Der höchste zu erreichende Rang ist der des Yokozuna. Es folgen Ôzeki, Sekiwake, Komusubi (genannt sanyaku, die "drei Ämter", jeweils drei Ringer) und Maegashira. ).
Hierbei gilt die Regel, daß ein Ringer der Ostseite über dem der Westseite steht. Bis vor etwa 150 Jahren bezog sich die Bezeichnung sanyaku
auf die drei besten Ringer der Ost- und Westseite, wobei hier Ôzeki der höchste Rang war. Einem Ôzeki, der sich vor ca. 100 Jahren durch besonders gute Leistungen hervortat, wurde zum ersten
Mal der Titel Yokozuna verliehen. Er durfte über die mit Stickerei verzierte Prunkschürze (keshô mawashi) ein dickes Seil, das "yokozuna", binden und eine Zeremonie beim Eintritt in den
Kampfring (dohyô iri) vorführen. Diese Tradition ist bis heute erhalten. Bei der dohyô iri wird der Yokozuna von zwei weiteren Ringern begleitet: dem tachimochi (Schwertträger)
und dem tsuyu harai (Wörtl.: Taufeger).
Die sanyaku-Ränge werden immer besetzt, während die Position des Yokozuna so lange unbesetzt bleiben kann, bis sich ein neuer
rikishi qualifiziert hat. Dazu muß man als Ôzeki über längere Zeit sehr gute Leistungen erbringen. Dann entscheidet die yokozuna shingi iinkai, ein Beratungsorgan der Sumô
-Gesellschaft, über seine Ernennung. Bis 1994 hat es insgesamt nur 64 Yokozuna gegeben.
Erhalten mehr als jeweils zwei Personen einen der vier höchsten Ränge, so wird dies auf der
banzuke gesondert vermerkt. Diese Position nennt man dann "Vorsprung" (haridashi).
Die 13 besten Ringer der zweiten Stufe heißen jûryô. Sie und alle Ringer aus der makuuchi
-Gruppe tragen den Ehrentitel sekitori. Alle Ringer aus den niedrigeren Klassen nennen sich toriteki. Die sekitori sind Gehaltsempfänger der Sumô-Gesellschaft.
Die sumôtori unterscheiden sich gegenüber "durchschnittlichen" Japanern dadurch, daß sie lange Haare haben, die sie über dem Kopf zusammenbinden. Der Haarknoten der sekitori heißt ôichô
und unterscheidet sich vom chomage genannten Zopf der toriteki durch die in Form eines Ginko-Blattes auf dem Kopf aufgestellten Haarspitzen.
Jeder Ringer hat einen Künstlernamen (
shikona). Die meisten bekommen ihn beim Eintritt in ein heya
oder wenn sie zum ersten Mal in eine Rangliste aufgenommen werden. Gelegentlich ändert ein Ringer diesen Namen auch, wenn er in einen der höheren Ränge eingestuft wird. Für den Namen werden häufig die Wörter
yama (Berg), kawa (Fluß), umi (See), take
(spitzer Berg) oder ähnliche Bezeichnungen für imposante Naturerscheinungen gewählt, die oft mit dem Namen der Heimatpräfektur oder dem Geburtsort verbunden werden. Es können aber auch prosaische Wörter wie
nishiki (Brokat) oder hana (Blume) oder der Name des heya verwendet werden. Man kann auch einen alten, überlieferten Namen eines sumôtori oder heya annehmen. (z.B.
Kitanoumi: kita=Norden (Geburtsort Hokkaidô), umi=See; Wakanohana und Masuiyama: Anspielungen auf den Lehrmeister). Nur ein einziger rikishi, der
Yokozuna Wajima, behielt bis zum Ende seiner Karriere seinen Familiennamen. Heute behalten die ausländischen Ringer zum Teil ihre Familiennamen.