Teil 2: Die Phasen der Behandlung
Die fortgeschrittene Phase:
Die Arbeit mit reifen Abwehrmechanismen und Übertragungen.

Durch die beginnenden Deutungen primitiver, abgespaltener Objektbeziehungen kündigt sich der Wechsel in eine fortgeschreittene Phase der Behandlung an, zB.:eine primitive Objektbeziehung zwischen einer sadistischen Mutter und einem verängstigten Kind stellt das Gegenstück dar zu einem glücklichen Kind

Dem Patienten muß klar gemacht werden, wie er diese beiden (Teil-) Beziehungen künstlich voneinander getrennt hält, um zu verhindern, daß die positive Beziehung nicht durch die negative zerstört wird.

Der Patient beginnt, sich selbst und andere als komplexe Personen wahrzunehmen, Teilobjektbeziehungen werden zu vollständigen Objektbeziehungen und er versucht seltener, daß Selbst vor ambivalenten und Gefühlen zu schützen.

Der Eintritt in die fortgeschrittene Phase zeigt sich, wenn die primitiven Abwehrmechnismen wie Spaltung, projektive Identifizierung, omnipotente Kontrolle durch reife Abwehrmechanismen wie Projektion, Verdrängung, Affektisolierung ersetzt werden.

Merkmale, die zeigen, daß der Patient das fortgeschrittene Stadium der Therapie erreicht hat:

Indem der Patient ambivalente Gefühle und Sichtweisen ertragen kann, werden die Auswirkungen der Spaltungsmechanismen aufgehoben. Dies alles deutet auf eine Integration des Selbstkonzeptes und des Konzeptes anderer Personen hin.