Fakultät 3

Philosophische Fakultät I

 

            Geschichts- und Kulturwissenschaften

 
 

 

 

 

 

Kurzporträt der Fakultät

 

Gliederung - Studium - Forschungsschwerpunkte - Forschungsberichte - Veröffentlichungen

 

 

 

 Gliederung

 

Gliederung

Das intellektuelle Profil einer Philosophischen Fakultät wird einerseits durch die wissenschaftliche Qualität der Leistungen ihrer Mitglieder in Forschung und Lehre, andererseits durch die differenzierte Vielfalt der in ihr angesiedelten Disziplinen bestimmt: je weiter der Horizont im Angebot an Fächern, desto zahlreicher die Möglichkeiten zu flexibler und kreativer Gestaltung der Forschung durch Zusam-
menarbeit über Fachgrenzen hinweg sowie der Lehre bzw. des Studiums durch neue Fächerverbindungen. - In der Philosophischen Fakultät I sind folgende Fächer zusammengeführt:

yellow01_next.gif Philosophie (3.1) (Praktische Philosophie, Theoretische Philosophie,
    Philosophie des Geistes)

green02_next.gif Evangelische Theologie (3.2) (Biblische Theologie, Historische und Syste-
    matische Theologie, Religionspädagogik)

green02_next.gif Katholische Theologie (3.3) (Praktische Theologie und Sozialethik, Syste-
    matische Theologie, Historische Theologie)

green02_next.gif Geschichte (3.4) (Mittelalter, Frühe Neuzeit, Neuere und Neueste Geschichte,
    Wirtschaftsgeschichte, Kultur- und Mediengeschichte, Landesgeschichte)

green02_next.gif Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft und Indoiranistik(3.5)
green02_next.gif Klassische Philologie (3.6) (Gräzistik, Latinistik)
green02_next.gif Vor- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie (3.7).
Alte Geschichte (3.8) (griechische und römische Antike)
Klassische Archäologie (3.8)
Kunstgeschichte (3.9) (Architektur, Malerei, Graphik, Kunsthandwerk, Kunst
    des Saarlandes)

Musikwissenschaft (3.10) (mit Schulmusik)
Kunsterziehung (3.11)

Grundlegend für die Arbeit aller Fächer ist die Einsicht, daß die vom historischen Gedächtnis geprägte Erarbeitung von Reflexions- und Orientierungswissen um der geistigen Identität Europas willen angesichts der Globalisierung und Virtualisierung für Gegenwart und Zukunft ein zunehmendes Maß an Bedeutung gewonnen hat. Ihren Auftrag, diese besondere, von einem Produktions- und Anwendungswissen ver-
schiedene Form des Wissens bereitzustellen, verstehen die Fächer selbst als Teil eines historischen Vermächtnisses. Sie wissen sich der emanzipatorischen Erkenntnis aus der Zeit der Aufklärung verpflichtet, daß unsere Gesellschaft ihre Normen nicht mehr unreflektiert aus der Autorität überkommener Traditionen und Institutionen ableiten kann, sondern sie, nach kritischer Prüfung des Vergangenen in Konfrontation mit den Erfordernissen des Gegenwärtigen und Künftigen, immer aufs neue begründen oder eigenverantwortlich neu schaffen muß.
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Studium

Studium

Zu den Grundvoraussetzungen eines geschichts- und kulturwissenschaftlichen Studiums gehören, außer der nachgewiesenen Studierfähigkeit, solide Kenntnisse in mindestens zwei modernen Fremdsprachen und für die meisten Fächer auch des Lateinischen (und z. T. des Griechischen). Lehre und Studium dienen, auf dem neuesten Stand der Forschung und unter Nutzung aller Möglichkeiten der elektro-
nischen Dateinverarbeitung, der Vermittlung bzw. Aneignung wissenschaftlicher Erkenntnis und Erkenntnismethoden sowie einer fundierten Fachkompetenz in den verschiedenartigen Studiengängen mit ihren unterschiedlichen Formen des Studienabschlusses. Das Lehramtsstudium, unterstützt durch ein neues Zentrum für Lehrerbildung, führt auf das Staatsexamen mit in der Regel zwei Fächern zu (Philosophie, Evangelische und Katholische Theologie, Klassische Philologie, Geschichte, Musikwissenschaft, Kunsterziehung). Demgegenüber will der dem Staatsexamen in etwa entsprechende Magisterabschluß als Universitätsexamen (Magister Artium, M. A.) durch die Kombination von einem Hauptfach und zwei Nebenfächern einerseits ganz bewußt einen deutlichen fachwissenschaftlichen Akzent setzen, andererseits die wünschenswerte Weite des geistigen Horizonts erzielen und so den Absolventen die Chance eröffnen, in einschlägigen Berufen des Kulturwesens einen angemessenen Platz zu finden (die genannten Fächer, außerdem Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie als Nebenfach, Vergleichende Indoger-
manische Sprachwissenschaft, Alte Geschichte, Kunstgeschichte). Nach wie vor bildet, mit erhöhten Leistungsanforderungen, die Promotion einen wichtigen Studienabschluß (Dr. phil.), der auf der Basis eines fachwissenschaftlich vertieften Bildungsgangs und der erfolgreichen Bearbeitung einer komplexen wissenschaftlichen Problemstellung in der Dissertation dem Promovierten die Möglichkeit bietet, entweder außerhalb der Universität einen seiner Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz anzustreben oder die unerläßliche Fachkompetenz bis zu einer Habilitation auszubauen und weiterhin in Forschung und Lehre tätig zu sein. Erst kürzlich wurde zudem probeweise für vorerst fünf Jahre ein Diplomstudiengang
Historisch orientierte Kulturwissenschaften eingerichtet (Dipl. Kulturwiss.).

In allen Studiengängen bilden sich Absolventen heran, die für das an der Universität Gelernte und Erarbeitete Muliplikatoren werden. Sie sollen, auch unter systemati-
schem Einsatz der Neuen Medien, in einer immer komplexer werdenden Welt das not-
wendige Orientierungswissen vermitteln, sei es an der Universität oder an den Schulen als Lehrer, sei es als Mitarbeiter in kulturellen oder politischen Einrichtungen aller Art (Bildungsinstitutionen, Museen, Verlage, Printmedien, Kulturmanagement, Film und Fernsehen, Parteien etc.).
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Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

Eine zentrale Aufgabe der Geistes- und Kulturwissenschaften sind Konstituierung und Bewahrung des historischen Gedächtnisses und die Erarbeitung von Orientierungs-
wissen auf der Grundlage kritisch-historischer Reflexion. Vor diesem Hintergrund besitzt jedes der genannten Fächer nach Maßgabe der wissenschaftlichen Kompe-
tenz seiner Mitarbeiter eigene spezifische Forschungsthemen und Schwerpunkte. Gemeinsam ist allen, daß sie in der einen oder anderen Weise mit jeweils eigenen,
z. T. auch naturwissenschaftlichen Methoden unterschiedliche Aspekte und Dimensionen von Traditionsbildung und Geschichtsbewußtsein seit dem Beginn europäischer Kultur in vor- und frühgeschichtlicher Zeit über die Antike bis in die Gegenwart erforschen und durch vergleichende Analyse zu erhellen versuchen. Dadurch tragen sie zur Erkenntnis der politischen, kulturellen, geistigen Grundlagen und Traditionen der Identität des heutigen Europas bei. Mit dieser Ausrichtung findet zu wechselnden Fragestellungen innerhalb der Fakultät und fakultätenübergreifend auch interdisziplinäre Forschung statt, so in dem Forschungsschwerpunkt 'Grenzregionen und Interferenzräume' wie auch im Graduiertenkolleg 'Interkulturelle Kommunikation in kulturwissenschaftlicher Perspektive'. Zum Standard gehört auf allen Gebieten die konsequente Anwendung der expandierenden elektronischen Datenverarbeitung. Eine besondere Rolle spielt die Pflege wissenschaftlicher Kontakte zu Westeuropa, vor allem Frankreich, die in einigen Fachrichtungen durch Abkommen und Verträge begründet sind (z. B. in Vor- und Frühgeschichte, Alter Geschichte, Neuerer und Neuester Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft).
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 Forschungsberichte

 

Forschungsberichte

 

2000 - 2001 -

 

 (siehe auch Veröffentlichungen von Angehörigen der Fakultät)

 

Forschungsbericht 2000

 

Forschungsbericht 2000

 


Das Fächerspektrum der Philosophischen Fakultät I
(s.o.) ist, anders als in anderen Fakultäten, sehr differenziert und inhomogen. Das hat die Folge, daß es 'die' For-
schung 'der' Philosophischen Fakultät I als solcher nicht gibt und nicht geben kann und daß deshalb ein zusammenfassender 'Forschungsbericht' nicht sinnvoll erscheint. Allgemein kann man aber sagen, daß diese Fakultät in Forschung und Lehre ihre besondere Aufmerksamkeit den Themen Geschichtsbewußtsein, Traditions- und Normenbildung sowie Innovation zuwendet. Unabhängig davon ist leitender Gesichts-
punkt für die Forschung aller Fächer die Einsicht, daß die vom historischen Gedächt-
nis geprägte Erarbeitung von Reflexions- und Orientierungswissen als eine vom Produktions- und Anwendungswissen prinzipiell verschiedene Form des Wissens angesichts der Globalisierung und Virtualisierung um der geistigen Identität Europas willen für Gegenwart und Zukunft ein zunehmendes Maß an Bedeutung gewonnen hat. Vor diesem Hintergrund kann es nicht anders sein, als daß jedes der genannten Fächer nach Maßgabe der wissenschaftsheoretisch erarbeiteten Methodologie der jeweiligen Disziplin und der wissenschaftlichen Kompetenz der Mitarbeiter spezifische eigene - und somit verschiedene - Forschungsthemen und Schwerpunkte besitzt. Hervorgehoben seien hier folgende Gesichtspunkte:

1. Erforschung der Geschichte der menschlichen Entwicklung in den verschiedenen historischen Perioden und geographischen Räumen Europas mit Hilfe der schriftlichen Überlieferung und anderer kulturhistorisch relevanter Hinterlassenschaften.

2. Erforschung der Philosophie, Ethik, Moral, des historischen Denkens, der Sprache, Musik, Ästhetik im Kontext der historischen Entwicklung.

Die Vielzahl der Forschungsthemen und Forschungsleistungen der verschiedenen Fächer mit ihren unterschiedlichen Fragestellungen und Methoden sind auch aus den Jahresbibliographien der Universität des Saarlandes zu ersehen, die über das Internet zugänglich sind.

Eine besondere Rolle spielt die Pflege wissenschaftlicher Kontakte zu Westeuropa, vor allem Frankreich, die in einigen Fachrichtungen durch Abkommen und Verträge begründet sind (z. B. in Vor- und Frühgeschichte, Alter Geschichte, Neuerer und Neuester Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft).

Abschließend sei betont, daß die sehr ertragreichen, im In- und Ausland anerkannten Forschungsaktivitäten und Forschungsergebnisse, die von den Fächern der Philosophischen Fakultät I für das Jahr 2000 zusammengestellt wurden, ohne großen finanziellen Aufwand durchgeführt bzw. erzielt worden sind. Zu erklären ist dies einerseits durch den außerordentlichen persönlichen Einsatz der einzelnen Forscher und Arbeitsgruppen, andererseits durch die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Forschungsinstitutionen.
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Forschungsbericht 2001

 

Forschungsbericht 2001

 


[erfolgt im Frühjahr 2002]

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Veröffentlichungen von Angehörigen der Fakultät

 

Veröffentlichungen von Angehörigen der Fakultät

 

 

 

Jahresbibliographie 2000/2001

 

Gesamtverzeichnis (ab 1993)

 

 

 

 

 

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