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Hinweise zum Zitieren von wissenschaftlichen Arbeiten

Die folgenden Erläuterungen zur Form des Zitierens in wissenschaftlichen Arbeiten beziehen sich auf Angaben aus folgenden Quellen und aus der unten angegebenen Literatur:

American Psychological Association (APA) Publication Manual Crib Sheet
APA Publication Manual Crib Sheet (a summary of rules from the APA Publication Manual of Russ Dewey)
Web Extension to American Psychological Association Style (WEAPAS)

Inhalt

1. Formen des Zitierens
1.1 Wörtliche Zitate
1.2 Sinngemäße Zitate
1.3 Sekundärzitate
1.4 Weitere Beispiele

2. Literaturangaben
2.1 Monographie
2.2 Herausgeberwerk
2.3 Beitrag in einem Herausgeberwerk
2.4 Zeitschrift
2.5 Zeitung
2.6 Internetquelle
2.7 Übliche Abkürzungen

3. Weiterführende Literatur


1. Formen des Zitierens

Ein Zitat beinhaltet die wörtliche oder sinngemäße Übernahme oder Wiedergabe schriftlicher oder mündlicher Äußerungen anderer AutorInnen. Wird eine solche Äußerung in eigenen Arbeiten verwendet, muss sie bezüglich ihrer Herkunft gekennzeichnet werden. Es gibt je nach Fach verschiedene Arten der Zitation. Für die Psychologie entscheidend sind die Vorgaben der American Psychological Association (APA) bzw. der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGfP).

 

1.1 Wörtliche Zitate

Wörtliche Zitate sind in Anführungszeichen ("...") zu setzen. Danach folgt in Klammern die Kennzeichnung der jeweiligen Quelle.

Die Angabe des Zitats erfolgt durch Angabe von Autor, Jahr und Seiten. (Zitatstellen, die sich über mehrere Seiten erstrecken, wurden nach einer älteren Schreibweise mit f. oder ff. ( = folgende) angegeben. Darauf sollte verzichtet werden; statt dessen sind die Seiten von Anfangs- bis Endseite anzugeben).

Beispiel:

"Große Intelligenzleistungen, wie beispielsweise wissenschaftliche Entdeckungen, beruhen auf elementaren kognitiven Prozessen" (Anderson, 1996, S. 3).

Der Name oder die Namen stehen ohne Angabe des Vornamens. Bei mehreren Autoren werden die einzelnen Autoren mit Komma abgetrennt. Vor dem letzten Autorenname steht ein "&" ohne vorangehendes Komma.

Beim erstmaligen Zitieren einer Quelle werden alle Autoren aufgeführt. Bei wiederholtem Zitieren der gleichen Quelle kann nach dem ersten Autor die Angabe "et al." ( = und andere) folgen.

Beispiel:

"Die statistische Methode und ihre praktische Anwendung setzen eine eigene, dem Anfänger ungewohnte Art des induktiven Denkens voraus" (Bortz et al., 1990, S. 2).

Wird im eigenen Text auf einer Seite mehrmals auf die gleiche Literaturstelle verwiesen, so kann "ebd." (= ebenda) an deren Stelle treten.

Sind im Originaltext Fehler enthalten, müssen diese Fehler so zitiert werden, wie sie im Original zu finden sind. Unmittelbar hinter der fehlerhaften Stelle kann das Wort [sic] (= so) in eckigen Klammern eingefügt werden. Damit wird kenntlich gemacht, dass der Fehler nicht vom Zitierenden stammt.

Literatur in der englischen Sprache muss, wenn sie wörtlich zitiert wird, in der Originalsprache angeführt werden. Zitate aus anderen Sprachen, sollten übersetzt werden. Dabei wird der übersetzte Text direkt an das Zitat angeschlossen. Nicht zu vergessen ist, dass auch der Übersetzer genannt wird, auch wenn dies der Zitierende ist (und zwar durch die Angabe: "Übers. d. Verf." = Übersetzung des Verfassers).

Alle Veränderungen (Auslassungen, Ergänzungen, Erläuterungen, Hervorhebungen, Verschmelzungen, Zitate in zitierten Sätzen) des Originaltextes sind als solche zu kennzeichnen.

Auslassungen sind zulässig, wenn dadurch der ursprüngliche Sinn des Zitats nicht verändert wird. Gekennzeichnet werden diese durch drei Punkte: "...".

Beispiel:

Im Original heißt es:

"Die analytische Bestimmung der Kategorie 'Instruktionsmedium' ist im Laufe der letzten 30 Jahre zunehmend problematischer geworden" (Weidenmann, 1996, S. 322).

Mit einer Auslassung würde das Zitat dann wie folgt aussehen:

Nach Weidenmann (1996, S. 322) ist "die analytische Bestimmung der Kategorie 'Instruktionsmedium' ... im Laufe der letzten 30 Jahre zunehmend problematischer geworden."

1.2 Sinngemäße Zitate

Sinngemäße Zitate enthalten keine Anführungszeichen. Auch wird der Originaltext einer anderen Sprache nicht mit abgedruckt. Der Leser sollte wissen, daß solche Zitate bereits auf einer Interpretation des zitierenden Autors beruhen können. Kenntlich gemacht wird die Quelle eines sinngemäßen Zitats durch ein "vgl." (= vergleiche) vor der Literaturangabe.

Beispiel:

Piaget faszinierten die Denkfehler von Kindern, da sie eine bestimmte Art des Denkens aufweisen (vgl. Montada, 1987, S. 414).

Wird im eigenen Text auf einer Seite mehrmals auf den gleichen Titel verwiesen, so kann an die Stelle des Titels der Hinweis "vgl. ebd." (= vergleiche ebenda) treten.

Wird der Inhalt einer kürzeren Arbeit (z. B. Artikel) oder der Grundgedanke eines Buches summarisch zusammengefasst, wird auf die Angabe einer Seitenzahl verzichtet.

1.3 Sekundärzitate

Grundsätzlich gilt, auf Zitate aus Sekundärliteratur zu verzichten. Wird nicht aus der Originalliteratur (z. B. aus Lehrbüchern) zitiert, ist nach der Literaturangabe "; zit. n." (= zitiert nach) und die Literaturstelle, aus der das Zitat übernommen wurde, zu setzen.

Beispiel:

"An interesting thing has happened to instructional psychology" (Resnick, 1981, S. 660; zit. n. Ewert & Thomas, 1996, S. 100).

Sekundärzitate sind mit Vorsicht zu behandeln, da nie auszuschließen ist, dass die ursprünglichen Absichten des ersten Verfassers bereits verzerrt wurde.

1.4 Weitere Beispiele

Beispiel 1: Durch Arbeiten von Bousfeld (1950) und Bower (1981) wird nahegelegt, dass ...

Beispiel 2: Da nach Guirand (1963; zit. n. Hörmann, 1970, S. 91) eine ...

Beispiel 3: In zahlreichen Untersuchungen erreichen Frauen höhere Empathiewerte als Männer (vgl. Spence & Helmreich, 1978, S. 57).

Beispiel 4: ... einige Kognitionsforscher (Arnold, 1970; Isen, 1984; Mandler, 1984) halten ...

Beispiel 5: ... Shallice (1988, 1989, 1994) berichtet in mehreren Arbeiten ...

2. Literaturangaben

Grundsätzlich gilt, dass die Initialien der Autoren in einem Literaturverzeichnis nachgestellt werden. Bei mehreren Autoren werden die Initialien der einzelnen Autoren mit Komma abgetrennt. Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGfP) steht vor dem letzten Autorenname ein "&" ohne vorangehendes Komma.

Beispiel:

Halisch, F., Butzkamm, J. & Posse, N. (1976). Selbstbekräftigung I: Theorieansätze und experimentelle Erfordernisse. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pägagogische Psychologie, 8, 145-164.

Gemäß den Regeln der American Psychological Association (APA) steht nach dem vorletzten Autor, also vor dem "&", ein Komma.

Beispiel:

Halisch, F., Butzkamm, J., & Posse, N. (1976). Selbstbekräftigung I: Theorieansätze und experimentelle Erfordernisse. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pägagogische Psychologie, 8, 145-164.

Hervorgehoben wird immer der Teil einer Literaturangabe, der einen Zugriff über einen Katalog einer Bibliothek oder das Internet ermöglicht. Hierbei werden, je nach Art der Quelle, unterschiedliche Hervorhebungen gemacht:

Monographie: Titel

Herausgeberwerk: Titel

Beitrag in einem Herausgeberwerk: Titel des Herausgeberwerks

Zeitschrift: Name der Zeitschrift

Zeitung: Name der Zeitung

Internetquellen: URL (Uniform Ressource Locator)

Die hervorgehobene Teil kann kursiv gesetzt oder unterstrichen werden.

Eine Besonderheit bei Büchern ist, dass der Verlagsname ohne den Zusatz "Verlag" angegeben wird. So wird der "Verlag für Psychologie Dr. C. J. Hogrefe, Göttingen" schlicht als "Göttingen: Hogrefe" angegeben. Bei mehreren Verlagsorten wird in der Regel nur der erste Verlagsort mit dem Zusatz "etc." oder "u. a." genannt.

Existieren von einem Werk mehrere Auflagen, so ist die benutzte Auflage nur dann gesondert zu erwähnen, wenn diese Angabe nicht bereits durch die Jahreszahl der Neuauflage gekennzeichnet ist.

2.1 Monographie

Autor(en). (Jahr). Buchtitel. Verlagsort: Verleger.

Beispiel:

Anderson, J. R. (1996). Kognitive Psychologie. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Wird eine Literatur zitiert, die keine Jahreszahl enthält, wird im Literaturverzeichnis (ebenso im Text) die Angabe "o. J." (= ohne Jahresangabe) eingesetzt.

Bei fremdsprachlicher Literatur wird in Klammern angefügt, wie sie original erschienen ist: ("Im Original erschienen" Jahr: fremdsprachlicher Titel).

Beispiel:

Festinger, L. (1978). Theorie der kognitiven Dissonanz. Bern: Huber. (Im Original erschienen 1958: A Theory of Cognitive Dissonance).

2.2 Herausgeberwerk

Autor(en). (Hrsg.). (Jahr). Buchtitel. Verlagsort: Verleger.

Beispiel:

Roth, E. (Hrsg.). (1995). Sozialwissenschaftliche Methoden: Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis (4., durchges. Aufl.). München, Wien: Oldenbourg.

2.3 Beitrag in einem Herausgeberwerk

Autor (en). (Jahr). Beitragstitel. In Herausgebernahme(n) (Hrsg.), Buchtitel (Seitenangaben). Verlagsort: Verleger.

Beispiel:

Atteslander, P. & Kopp, M. (1995). Befragung. In E. Roth (Hrsg.), Sozialwissenschaftliche Methoden: Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis (4., durchges. Aufl., S. 146-174). München, Wien: Oldenbourg.

Zu beachten ist hier, dass die Initialien des Herausgebers oder der Herausgeber vor dem Namen stehen.
Die Angabe (Hrsg.) ist mit einem Komma abgetrennt. Seiten, ggf. Auflage etc. werden in runde Klammern nach dem Titel gesetzt.

2.4 Zeitschrift

Autor(en). (Jahr). Titel des Artikels. Name der Zeitschrift, Band, Seitenangaben.

Beispiel:

Achtenhagen, F. (1984). Qualitative Unterrichtsforschung. Einige einführende Bemerkungen zu einer kontrovers diskutierten Problematik. Unterrichtswissenschaft, 2, 206-217.

2.5 Zeitung

Autor(en). (Jahr, Tag und Monat). Titel. Name der Zeitung, Seitenangaben.

Beispiel:

Zimmer, D.E. (1986, 16. Mai). Wörterbuchtest. Die Zeit, S. 47-48.

2.6 Internetquelle

Autor(en). (Jahr, Datum). Titel. URL

Beispiel:

Bleuel, J. (1995, November 8). Zitieren von Internetquellen ["Citing sources on the internet"]. URL http://www.uni-mainz.de/~bleuj000/zitl.html.

Ausführlich auf der Seite: Web Extension to American Psychological Association Style (WEAPAS).

2.7 Übliche Abkürzungen

Deutsch Abkürzung Englisch Abkürzung
Kapitel Kap. chapter chap.
Auflage Aufl. edition ed.
überarbeitete Auflage überarb. Aufl. revised edition rev. ed.
erweiterte Auflage erw. Aufl. enlarged edition enl. ed.
Der/Die Herausgeber Hrsg.

Editor
Editors

Ed.
Eds.

Übersetzer Übers.
   
Seite(n) S. page (pages) p. (pp.)
Band
Bände

Bd.
Bde.

Volume
volumes


Vol.
vols.

Nummer Nr. Number No.
Beiheft, Supplement Suppl. Supplement Suppl.


3. Weiterführende Literatur

American Psychological Association (APA) (1994). Publication manual of the American Psychological Association (4th ed.). Washington, D.C.: Author.Bleuel, J. (1995, November 8). Zitieren von Internetquellen ["Citing sources on the internet"]. URL http://www.uni-mainz.de/~bleuj000/zitl.html

Deutsche Gesellschaft für Psychologie (Hrsg.). (1986). Richtlinien zur Manuskriptgestaltung. Göttingen, Toronto: Hogrefe.

Eco, U. (1993). Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt (6. Aufl.). Heidelberg: C.F. Müller Juristischer Verlag (UTB).Höge, H. (1994). Schriftliche Arbeiten im Studium. Stuttgart: Kohlhammer.

Land, T. [a.k.a Beads] (1996, November 25). Web Extension to American Psychological Association Style (WEAPAS) Rev. 1.4) [WWW document]. URL http://www.beadsland.com/weapas/

Rückriem, G., Stary, J. & Frank, N. (1987). Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens (4., unveränd. Aufl.). Paderborn, München: Schöningh.

Taprogge, R. (1996, November 31). Zitierweise von Online-Quellen. URL http://www.uni-muenster.de/Publizistik/MAG3/ifp/taprogg/