäße dem Toten in oder ans Grab gegeben wurden. Dargestellt sind visionäre Begegnungsszenen am Grab von trauernden Angehörigen und ihrer Verstorbenen. Hier ist der junge Mann rechts für die weite Reise ins Jenseits mit Reisehut, kurzen Chiton, Mantel und Stiefeln gerüstet und tritt an die mit Bändern geschmückte Grabstele heran. Die gegenüber auf einem Grabhügel sitzende junge Frau, in Chiton mit Mantel über den Knien, hält ihm einen Korb entgegen, in dem möglicherweise die Bänder zur Schmückung der Grabstele waren. Die Malweise, von der Technik der Umrißzeichnung kommend, ist mit verdünntem Glanzton hier bereits sehr pastos aufgelockert, zugleich aber auch mit einer gewissen manierierten Kantigkeit dargestellt, die J. D. Beazley als "overbown style" charakterisiert.