Die tabellarisch nomothetischen Darstellungen des phasentypischen Auftretens (Phasenkomponenten und Abfolge leider nicht explizit aufgelistet !)von Emotionskomponenten muß mit folgenden Vorbehalten betrachtet werden:
Beispiel:
Gaensbauer (1982) filmte ein kleines Mädchen, dem im Alter von 2, 7 und 12 Wochen von seinem Vater mehrere Knochenbrüche und andere Verletzungen beigebracht worden waren, nach der Klinikaufnahme im Alter von drei Monaten.
Das Kind hatte zu diesem Zeitpunkt mimisch die fünf Affektausdrücke Trauer, Angst, Wut, Freude und Neugier aufzuweisen (Izard, 1979).
Alle waren in verstehbarer Weise in die Kontexte und in die Lerngeschichte des kleinen Mädchens eingebettet:
Diese Unterscheidungsleistung, die diskriminative Merkmale wie Haarlänge und Stimme benutzte, ist bei nicht-traumatisierten Kindern ebensowenig zu beobachten wie die schwere Angstreaktion.
Hier findet sich ein erster Hinweis darauf, daß sich Objektbeziehungen, Affekt und kognitive Organisation möglicherweise sehr intensiv gegenseitig beeinflussen und zwar dergestalt, daß frühe schwerste Traumata vorzeitige mentale Entwicklungen in Gang setzen, die einer gesunden psychischen Reifung entgegenstehen.
So hat die Unterscheidung männlich/ weiblich in diesem Alter wahrscheinlich höchst störende Rückwirkungen auf die Symbiose.
Durch Traumata erzwungene vorzeitige Differenzierungen in Selbst- und Objektrepräsentanzen lassen möglicherweise ein durchaus berechtigtes Gefühl der Hilflosigkeit entstehen, das mit einer hoffnungsvollen Entwicklung nicht vereinbar ist.