Aus der Edo-Zeit sind
48 verschiedene Techniken überliefert, mit denen ein Kampf gewonnen werden kann. Heute nennt man sie die "klassischen Techniken". Insgesamt werden in den Sumô-Schulen etwa 70 gelehrt. Sie werden
unterteilt in Wurfgriffe (unter Verwendung der Hüfte), Drehgriffe (mit den Armen), Hängegriffe (mit den Füßen) und Biegegriffe (unter Zuhilfenahme von Hals und Schulter). Alle klassischen Techniken zielen
darauf ab, den Gegner zu Boden zu werfen. Verboten sind: Schläge mit Handkante oder Faust, Tritte, Stöße mit den Ellenbogen, beißen, kratzen, ziehen an den Haaren sowie Schläge auf die Ohren oder die
Geschlechtsteile.
Dauert ein Kampf sehr lange, so kann eine Unterbrechung stattfinden, in der Wasser gereicht wird (mizu iri). Anschließend müssen die Kämpfer dieselbe Position einnehmen
und den Kampf beenden.
Zwischen den Meisterschaftsturnieren gehen die Ringer auf Tournee. Meistens führen sie Schaukämpfe oder ihr Training vor oder singen traditionelle Sumô-Lieder (
jinku). Manchmal kämpft auch ein populärer Ringer gegen Kinder.