KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNIS
der Fachrichtung Psychologie für das Wintersemester 2001/2002


Inhalt

A. Vordiplom-Studium

1. Einführungsveranstaltungen

2. Grundveranstaltungen

3. Methoden-Grundkurse

4. Empiriepraktikum II

5. Proseminare

B. Hauptdiplom-Studium

1. Überblicksveranstaltungen

2. Grundlagenfächer
Prüfungsfach KOGNITIVE PSYCHOLOGIE
Grundlagenfach KOGNITIVE NEUROPSYCHOLOGIE (derzeit als Prüfungsfach: KOGNITIVE PSYCHOLOGIE)
Prüfungsfach SOZIALE KOGNITION UND INTERAKTION
Prüfungsfach PSYCHOLOGIE DER LEBENSSPANNE
Prüfungsfach PSYCHISCHE STÖRUNGEN

3. Methodenfächer
Prüfungsfach PSYCHOLOGISCHE DIAGNOSTIK UND EVALUATION
Prüfungsfach FORSCHUNGSMETHODEN

4. Anwendungsfächer
Prüfungsfach KLINISCHE PSYCHOLOGIE UND PSYCHOTHERAPIE
Prüfungsfach MEDIEN- UND ORGANISATIONSPSYCHOLOGIE

5. Wahlpflichtfächer

6. Forschungsseminare

7. Sonstige Veranstaltungen


A. Vordiplom-Studium

1. Einführungsveranstaltungen

Überblick über die Bereiche der Psychologie

Ringvorlesung
ReferentInnen und Themen: siehe gesonderten Aushang
Fr 11-13,  Gebäude 1, Hörsaal
Beginn: siehe Aushang

 Einführung in das Arbeiten im CIP-Pool

Herr Pospeschill und der Betreuer des CIP-Pools

AG/Praktikum

Geb. 1, CIP-Raum (3. OG)
Beginn: Do 16-18, 08.11 oder 15.11.2001 (alternative Termine)

Die Veranstaltung behandelt die Ausstattung des CIP-Pools, die dortigen Arbeitsmöglichkeiten und das Einrichten eines persönlichen Zugangs, so dass im CIP-Pool mit der dortigen Software (einschließlich aller Internetdienste und externer Email-Dienste) gearbeitet werden kann.

Einführung in die Methoden
Wutke
Vorlesung
Mo 14-16, Gebäude 1, Hörsaal
Beginn: 29.10.2001
Im Gegensatz zu Erfahrungen im Alltag zeichnen sich wissenschaftliche Erkenntnisse - nicht nur in der Psychologie - dadurch aus, dass sie mittels spezieller Methoden gewonnen werden, beispielsweise dem Experiment, der systematischen Beobachtung, dem Fragebogen oder dem Interview. Zudem sollen die Ergebnisse der Methodenanwendungen – die Befunde also - nach Möglichkeit in Theorien und Modelle integriert werden, an die selbst wiederum spezielle Anforderungen gestellt werden. In dieser Vorlesung soll an ausgewählten Beispielen der richtige und angemessene Gebrauch psychologischer Forschungsmethoden vorgestellt werden. Dabei wird auch gezeigt, in welcher Weise die angewandten Methoden nach methodologischen Gütekriterien bewertet werden können.

2. Grundveranstaltungen

Allgemeine Psychologie I
Zimmer
Mi 11-13, Gebäude 1, Hörsaal I
Beginn: 31.10.2001
In der Vorlesung wird ein Überblick über Ergebnisse der psychologischen Gedächtnisforschung gegeben. Die behandelten Themen sind Gegenstand der Vordiplomprüfung im Fach Allgemeine Psychologie I, Teilgebiet Gedächtnis. Folgende Themen werden behandelt werden:
Welche Formen des Erinnerns gibt es und wie misst man Gedächtnisleistungen?
Kurzfristige sensorische Reizgedächtnisse
                Das ikonische oder Ultrakurzzeitgedächtnis
Kurzzeitige Erinnerungsleistungen
                Kurzzeitgedächtnis und Gedächtniszugriff
                Arbeitsgedächtnis
Aspekte des längerfristigen episodischen Erinnerns
                Erinnern als Funktion der Enkodieroperationen (Verarbeitungstiefe, Enkodierspezifität, etc.)
                Free Recall versus Rekognition
                Interferenz und Vergessen
                Modalitätsspezifische Effekte (das Erinnern von Bildern und Handlungen)
                Erlebniszustände des Erinnerns (Familiarity, Recollection, automatisches versus intentionales Retrieval)
Aspekte des semantischen Gedächtnisses
                Semantische Bedeutung
                Ein- und Ausgangssysteme (Visuelles Eingangssystem, verbales Lexikon, Handlungsrepertoire)
Aspekte des impliziten Erinnerns:
                Dissoziationen zwischen expliziten und impliziten Leistungen
                Funktionale und neurowissenschaftliche Erklärungsansätze
Anwendungsnahe Themen der Gedächtnispsychologie
                Alterseffekte
                Pathologie

Sozialpsychologie II
Tilmann Betsch
Vorlesung
Di 17-19, Hörsaal I, Gebäude 10
Beginn: 30.10.2001
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die wichtigsten prüfungsrelevanten Inhalte der Sozialpsychologie. Sie baut auf der „Vorlesung Sozialpsychologie I“ vom Sommersemester auf. Folgende Themen werden u.a. behandelt: Methoden der Sozialpsychologie (Wiederholung vom Sommersemester), Soziale Kognition, Attribution, Stereotype, Einstellung, Einstellung und Verhalten, Entscheidung, Kommunikation, Emotion und Theorien des Selbst. Die Vorlesung basiert auf dem Lehrbuch von Stroebe, W, Hewstone, M, & Stephenson, G.M. (1996) (Eds.). Einführung in die Sozialpsychologie. Berlin: Springer. Sie wendet sich an Haupt- und Nebenfachstudierende der Psychologie im Grundstudium.  

Differentielle Psychologie
Henss
Vorlesung
Di 11-13, Hörsaal, Bau 1
Beginn:   30.10. 2001
Der zentrale Ausgangspunkt der Differenziellen Psychologie ist die simple Tatsache, dass die Menschen nicht alle gleich sind. Die Bemühungen der Differenziellen Psychologie richten sich vor allem darauf, die Vielfalt der interindividuellen Unterschiede in angemessener Weise systematisch zu beschreiben (Deskription) und ihr Zustandekommen zu erklären (Explikation). Die Vorlesung kann lediglich einen Einblick in dieses breitgefächerte Gebiet liefern. Im Teil I stehen grundlegende Konzepte und methodische Ansätze (die erfahrungsgemäß nur schwer durch eigenständiges Literaturstudium erarbeitet werden können) im Blickpunkt. Da umfangreiche Kenntnisse statistischer Methoden vorausgesetzt werden müssen, richtet sich die Vorlesung in erster Linie an Studierende des dritten Fachsemesters. Der Vorlesungsstoff ist wesentlicher Bestandteil des Wissens, das in der Vordiplom-Prüfung 'Differenzielle Psychologie' abgefragt wird.
Literatur: Amelang, M. & Bartussek, D. (2001, 5.Auflage). Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung. Stuttgart: Kohlhammer.

Lernen
Keßler
Vorlesung
Di 9-11, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 30.10.01
Die Veranstaltung soll die Bedeutung des Konzeptes Lernen in der Psychologie aufzeigen. Es soll ein Überblick über den Begriff des Lernens, über historische Entwicklungen und wesentliche Lerntheorien gegeben werden. Ausführlicher sollen das klassische Konditionieren, das operante Konditionieren neobehavioristische und kognitive Lerntheorien zur Darstellung kommen. Die einzelnen Lerntheorien sollen zudem hinsichtlich ihrer Wirkungsgeschichte in verschiedenen Gebieten der Psychologie, auch was ihre praktischen Anwendung betrifft, betrachtet werden. Die Lernbereiche Medizin und Psychotherapie, Schule und Universität, Wirtschaft, Werbung und Verkehr stehen dabei im Vordergrund.
Die Veranstaltung soll auf die Prüfung im Fach Allgemeine Psychologie II vorbereiten.

Theorien und Methoden der Entwicklungspsychologie I
Lindenberger
Vorlesung
Fr 9-11, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 02.11.2001
Aufgabe der Entwicklungspsychologie ist die Beschreibung, Erklärung und Optimierung psychischer Veränderungen über die gesamte Lebensspanne.  Entwicklung wird als multidimensionaler, multidirektionaler, multifunktionaler und multikausaler Gegenstand verstanden, dessen Merkmale, Ursachen, Veränderbarkeit (Plastizität) und Struktur mit einer koordinierten Vielfalt unterschiedlicher methodischer und theoretischer Zugänge erschlossen werden kann.  Die Vorlesung verknüpft die Einführung in ausgewählte Theorien und Forschungsansätze der Entwicklungspsychologie mit der Darstellung ihrer methodischen Besonderheiten.  Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der kognitiven Entwicklung.  Der Vorlesungsreader ist im Sekretariat der Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie erhältlich.

Biologische Psychologie I
Mecklinger
Vorlesung
Mi 9-11, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 31.10.2001
Die biologische Psychologie erforscht die Zusammenhänge zwischen biologischen Prozessen und Verhalten. Diese zweisemestrige Veranstaltung gibt einen Einblick in die zentralen Themengebiete der Biologischen Psychologie: evolutionäre und genetische Grundlagen des Verhaltens, Neuroanatomie und –physiologie, Hormone und Neurotransmitter,  autonomes Nervensystem, biopsychologische Grundlagen der Wahrnehmung, der Sensomotorik, des Gedächtnisses und der Sprache, Hirnschädigungen, Biopsychologie von Emotionen und psychischen Störungen, Aufzeichnung und Auswertung biopsychologischer Daten.
Literatur: John P.J. Pinel (1997). Biopsychologie – Eine Einführung;  N Birbaumer & R.F. Schmidt (1996) Biologische Psychologie (3. Auflage).

3. Methoden-Grundkurse


Quantitative Methoden I
Frau Krolak-Schwerdt
Vorlesung
Mo und Mi, jeweils 16-18, Gebäude 27 (Hörsaalgebäude der Mathematik), Hörsaal I
Beginn: 29.10.2001
Quantitative Methoden werden überall dort angewendet, wo Daten aus Befragungen, Beobachtungen, Experimenten oder anderen Erhebungen ausgewertet werden. Dabei dient die beschreibende, deskriptive Statistik der Aufbereitung und tabellarischen/graphischen Darstellung von Daten. Die Inferenzstatistik erlaubt, aufgrund von vorliegenden Daten Schlüsse über die aus einer Theorie abgeleiteten Hypothesen zu ziehen. In dieser Vorlesung sollen wesentliche Methoden aus diesen Bereichen behandelt werden.
Die Veranstaltung wird durch praktische Übungen ergänzt. Die erfolgreiche Teilnahme (Übungen und Klausuren) an dieser Veranstaltung ist Voraussetzung für die Teilnahme am Empirie-Praktikum.

CRASHKURS SPSS I – Einführung in die univariate Statistik für Einsteiger (DIESER KURS IST AUSGEBUCHT!)
Herr Pospeschill
AG/Praktikum
Intensivkurs vom 15.10 – 17.10.2001 von 09-12 und 14-16 Uhr,
Geb. 1, 2 Etage, CIP-Raum
Inhalt: Auf allgemeinen Wunsch biete ich einen INTENSIVKURS für SPSS über 3. Tage als direkte Vorbereitung für das Experimentalpraktikum bzw. empirische Arbeiten an. Angesprochen sind damit vornehmlich die Studierenden, die bisher noch nicht an einem Einführungskurs in SPSS zur univariaten Statistik teilnehmen konnten. Interessenten sollten grundlegende Statistikkenntnisse aus den Kursen QMI und QMII mitbringen.
Der Kurs soll stattfinden vom 15.10 bis 17.10.2001, jeweils von 09-12 und 14-16 Uhr, also eine Woche vor Vorlesungsbeginn. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund vieler praktischer Übungen auf 15 Teilnehmerinnen begrenzt. FÜR DIE PLANUNG DES KURSES IST EINE VERBINDLICHE ANMELDUNG ERFORDERLICH! Kosten für die Teilnahme entstehen nicht.
Literatur: Pospeschill, Markus (2001). SPSS für Fortgeschrittene. RZZN: Hannover. (Erhältlich beim Autor oder im Rechenzentrum der Universität des Saarlandes)

CRASHKURS SPSS II – Einführung in die multivariate Statistik für Fortgeschrittene (DIESER KURS IST AUSGEBUCHT!)
Herr Pospeschill
AG/Praktikum
Intensivkurs 07.12 bis 09.12.2001; Beginn am Freitag 09.15  – 11.00 Uhr & 13.30 bis 16.00 Uhr, am Samstag und Sonntag ab 09.15 Uhr
Geb. 1, 2 Etage, CIP-Raum
Die Teilnehmerzahl ist aufgrund vieler praktischer Übungen auf 15 Teilnehmerinnen begrenzt. FÜR DIE PLANUNG DES KURSES IST EINE VERBINDLICHE ANMELDUNG ERFORDERLICH! Kosten für die Teilnahme entstehen nicht.
Literatur: Pospeschill, Markus (2001). SPSS für Fortgeschrittene. RZZN: Hannover. (Erhältlich beim Autor oder im Rechenzentrum der Universität des Saarlandes)

 4. Empiriepraktikum


Empiriepraktikum I
Kurs A
Kray
Mi 16-18 und n.V.
Seminarraum III und Raum 2.22
Beginn:  31.10.2001
Anhand ausgewählter entwicklungspsychologischer Fragestellungen sollen verschiedene Phasen wissenschaftlichen Arbeitens durchlaufen werden: Theoretischen Einarbeitung in ein Forschungsgebiet, Versuchsplanung und Durchführung, Auswertung, Erstellung eines Berichts und Posters.

Kurs B
Opitz
Mi 14-18, Bau 1, SR I
Beginn: siehe Aushang
In diesem zweisemestrigen Praktikum werden verschiedene Phasen eines psychophysiologischen Experimets durchlaufen. So wird zum einen Wissen über experimentelle Methodik der ereigniskorrelierten Potentiale (EKP) und ihrer Auswertung vermittelt, zum anderen führen die TeilnehmerInnen des Praktikums in Gruppen eigene experimentelle Arbeiten durch. Das Thema aus dem Bereich Neuropsychologie kann aus mehreren vorgegebenen Fragestellungen selbst ausgewählt werden. Die Durchführung und Auswertung der Experimente erfolgt mittels Rechner, d.h. Vorkenntnisse in diesem Bereich (LINUX) sind hilfreich.
Die Studierenden sollen lernen:
sich in das Forschungsgebiet theoretisch einzuarbeiten,
die EKP-Experimente zu planen und durchzuführen,
die Daten auszuwerten und die Ergebnisse zu interpretieren,
ihre empirische Arbeit in einem Bericht und in einem Poster zu dokumentieren

 Kurs C
Wutke
Mo 11-13, SR III, Bau 1
Beginn: 29.10.01

 Kurs D
Zimmer
Mo 9-13, SR I, Bau 1 und n.V.
Beginn: 29.10.01
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Praktikums sollen eine experimentelle Arbeit aus dem Bereich der Kognitionspsychologie planen, vorbereiten und durchführen. Im nachfolgenden Sommersemester sollen sie die Daten auswerten, als Poster präsentieren und schließlich in Form eines schriftlichen Berichts dokumentieren. In diesem Jahr werden Experimente zur Feature-Integrationstheorie (Treisman) durchgeführt werden.

5. Proseminare


 Übung zur Vorlesung Sozialpsychologie
Tilmann Betsch
Übung
Di 14-16, Gebäude 1, Seminarraum I
30.10.2001
Die Veranstaltung ist reserviert für Hauptfachstudierende der Psychologie, die die Vorlesung Sozialpsychologie II besuchen. In der Übung wird begleitend zur Vorlesung englischsprachige Originalliteratur gelesen und diskutiert. Über Hausaufgaben und kleine Tests besteht die Möglichkeit, individuelles Feedback über die eigene Leistung zu erhalten. In Kurzreferaten kann freie Präsentation geübt werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Anmeldung ist erforderlich (über E-mail: Tilmann.Betsch@psychologie.uni-heidelberg.de).

Proseminar Einstellung, Entscheiden und Verhalten
Tilmann Betsch
Seminar im Grundstudium
Mi 14-16, Gebäude 1, Seminarraum II
24.10.2001
Auf der Grundlage der Lektüre klassischer und neuester Arbeiten wird das zentrale Forschungsfeld Einstellung und Verhalten erarbeitet. Die Veranstaltung wendet sich an alle Haupt- und Nebenfachstudierende der Psychologie im Grundstudium, die nicht an der Übung zur Vorlesung teilnehmen.

Einführung in wissenschaftliche Arbeitstechniken
Gerjets, Kleinbeck
Mi 11-13, CIP-Raum, Bau 1
Beginn: 31.10.01
Das Seminar soll eine Einführung in verschiedene Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens geben. Im Vordergrund stehen dabei solche Methoden der Informationssuche, der Informationsaufbereitung und der Informationspräsentation, die beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten (Hausarbeiten, Semesterarbeit, Diplomarbeit) benötigt werden (z.B. Literatursuche mit CD-ROM oder in der Bibliothek, Informationssuche im Internet, Aufbereitung und Integration von Informationen und Literaturfunden, Erstellung von Zusammenfassungen und Exzerpten, Interpretation von Datentabellen und Grafiken,  Gestaltung von Präsentationen mit PowerPoint-Folien, Abfassung wissenschaftlicher Arbeiten). Von den Studierenden wird eine aktive Teilnahme am Seminar erwartet. Das Seminar soll in Kleingruppen durchgeführt werden, wobei jede Gruppe im Verlauf des Semesters eine Literaturarbeit zu einem Arbeitsthema aus dem Bereich "Computerbasiertes Lernen" verfassen und präsentieren soll. Ziel des Seminars ist es, am Ende des Semesters die erstellten Arbeiten sowie Verweise auf zugrundeliegende Informationsquellen als WWW-Dokumentation zugänglich zu machen.
Das Seminar ist für Studierende im Grundstudium vorgesehen.

Individuelle Unterschiede in der kindlichen Entwicklung
Lindenberger
Do 9-11, Gebäude 1, Seminarraum III
Beginn: 15.11.2001
Thema des Seminars ist die Entstehung individueller Unterschiede in der kindlichen Entwicklung.  Im Vordergrund steht die Frage, in welcher Weise die Interaktion biologischer und kultureller Bedingungen Kontinuität und Diskontinuität von Entwicklungsverläufen erzeugt.  Exemplarisch behandelt werden unter anderem die folgenden Inhaltsbereiche: (a) Temperament und Persönlichkeit;  (b) Habituation und Intelligenz;  (c) Belohnungsaufschub (delay of gratification) und Impulskontrolle.  Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme ist neben regelmäßiger Teilnahme die Ausarbeitung eines Referats.  Ein Reader ist nach Beginn der Veranstaltung im Sekretariat der Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie erhältlich.

Ereigniskorrelierte Potentiale und kognitive Prozesse
Mecklinger
Di 9-11, Gebäude 1, SR III
Beginn: 30.11.01
Die Registrierung ereigniskorrelierter Potentiale (EKPs) ist in den letzten 20 Jahren zu einer wichtigen Methode der experimentalpsychologischen Forschung geworden. Anhand von EKP lassen sich Teilprozesse der Informationsverarbeitung identifizieren und in ihren zeitlichen Charakteristika analysieren. Dieses Seminar führt zunächst ein in die Grundlagen der EKP– Methodik (Elektrogenese; Parametrisierung und Auswertelogik). Darauf aufbauend sollen wichtige EKP-Komponenten (P300, CNV, N400, MNN, LRP, N100) vorgestellt und  hinsichtlich ihrer Relevanz für kognitionspsychologische Fragestellungen diskutiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Studenten ab dem 3. Semester, die an der Vorlesung Biologische Psychologie bereits teilgenommen haben.
Literatur: M.D. Rugg & M.G.H. Coles (1995). Electrophysiology of Mind.
Zeit: Di  9-11 h

Kommunikation
Rummer
Di 11-13, SR II, Bau 1
Beginn 23.10.2001
In diesem Proseminar soll ein Überblick über die Kommunikationspsychologie erarbeitet werden. Der Schwerpunkt liegt auf der verbalen Individualkommunikation. Neben einer Vermittlung der Grundlagen der Kommunikationspsychologie soll auch auf Besonderheiten bestimmter Anwendungsdomänen (z.B. Werbepsychologie) eingegangen werden.

Kommunikation in und zwischen Gruppen: Konfliktkommunikation und Konfliktmanagment
Schneider            
Mi 9-11, SR II, Bau 1
Beginn: 31.10.01
Wird an Stelle des Seminars „Aggression und Gewalt“ angeboten und ergänzt das Seminar „Kommunikation“ von Herrn Dr. Rummer. Auf dem Hintergrund sozialpsychologischer Kommunikationstheorien wird eine Einführung in die Grundsätze der Konflikt- und Krisenkommunikation gegeben. An einem Praxisfall sollen die Studierenden lernen, das im Seminar erworbene theoretische Wissen praktisch umzusetzen.

Gedächtnispsychologie und ihre Anwendung
Seiler
Do 11-13, Bau 1, SR I
Beginn: 8.11.2001
Das Proseminar bietet einen Einblick in das komplexe System des menschlichen Gedächtnisses. In der gedächtnispsychologischen Grundlagenforschung wurden zahlreiche Theorien und Modelle entwickelt, von denen die prominentesten vorgestellt und anhand klassischer empirischer Untersuchungen veranschaulicht werden sollen. Darüber hinaus soll geprüft werden, inwiefern uns die Modellvorstellungen helfen, um alltägliche Gedächtnisphänomene zu verstehen. Hierzu werden ausgewählte Themen der angewandten Gedächtnisforschung diskutiert, wie z.B. das autobiographische Gedächtnis, Augenzeugenberichte, Altersveränderungen und Amnesie.
Für den Erhalt eines Scheines ist das Übernehmen eines Referates und die regelmäßige Teilnahme erforderlich.

Denken und Problemlösen
Tack
Do 11-13, SR III, Bau 1
Beginn: 8. 11. 2001
In diesem Proseminar geht es um empirische Befunde und theoretische Konzepte zur Erklärung der Prozesse beim Lösen von Problemen und bei anderen kognitiven Aufgaben. Es wird beispielsweise untersucht, welche Beschränkungen des menschlichen Denkens manchmal Aufgaben schwer erscheinen lassen, die sich — wenn man die Lösung erst einmal kennt — als recht simpel erweisen. Ein anderes Thema sind Fehler und Irrtümer beim schlussfolgernden Denken und bei teils vorschnellen, teilweise aber auch allzu vorsichtigen und zurückhaltenden Verallgemeinerungen.
Dieses Proseminar ist für alle Studierenden des ersten Studienabschnittes (auch für Studierende mit Psychologie als Nebenfach) gedacht, die sich für Fragen des Denkens und Problemlösens interessieren. Spezifische Voraussetzungen gibt es nicht. Von den Teilnehmern am Proseminar wird erwartet, dass sie bereit sind, eines der Themen zu erarbeiten und in einem Referat vorzustellen. Die bei einer derartigen aktiven Mitarbeit erzielten Leistungen entsprechen den Anforderungen für ein Proseminar bei der Zulassung zur Diplom-Vorprüfung.

Bewusstsein
Wutke
Do 14-16, SR III, Bau 1
Beginn: 8.11.01
Der Begriff des Bewusstseins spielt eine wichtige Rolle sowohl in der Philosophie des Geistes wie auch in den Neurowissenschaften. Welche Phänomene subsummiert man unter "bewusst", welche unter "unbewusst" oder "implizit"? Lässt sich Bewusstsein überhaupt eigenständig definieren oder ist es lediglich ein Epiphänomen? Mittels welcher Methoden kann man überhaupt Indizien für bewusste oder unbewusste Zustände oder Prozesse erlangen? Dieses Proseminar versucht, einen Einblick in den aktuellen Stand der Diskussion über ein altes psychologisches und philosophisches  Problem zu geben. Zur Erlangung eines Scheins wird aktive Mitarbeit erwartet.

chönheit des menschlichen Gesichts
Henss
Mo 14-16, SR III, Gebäude 1
Beginn: 05.11.2001
Das "Rätsel der Schönheit" hat die Menschen seit Urzeiten fasziniert. Lange Zeit hat die Psychologie fast gar nichts zu diesem Thema beigetragen. In den letzten Jahren sind aber die Forschungsbeiträge geradezu explosionsartig angewachsen. Das ist zum einem darauf zurück zu führen, dass mit der evolutionspsychologischen Perspektive ein neuer theoretischer Ansatz in den Blickpunkt gerückt ist, der nun endlich einen kohärenten Rahmen zur Lösung des uralten Rätsels bietet. Zum anderen haben Computerprogramme Möglichkeiten zur Manipulation von Bildern eröffnet, die bis vor kurzem undenkbar waren. Damit haben sich völlig neue Möglichkeiten für experimentelle Untersuchungen ergeben.
Diese Veranstaltung konzentriert sich auf die Schönheit des Gesichts. Es sollen unter anderem folgende Themen behandelt werden:
Konkordanz bei der Beurteilung der physischen Attraktivität
Evolutionspsychologisches Rahmenkonzept
Durchschnittsbild und Attraktivität
Fluktuierende Asymmetrie und Attraktivität
Neotenie und Attraktivität
Geschlechtstypikalität und Attraktivität
Anthropometrische Messungen und Attraktivität
Praktische Arbeit mit dem "Face Toolkit"
Organisatorische Anmerkung: Die Veranstaltung ist zwar als Proseminar angekündigt, sie richtet sich aber auch an Studierende im Hauptdiplomabschnitt, und zwar insbesondere an diejenigen, die bei mir eine Diplomarbeit oder eine Semesterarbeit zu diesem Thema schreiben bzw. schreiben wollen. Da einige statistische Voraussetzungen erforderlich sind, und da der Großteil der Literatur nur in englischer Sprache vorliegt, ist die Veranstaltung für Erstsemester nicht geeignet.

B. Hauptdiplom-Studium


1. Überblicksveranstaltungen

inführung in die klinische Psychologie und Psychotherapie
Prof. Dr. phil. R. Krause
Vorlesung
Do 16-18, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 08.11.01
Ausgehend von Band 1 der Allgemeinen Psychoanalytischen Krankheitslehre sowie unseren neuen Forschungsergebnissen soll eine Einführung in die Psychotherapie versucht werden. Als Verständnisrahmen soll die therapeutische Beziehung von anderen hilfreichen Beziehungsformen abgegrenzt werden. Es soll diskutiert werden, welche Faktoren für welche Art von Störungen kurativ sind. Dabei soll speziell auf das Verhältnis von Einsicht und korrigierender emotionaler Erfahrung und das Problem der Suggestion eingegangen werden. Wir werden diskutieren, ob eine Allgemeine Psychotherapietheorie möglich und wünschenswert ist und welche rechtlichen und ethischen Probleme im psychotherapeutischen Handeln auftauchen. Die Kenntnis von Band 1 wird vorausgesetzt

Psychodiagnostik: Psychometrische Grundlagen
Tack
Vorlesung
Di 11-13, SR III, Bau 1
Beginn: 30. 10. 2001
Gegenstand der Veranstaltung sind die formalen und methodischen Grundlagen der Konstruktion und des diagnostischen Einsatzes psychometrischer Testverfahren. Damit soll ein Grundlagenwissen vermittelt werden, das beim Einsatz von Tests hilfreich ist und überdies das Verständnis weiterführender Publikationen über Spezialfragen ermöglicht. Hierzu werden im einzelnen die folgenden Themen behandelt.
Aufgabenstellung und Basiskonzepte
Psychometrische Tests
Fragestellung
Theoretische Ansätze
System psychometrischer Daten
Klassische Testtheorie
2.1 Grundannahmen und erste Ableitungen
2.2 Messfehler und Reliabilität
2.3 Validität
2.4 Variation der Testlänge
2.5 Testwertdifferenzen und Veränderungsmessung
2.6 Itemanalyse
Probabilistische Testtheorie
3.1 Basiskonzepte
3.2 Rasch-Modell und Birnbaum-Modell
3.3 Grundlegung des Rasch-Modells
3.3.1 Statistische Fundierung
3.3.2 Messtheoretische Fundierung
3.4 Parameterschätzung
3.5 Modelltests
Diagnostische Entscheidung
Entscheidungssituationen
Entscheidungen ohne diagnostische Daten
4.2.1 einfache Strategien
4.2.2 gemischte Strategien
4.2.3 zulässige Strategien
4.3 Entscheidungen mit diagnostischen Daten
Begleitend zur Veranstaltung werden zur Erfolgskontrolle Übungsaufgaben gestellt. Weiterhin wird ein Skript bereit gestellt. Die Skriptversion des vergangenen Semesters kann vom Netz geladen werden. Wer noch keinen Acrobat-Reader zum Lesen solcher pdf-Dateien besitzt, kann ihn unter http://www.adobe.com/prodindex/acrobat/readstep.html kostenlos erhalten.

Forschungsmethoden: Strategien und Konzepte
Herr Schneider
Vorlesung
Mo 9-11, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 29. 10. 2001
Die Vorlesung ist eine von zwei Überblicksveranstaltungen zum Fach „Forschungsmethoden“. Im ersten Teil der Veranstaltung wird eine Einführung in allgemeine Forschungsstrategien und Forschungsformen gegeben. Gegenstand des zweiten Veranstaltungsteils sind ausgewählte Methoden der Datengewinnung.

Medienpsychologie
Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk
Vorlesung
Di 14.15 Uhr bis 16.00 Uhr, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 30.10.2001
Einführung in das Fach Medienpsychologie, definitorische und historische Grundlagen, Aspekte der, Mediennutzung und –auswahl, emotionale, kognitive und verhaltensbezogene Medienwirkungen, entwicklungspsychologische Aspekte, Medienkompetenz.
Bemerkungen:
Die Veranstaltung ist eine Überblicksveranstaltung nach § 16 der Studienordnung für das Fach Psychologie. Sie ist offen für NF-Studenten. Studenten der Fächer „Historisch orientierte Kulturwissenschaften“ und „Medien- und Kommunikationsmanagement“ können einen Schein erwerben (Klausur).

Organisationspsychologie
Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk
Vorlesung
Do, 11.15 Uhr bis 13.00 Uhr, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 08.11.2000
Einführung in das Organisationspsychologie, soziologische und ökonomische Grundlagen, psychologische Konzepte zur Organisationswahl und zur Personalauswahl, Kommunikation in Organisationen, Gruppen und Gruppenarbeit, psychologische Theorien zu Konflikten in Organisationen, Theorien der Arbeitsmotivation und –zufriedenheit, psychopathologisches Verhalten in Organisationen, klassische und moderne Führungstheorien.
Bemerkungen:
Die Veranstaltung ist eine Überblicksveranstaltung nach § 16 der Studienordnung für das Fach Psychologie. Sie ist offen für NF-Studenten.

2. Grundlagenfächer


Prüfungsfach KOGNITIVE PSYCHOLOGIE


Beispiele beim Lernen und Problemlösen
Gerjets, Scheiter
Seminar
Mi 9-11, SR III, Bau 1
Beginn: 31.10.01
Im Seminar sollen sowohl klassische als auch neuere Studien zur Bedeutung von Beispielen beim Lernen und Problemlösen behandelt werden. Im Bereich der Problemlöseforschung geht dabei vor allem um analoges Problemlösen und fallbasiertes Denken. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Unterscheidung zwischen oberflächlichen und strukturellen Informationen in Beispielen. Im Bereich der Lernforschung geht es hingegen vor allem um Themen wie die abstrakte versus beispielbasierte Wissensvermittlung, den Erwerb kognitiver Schemata aus Beispielen, die Verringerung von Arbeitsgedächtnisbelastungen durch Lösungsbeispiele, die Rolle von Beispielelaborationen beim Selbsterklärungseffekt sowie Förderungsmöglichkeiten für das Lernen aus Beispielen. Die behandelten Studien zum analogen Problemlösen und zum Lernen aus Beispielen umfassen zentrale Forschungsergebnisse der Problemlösepsychologie und der Instruktionspsychologie aus den letzten 15 Jahre.
Von den Studierenden wird eine aktive Teilnahme am Seminar erwartet sowie die Bereitschaft, ein Referat zu einem der Themen auszuarbeiten. Die Seminarliteratur wird bei Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.
Das Seminar ist für Studierende im Hauptstudium vorgesehen. Es beginnt am 31.10. und findet in Seminarraum III, Gebäude 1, 3.
Etage statt.

How many Moduls are there?
Schrobildgen
Seminar
Di 9-11, SR II, Bau 1
Beginn: 30.10.2001
Wenn man sich mit der Architektur eines kognitiven Systems beschäftigt - oder auch im Allgemeinen mit Beschreibungsmöglichkeiten für kognitive Systeme - dann fällt einem unweigerlich das Wort "Modul" oder "Modularität" ins Auge. Beispielsweise dann, wenn man separierbare Teilfunktionen untersucht. Ist "Modularität" eine nicht hinterfragte Vorannahme? Oder ein empirisch überprüfbarer Fakt? Oder einfach Ansichtssache? Auf welchen Ebenen soll "Modularität" gelten? Wir wollen in diesem Seminar versuchen, uns den Antworten zu nähern und uns genauer
damit befassen, was "Modularität" bedeutet. An ausgewählten Beispielen werden wir modulare vs. nichtmodulare Beschreibungsversuche für kognitive Systeme gegenüberstellen. Unsere theoretische Grundlage werden die Kriterien für ein Modul von Fodor ("Modularity of Mind", 1983) bilden. Unsere Beispiele werden Beschreibungsversuche für die Architektur des Arbeitsgedächtnisses, spezifische Sprachfunktionen (und spezifische Sprachausfälle) sowie spezifische Gedächtnisfunktionen sein. Vorraussetzung für den Scheinerwerb ist die aktive und regelmäßige Mitarbeit im Seminar sowie die Übernahme eines Referates.

Entscheidungsstrategien
Tack
Seminar
Di 14-16, SR III, Bau 1
Beginn: 30.10.01
Wie kommen Sie eigentlich dazu, an diesem Seminar teilzunehmen oder auch nicht teilzunehmen? Sicherlich haben Sie nicht alle Aspekte bedacht, die sich auf mögliche Konsequenzen Ihrer Entscheidung beziehen. Würden Sie dies tun, dann hätten Sie eine große Chance, so lange nach neuen Aspekten zu suchen, bis schließlich das Semester vorbei ist. Es ist daher wahrscheinlicher, dass Sie Ihre Entscheidung aufgrund einiger weniger Gesichtspunkte treffen. Welche sind das? Wie verarbeiten Sie die? Wie wägen Sie positive und negative Aspekte einer der beiden Entscheidungsalternativen gegeneinander ab?
Um solche und ähnliche Fragestellungen geht es im Seminar über Entscheidungsstrategien. Wir werden aktuelle Forschungsergebnisse und Konzeptionen aus diesem Themenbereich anschauen und versuchen, deren Brauchbarkeit und Reichweite abzuklären.
Dieses Seminar ist für Studierende des zweiten Studienabschnittes gedacht. Das schließt nicht aus, dass in Einzelfällen auch interessierte Studierende des ersten Studienabschnittes daran teilnehmen können. Es ist dem Prüfungsfach „Kognitive Psychologie“ zugeordnet, kann also als eines der Seminare aus diesem Bereich benutzt werden, bei denen eine erfolgreiche Mitarbeit für die Zulassung zur Diplomprüfung nachzuweisen ist. Selbstverständlich sind darüber hinaus auch interessierte andere Studierende willkommen.

 Methoden der experimentellen Kognitionsforschung
Zimmer
Seminar
Do 11-13, SR II, Bau 1
Beginn: 25.10.01
In dem Seminar werden die Methoden der computergestützten experimentellen Kognitionsforschung vorgestellt. Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer/innen lernen, ein Experiment auf einem Rechner selbst­ständig durchzuführen. Hierzu ist es notwendig, die zur Steuerung des Experiments benutzte ‘Program­mier­sprache’ zu erlernen. Dies ist in erster Linie ERTS und EPRIME. Die Teilnehmer/innen werden mehrere klei­nere Experimente als Übungsaufgaben programmieren. Am Ende des Seminars sollen sie ein selbst entwor­fenes Experiment als lauffähiges Programm vorstellen. Die Abgabe dieses Programms und die Bearbeitung der Übungsaufgaben ist Voraussetzung für den Erhalt eines Scheines.
Der Besuch des Seminars wird allen Studierenden empfohlen, die im Bereich der experimentellen Kognitions­forschung (Prof. Engelkamp), der Psychologie der Lebensspanne (Prof. Lindenberger) oder in der Neuro­wissenschaft  (Prof. Mecklinger) empirisch arbeiten möchten. In allen drei Bereichen werden Grundkennt­nisse in diesen Verfahren vorausgesetzt. Empfehlenswert sind solche Kenntnisse auch für spätere berufliche Tätigkeiten außerhalb der Grundlagenforschung etwa im Reha Bereich oder in der neuropsychologischen Diagnostik, z.B. in Kliniken.
Das Seminar ist eine Pflichtveranstaltung für alle Diplomanden/innen in der Arbeitsgruppe ‘experimentelle Kognitions­psychologie’, da dort diese Programme stets benutzt werden müssen.

Grundlagenfach KOGNITIVE NEUROPSYCHOLOGIE

Neuropsychologie der Handlung
Grünewald
Fr 9-11 (14-tägig) Bau 1, SR III
Beginn: 2.11.01

Neurokognition des Gedächtnisses
Mecklinger
Seminar
Di 16-18, SR I, Bau 1
Beginn: 30.10.01
Ein Großteil unserer Erkenntnisse darüber, wie psychische Funktionen im Gehirn realisiert werden, stammt von Patienten mit Gehirnverletzungen. In neuerer Zeit werden vermehrt Methoden der funktionellen Bildgebung (PET, fMRI; EKP) zur Analyse kognitiver Funktionen verwendet. In diesem Seminar sollen wichtige Aspekte der Gedächtnispsychologie (implizites / explizites Gedächtnis; episodisches / semantisches Gedächtnis, priming, Enkodierung, Abruf, Bindung etc) hinsichtlich ihrer neurobiologischen Korrelate dargestellt und diskutiert werden. Ein Schwerpunkt wird im Bereich Gedächtnis und Sprachverarbeitung liegen.

Prüfungsfach SOZIALE KOGNITION UND INTERAKTION


Experimentelle Methoden der Sozial- und Kommunikationspsychologie      
Krolak-Schwerdt
Seminar
Di, 14-16, SR II, Bau 1
Beginn: 30.10.2001
Inhalt: Wie andere Gebiete der Psychologie auch, so ist sozial- und kommunikationspsychologische Forschung in weitem Umfang experimentell angelegt. In diesem Seminar soll anhand ausgewählter Untersuchungen in unterschiedliche Spezialthemen aus diesem Bereich, in denen vornehmlich experimentell gearbeitet wird, eingeführt werden. Hierzu zählen Einstellungen und Verhalten, interpersonale Kommunikation, soziale Identität, Determinanten der Gruppenleistung usw. Einer der Schwerpunkte wird auf dem Gebiet der sozialen Kognition liegen, die sich mit der Wahrnehmung von Situationen, Gruppen und Personen, der Interpretation des Handelns von Personen sowie Schlußfolgerungen beschäftigt, die zur Zuschreibung stabiler Eigenschaften an andere Personen führen

Schriftlichkeit, Mündlichkeit
Rummer
Seminar
Mi, 16-18, SR II, Bau 1
Beginn: 24.10.01
Nach einem allgemeinen Überblick über den Phänomenbereich werden wir uns im ersten Teil des Seminars mit Theorien der schriftlichen und mündlichen Sprachproduktion und -rezeption beschäftigen. Im zweiten Teil befassen wir uns mit empirischen Untersuchungen zum Partnerbezug bei der mündlichen und schriftlichen Textproduktion. Im abschließenden dritten Teil wird die Funktion schriftlicher und mündlicher Äußerungen für mediale Kommunikation in Vordergrund stehen (HCI, CMC).

Interaktionsdesign
Plach
Seminar
Do 14-16, SR II, Bau 1
Beginn: 8.11.01
Ziel der Veranstaltung ist es einen fundierten Einblick darüber zu erhalten, wie Menschen mit komplexen informationstechnischen Systemen interagieren und wie diese Interaktion verbessert werden kann. Es stehen dabei Ansätze im Mittelpunkt, die der Sozialpsychologie zuzurechnen sind, jedoch Überscheidungen mit kognitionspsychologisch begründeten Theorieansätzen aus dem Bereich der HCI (Human-Computer Interaction) aufweisen.

Prüfungsfach PSYCHOLOGIE DER LEBENSSPANNE


 Entwicklungsaufgaben und Entwicklungsprobleme im Vor- und Grundschulalter
Projekt „Entwicklung und Erziehung“, Teil 2
Bettingen
Seminar
Do, 9-11, SR 1
Beginn: 25.10.01
In jeder Lebensphase eines Kindes gibt es spezielle Aufgaben, deren Bewältigung für eine optimale Entwicklung erforderlich ist. Die Kontrolle der Ausscheidungsfunktionen, das Ertragen einer zeitweiligen Trennung von Bindungspersonen, die Beziehungsgestaltung zu Gleichaltrigen, Selbstkontrolle und Selbststeuerung und die Anpassung an schulische Leistungsanforderungen sind einige der „Hürden“,  vor die sich ein Kind im Vor- und Grundschulalter gestellt sieht.
Wie erfolgreich Entwicklungsaufgaben bewältigt werden, hängt von der individuellen Konstellation der Risiko- und Schutzfaktoren ab, die die Lebenssituation eines Kindes kennzeichnen.
Im Rahmen des Seminars werden Entwicklungsaufgaben und häufige Entwicklungsprobleme im Alter zwischen 3 und 10 Jahren behandelt, die als transitorische Verhaltensprobleme auftreten können, aber auch als schwerwiegendere psychische Störungen.
Der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Zunächst wird die jeweilige Entwicklungsproblematik (z. B. Enuresis, Soziale Unsicherheit, Ängste, Aggressivität, Lern- und Leistungsstörungen) von einer Arbeitsgruppe theoretisch erarbeitet und im Plenum vorgestellt. Anschließend wird Einladung ergehen an praktisch tätige PsychologInnen, mit der Bitte, zu dem entsprechenden Thema aus ihrer Arbeit mit Kindern zu berichten. In einem dritten Schritt ist schließlich geplant, das erlangte Wissen auch nach außen zu tragen, indem in Kindergärten und Grundschulen Vorträge angeboten werden.
Somit versteht sich die Veranstaltung als Fortsetzung des Projekts „Entwicklung und Erziehung“, in dessen Rahmen sich bereits  im WS 2000/01 Studierende der Herausforderung stellten, entwicklungspsychologisches Wissen sowohl im üblichen Seminarrahmen, aber auch in außeruniversitären Kontexten darzustellen.
Alle weiteren inhaltlichen und organisatorischen Fragen werden in der ersten Sitzung besprochen.

Konnektionistische Modellierung kognitiver Entwicklung
Lindenberger
Seminar mit praktischen Übungen
Fr 11-13, SR II & CIP-Pool, Bau 1
Beginn: 09.11.01
Interaktionistische (konstruktivistische) Ansätze postulieren, daß die Erforschung der Entwicklung kognitiver Strukturen wesentlich zum Verständnis ihrer Funktionsweise beiträgt.  Methodische und konzeptuelle Innovationen unter anderem in den Neurowissenschaften haben die wissenschaftliche Produktivität dieses Ansatzes deutlicher als zuvor zum Vorschein gebracht.  Von zentraler Bedeutung sind hierbei konnektionistische Modelle (auch neuronale Netzwerke genannt).  Mit diesen Modellen können Interaktionen zwischen Reifung, Alterung und Lernen simuliert werden. Dies ermöglicht das Testen und Generieren von Hypothesen über die Dynamik kognitiver Systeme im allgemeinen und die Ursachen von Entwicklungsveränderungen im besonderen.
Das Seminar verknüpft die konstruktivistische Perspektive der Entwicklung mit einer praktischen Einführung in die Funktionsweise neuronaler Netzwerke.  Die praktischen Übungen erfolgen unter Anleitung von Yvonne Brehmer.  Die Übungen behandeln zum Beispiel folgende Fragen:
Wie und wieso unterscheidet sich der Lernprozess von Kindern und Erwachsenen?
Wie kann man negative kognitive Veränderungen im Erwachsenenalter verstehen?
Wie lassen sich Quellen interindividueller Entwicklungsunterschiede theoretisch bestimmen und modellieren?
Wie lassen sich Entwicklungsstörungen angemessen begreifen?
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme sind die regelmäßige Bearbeitung von Übungsaufgaben und die Übernahme eines kurzen Referats.

Prüfungsfach PSYCHISCHE STÖRUNGEN


 Trauma und Traumaverarbeitung
Anke Kirsch
Seminar
Fr, 09-11 Gebäude 1, Seminarraum I
Beginn: 02.11.01
In diesem Seminar sind folgende Themen zur Bearbeitung vorgesehen: Struktur und  Dynamik des Traumatischen Prozesses, Idiograhische Untersuchungen zu  traumatischen Prozessverläufen, Traumazentrierte Psychotherapie, Spezielle Psychotraumatologie, Trauma und Gedächtnis sowie Trauma und Konflikt.
Literatur:
Zur Vorbereitung wird folgendes Buch empfohlen: Fischer, G. & Riedesser, P. (1998): Lehrbuch der Psychotraumatologie. München: Reinhart.

Psychoanalyse und Literaturwissenschaft am Beispiel von Franz Kafka
Prof.Dr.phil.R.Krause/ PD Dr.Reiner Marx
Seminar
Di, 11.00 – 13.00 Uhr, SR I, Geb.1
Beginn: 30.10.01
Nach dem Studium von Grundlagentexten zum Verhältnis von Psychoanalyse und Literaturwissenschaften  soll an Hand von ausgewählten  Texten von Franz Kafka sowie seiner Biographie die Fruchtbarkeit der Verbindung beider Ansätze ausgelotet werden.
Teilnehmen können Psychologiestudenten nach dem Vordiplom sowie Studierende der Germanistik. Für die Psychologiestudenten zählt die Voraussetzung für das Prüfungsfach „Psychische Störungen“.

Klassifikationssysteme und Differentialdiagnose
Merten
Seminar
Di 9-11, SR I, Bau 1
Beginn: 30.10.01
Inhalt: Gegenstand des Seminars ist die Entwicklung und kritische Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen von symptombasierten Klassifikationssystemen. Die Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV werden in Form von Referaten und praktischen Übungen erarbeitet und diskutiert. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Die Übernahme eines Referats und die Teilnahme an den praktischen Übungen sind obligatorisch. Für die Veranstaltung werden grundlegende Kenntnisse der wichtigsten psychischen Störungen vorausgesetzt. Siehe dazu Davison, G. C. & Neale, J. M. (1996). Klinische Psychologie (4. Aufl.), München: Verlags-Union.

3. Methodenfächer


Prüfungsfach PSYCHOLOGISCHE DIAGNOSTIK UND EVALUATION


 Kurs zum Erlernen des Facial Action Coding System (FACS-Kurs)
Marion Dreher
AG/ Praktikum
Vorbesprechung: Mo, 5.11.2001, 11 Uhr, Geb. 1, Raum U19
Der FACS-Kurs wird zu Beginn der Semesterferien im Frühjahr 2002 stattfinden. Seine Dauer wird zwei Wochen (ganztätig) betragen; an diese schließen sich noch ca. 2 Tage für die Abschlußprüfung an. Im Verlauf des Kurses wird das System zur Erfassung mimischer Ausdrucksbewegungen von Ekman & Friesen erlernt. Dies bedeutet, daß die TeilnehmerInnen einerseits lernen werden, Bewegungen in der Mimik anderer Personen zu identifizieren, andererseits, diese Muskelbewegungen selbst willkürlich auszuführen.
Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf 8 Personen begrenzt

Biographische Diagnostik
Keßler
Seminar
Fr 11-13, SR I, Bau 1
Beginn: 2.11.01
In dieser Veranstaltung sollen die psychodiagnostischen Verfahren, die biographische Daten verwenden, vorgestellt und untersucht werden. Die Bandbreite soll von Einzeldaten und Mikroansätzen individueller Identitäts- und Deformationsentwicklungen bis hin zu Makroansätzen der soziologischen Lebenslaufforschung reichen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung sollen freie und strukturierte klinischen Verfahren der Biographieerhebung, ihre Auswertungsmöglichkeiten und die methodischen Probleme stehen.
Die Veranstaltung ist für Studierende des zweiten Studienabschnitts gedacht, die im Fach Psychodiagnostik eine Prüfung ablegen wollen. Da geplant ist, Teile des Seminars auf der Grundlage eigener Biographieschilderungen der Seminarteilnehmer aufzubauen, wird die Bereitschaft zur Selbsterfahrung vorausgesetzt. Die Kriterien für den Erwerb des Scheins werden in der ersten Sitzung besprochen.

Praktikum Interaktionsanalyse
Herr Schneider
AG/Praktikum
Mo 14-16 und Do 9-11, SR II, Bau 1
Beginn: 29.10.01
Lernziel ist eine verbesserte Einsicht in Vorgänge, wie sie in Gesprächs- und Diskussionsgruppen zu beobachten sind. Die Veranstaltung ist als trainingsintensives Kleingruppenpraktikum konzipiert. Zentraler Bestandteil ist das Beobachtungssystem SYMLOG von Bales und Cohen (1982)

Prüfungsfach FORSCHUNGSMETHODEN


 Experimentelle Methoden der Sozial- und Kommunikationspsychologie
Krolak-Schwerdt
Seminar
Di, 14-16, SR II, Bau 1
Beginn:

Konnektionistische Modellierung kognitiver Entwicklung
Lindenberger
Seminar mit praktischen Übungen
Fr 11-13, SR II & CIP-Pool, Bau 1
Beginn: 09.11.01
Interaktionistische (konstruktivistische) Ansätze postulieren, daß die Erforschung der Entwicklung kognitiver Strukturen wesentlich zum Verständnis ihrer Funktionsweise beiträgt.  Methodische und konzeptuelle Innovationen unter anderem in den Neurowissenschaften haben die wissenschaftliche Produktivität dieses Ansatzes deutlicher als zuvor zum Vorschein gebracht.  Von zentraler Bedeutung sind hierbei konnektionistische Modelle (auch neuronale Netzwerke genannt).  Mit diesen Modellen können Interaktionen zwischen Reifung, Alterung und Lernen simuliert werden. Dies ermöglicht das Testen und Generieren von Hypothesen über die Dynamik kognitiver Systeme im allgemeinen und die Ursachen von Entwicklungsveränderungen im besonderen.
Das Seminar verknüpft die konstruktivistische Perspektive der Entwicklung mit einer praktischen Einführung in die Funktionsweise neuronaler Netzwerke.  Die praktischen Übungen erfolgen unter Anleitung von Yvonne Brehmer.  Die Übungen behandeln zum Beispiel folgende Fragen:
Wie und wieso unterscheidet sich der Lernprozess von Kindern und Erwachsenen?
Wie kann man negative kognitive Veränderungen im Erwachsenenalter verstehen?
Wie lassen sich Quellen interindividueller Entwicklungsunterschiede theoretisch bestimmen und modellieren?
Wie lassen sich Entwicklungsstörungen angemessen begreifen?
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme sind die regelmäßige Bearbeitung von Übungsaufgaben und die Übernahme eines kurzen Referats.

Einzelfallstatistische Studien
Merten
Seminar
Di, 14-16, Gebäude 1.1, Gruppenraum UG
Beginn: 30.10.2001
Inhalt: Im Seminar werden zeitreihenanalytische Methoden behandelt. Diese werden an Hand von selbst zu erhebenden Daten und Daten aus einem Psychotherapie-Prozessforschungsprojekt praktisch erprobt.
Bemerkungen: Gute Grundlagenkenntnisse in Statistik und der Anwendung von SPSS werden vorausgesetzt. Abgeschlossenes Vordiplom ist Voraussetzung für die Teilnahme. Es können max. 30 Teilnehmer aufgenommen werden.

Praktikum Interaktionsanalyse
Herr Schneider
AG/Praktikum
Mo 14-16 und Do 9-11, SR II, Bau 1
Beginn: 29.10.01
Lernziel ist eine verbesserte Einsicht in Vorgänge, wie sie in Gesprächs- und Diskussionsgruppen zu beobachten sind. Die Veranstaltung ist als trainingsintensives Kleingruppenpraktikum konzipiert. Zentraler Bestandteil ist das Beobachtungssystem SYMLOG von Bales und Cohen (1982)

Inhaltsanalyse als Forschungsmethode
Herr Schneider
Seminar
Di 16-18, SR II, Bau 1
Beginn: 30.10.01
Ziel des Seminars ist die Beschäftigung mit der systematischen Analyse verschrifteten verbalen Materials. Es werden verschiedene Verfahren der Inhaltsanalyse vorgestellt und auf  ausgewählte Texte angewandt.

4. Anwendungsfächer


Prüfungsfach KLINISCHE PSYCHOLOGIE UND PSYCHOTHERAPIE

inführung in die klinische Psychologie und Psychotherapie
Prof. Dr. phil. R. Krause
Vorlesung
Do 16-18, Hörsaal, Bau 1
Beginn: 08.11.01
Ausgehend von Band 1 der Allgemeinen Psychoanalytischen Krankheitslehre sowie unseren neuen Forschungsergebnissen soll eine Einführung in die Psychotherapie versucht werden. Als Verständnisrahmen soll die therapeutische Beziehung von anderen hilfreichen Beziehungsformen abgegrenzt werden. Es soll diskutiert werden, welche Faktoren für welche Art von Störungen kurativ sind. Dabei soll speziell auf das Verhältnis von Einsicht und korrigierender emotionaler Erfahrung und das Problem der Suggestion eingegangen werden. Wir werden diskutieren, ob eine Allgemeine Psychotherapietheorie möglich und wünschenswert ist und welche rechtlichen und ethischen Probleme im psychotherapeutischen Handeln auftauchen. Die Kenntnis von Band 1 wird vorausgesetzt

Kinderpsychopathologie (Klinisches Kolloquium)
Fabregat
Seminar
Mo 9-11, SR II, Bau 1
Beginn: 29.10.2001
Einführung in das klinische Denken an Hand von psychopathologischen Befunden, klinischen Fällen und Fallvignetten. Neben von mir selbst behandelten Fällen werden solche von Autoren wie Lebovici, Klein, Fraiberg und Winnicott vorgestellt und diskutiert. Dabei sollen Indikation und Prognose, therapeutische Intervention und Krisenintervention  für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen diskutiert werden.

Klinisches Praktikum
Keßler, Benecke, Hoellen, Rossbach, Tannchen
AG/Praktikum
Zeit und Ort nach Vereinbarung (4 SWS)
Beginn: 44. Woche
Zu den Anforderungen des Anwendungsfachs Klinische Psychologie gehört die Bearbeitung eines Falles (4 SWS) im Rahmen des Klinischen Praktikums. Das Klinische Praktikum läuft in der Regel in studentischen Fünfergruppen ab, die jeweils einem Fallbetreuer zugeordnet sind. Ziel der Veranstaltung ist, die Fallgruppen in die diagnostische und therapeutische Arbeit am konkreten Praxisfall einzuführen.
Wer sich für die Teilnahme am Klinischen Praktikum interessiert, muß zunächst das Klinische Kolloquium erfolgreich besucht und sich danach in eine ständig bei Dr. Keßler ausliegende Liste eingetragen haben. Zu Beginn des Semesters werden die Fallgruppen per Aushang angekündigt (Schwarzes Brett im KG). Der Termin für das erste Treffen der Gruppen wird dort angekündigt, alle weiteren Termine werden mit dem jeweiligen Fallgruppenbetreuer ausgehandelt.
Die erfolgreiche Teilnahme wird definiert durch die regelmäßige Anwesenheit bei den Sitzungen sowie die Ablieferung eines Fallberichts durch den einzelnen oder die Gruppe. Hinweise für die Gestaltung des Fallberichts sind im Sekretariat der Klinischen Abteilung erhältlich. Nach Ablieferung des Fallberichts wird die Veranstaltung durch Dr. Keßler testiert.

Imagination in der Psychotherapie II
Keßler
Seminar
Do, 9-11, U 19, Bau 1 (14-tägig)
Imaginationen haben in der Psychotherapie eine lange Tradition. In diesem Seminar sollen einige Entwicklungslinien nachgezeichnet und deren diagnostische und psychotherapeutische Bedeutung aufgezeigt werden
Im diagnostischen Bereich können Imaginationen als Teil einer erweiterten "kognitiven" funktionalen Verhaltensanalyse eine wichtige Rolle spielen. Verfahren zur Analyse von Imaginationen, etwa Tests, Fragebogen, Lautes Denken sollen ausführlich besprochen werden. Im therapeutischen Teil liegt der Schwerpunkt des Seminars auf den Ansätzen von Cautela, Shorr, Boesch, Ahsen und Epstein.
Das Seminar soll praktisch orientiert sein (Demonstrationen, Übungen, Selbsterfahrungsanteile).
Das Seminar findet vierzehntägig statt und steht nur den Teilnehmern des 1. Teils aus dem vorangegangenen Semester offen.

Psychotherapeutische Behandlungsmethoden und Therapieschulen
Merten
Seminar
Mi 9-11, SR I, Bau 1
Beginn: 31.10.01
Im Seminar werden ausgesuchte psychotherapeutische Behandlungsmethoden und Therapieschulen in Form von Referaten vorgestellt. Darüber hinaus werden Studien zur Wirksamkeit, differentiellen Indikation und Wirkweise der verschiedenen Behandlungsverfahren dargestellt und diskutiert.
Bemerkungen: Abgeschlossenes Vordiplom ist Voraussetzung für die Teilnahme. Es können max. 30 Teilnehmer aufgenommen werden.

Prüfungsfach MEDIEN- und ORGANISATIONSPSYCHOLOGIE


 Kundenorientierung bei Nonprofit-Organisationen
Benz
AG/Praktikum
Zeit: siehe Aushang, Medienseminarrraum, Bau 1

Film- und Bildgestaltung am Beispiel von Business-TV
Kern
AG/Praktikum
Zeit: siehe Aushang, Medienseminarraum, Bau 1

Serien: "Fernsehen als Beziehungskiste"
Schwab
Seminar
Mi 9-11, Medienseminarraum, Bau 1
Beginn: 26.10.2001
 Das Seminar handelt sowohl von Interaktionen zwischen Medienfiguren und Mediennutzen als auch von Beziehungen, die das Publikum zu Medienfiguren unterhält. Wenn etwa Rezipienten von Serien ihre Lieblingsfiguren bewundern oder vermissen, sie als vertraute Bekannte oder gute Freunde erleben. Insgesamt geht es um das Phänomen der so genannten "parasozialen Beziehung" oder "parasozialen Interaktion". Hierzu soll der aktuelle Stand der Forschung und Theoriebildung erarbeitet werden.
Die Teilnehmenden sollen sich außerdem mit zwei bekannten Serien eingehender auseinandersetzen (etwa: Ally McBeal und Star Trek).

Entwicklung eines Coaching-Konzepts
Schwab
AG/Praktukum
Mi 14-16, Bau 1, Multimedia-Seminar-Raum E01
Beginn: 24.10.2001
Die Teilnehmenden gestalten ein 10 Sitzungen umfassendes Coachingkonzept. Es werden Themen wie Auftragsklärung, Diagnostik, Interventionen, etc. bearbeitet. Der theoretische Hintergrund orientiert sich an Konzepten der "Systemischen Beratung und Therapie" sowie Ansätzen aus der Evolutionspsychologie.
Bemerkung: Sinnvoll für den Besuch des Seminars sind Kenntnisse aus der Vorlesung "Organisationspsychologie", sowie aus den Seminaren "Beobachtungsübungen", "Emotionale Intelligenz" sowie Inhalte der Vorlesung "Allgemeine Psychologie II". Das Praktikum ist auf 15 Teilnehmende begrenzt!

Infotainment
Dagmar Unz
Seminar / Praktikum
Donnerstag, 9 Uhr, Bau 1, Multmedia-Seminar-Raum E01
Beginn: 25.10.2001
Das Seminar / Praktikum findet teilweise in Blockform statt!
Zunehmend lässt sich in einzelnen Mediengenres eine Hybridisierung der Medieninhalte, eine Vermischung zwischen Information und Unterhaltung, in Richtung Infotainment beobachten: Journalismus überschreitet immer öfter die Grenzen rein faktischer Berichterstattung zur Unterhaltung (z.B. Boulevardjournalismus). Umgekehrt ist zu beobachten, dass vermehrt Alltagsrealität in unterhaltende Mediendarstellungen Einzug hält. Belege dafür sind Reality-TV, die nachmittäglichen Talkshows, aber auch Formen wie “Big Brother” oder Unterhaltungssendungen, die realistisch und alltagsnah daherkommen (etwa “Lindenstraße”).
Das Seminar setzt sich in einem theoretischen Teil mit den Begriffen der Information und der Unterhaltung auseinander. Es werden empirische Ergebnisse zu Mediennutzung und Mediengewohnheiten besprochen und relevante theoretische Konzepte (Videomalaise, Wissensklufthypothese etc.) diskutiert.
In einem praktischen Teil sollen die TeilnehmerInnen des Seminars einzelne Sendungen im Hinblick auf Gestaltungsmerkmale des Infotainments analysieren.
Bemerkung: Sinnvoll für den Besuch des Seminars sind Kenntnisse aus der Vorlesung “Einführung in die Medienpsychologie”.

Psychologische Grundlagen im Führungsprozess
Dagmar Unz
Seminar
Dienstag, 9 Uhr, Bau 1, Multimedia-Seminarraum E01
Beginn: 30.10.2001
Das Seminar findet teilweise in Blockform statt!
Als “Führung” kann man jede zielbezogene, interpersonelle Verhaltensbeeinflussung mit Hilfe von Kommunikationsprozessen bezeichnen. Das komplexe Feld der Interaktion zwischen zusammenarbeitenden Menschen, zwischen “Führenden” und “Geführten”, wird von den vielfältigsten Faktoren beeinflusst. Im Seminar werden psychologische Grundlagen des Führungsprozesses erörtert und vertiefend einzelne Aspekte des Phänomens Führung betrachtet (Kommunikation und Gesprächsführung, Gestaltung von Beziehungen, Zusammenarbeit, Konfliktmanagement usw.).
Bemerkung:  Sinnvoll für den Besuch des Seminars sind Vorkenntnisse aus der Vorlesung “Einführung in die Organisationspsychologie” und natürlich Kenntnisse aus den Grundlagenfächern des Vordiplomstudiums (Sozialpsychologie, Emotions-, Motivationspsychologie, Differentielle Psychologie etc.). Ergänzend können einzelne Aspekte durch den Besuch anderer Seminare der Arbeitseinheit Medien- und Organisationspsychologie (z.B. Coaching, Präsentation und Moderation) vertieft werden.

Radiohören – Sozialwissenschaftliche und historische Aspekte der Medienrezeption
Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk
Seminar
Do 14.15 Uhr bis 16.00 Uhr, Multimedia-Raum, Bau 1
Beginn: 08.11.01
Ausgehend von der Realgeschichte des Mediums von 1923 bis heute, der Entwicklung der häuslichen Empfangssituationen, der Programmstrukturen sowie der Lebenswelten der Hörer werden historisch bedeutsame Forschungsergebnisse (hier: Arbeiten des „Office of Radio Research“ von Paul Lazarsfeld) sowie die theoretischen Grundlagen der modernen Hörerforschung behandelt. Die Veranstaltung beginnt mit einer Exkursion zum Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim und endet mit einer Exkursion zum Saarländischen Rundfunk.
Bemerkungen:
Die Veranstaltung ist ein Modellseminar, das zusammen mit Prof. Dr. C. Zimmermann (Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte) und Studenten der Kultur- und Mediengeschichte am Historischen Institut  der UdS durchgeführt wird. Entsprechend sollen die Referate von den Studentinnen und Studenten beider Fächer gemeinsam bearbeitet werden. Anmeldungen werden ab sofort vom Sekretariat der AE Medien- und Organisationspsychologie (Frau Mast) entgegengenommen.

5. Wahlpflichtfächer


Die hier aufgeführten Fächer bilden nur eine Auswahl der möglichen Pflichtwahlfächer (siehe Studienordnung Teil II, 2.2). Weitere Fächer sind den Aushängen zu entnehmen. Siehe hierzu auch die Veranstaltungspläne der entsprechenden Fachrichtungen.


- entfällt -

6. Forschungsseminare


 Anleitung zu Arbeiten aus den Bereichen Personenbeurteilung, Persönlichkeitspsychologie und Evolutionspsychologie
Herr Henss 
Mi 14-16, Gebäude 1, Seminarraum III
Beginn:   07.11.2001
Das Forschungskolloquium richtet sich an alle, die bei mir eine Diplomarbeit aus den Bereichen Personenbeurteilung, Persönlichkeitspsychologie oder Evolutionspsychologie schreiben bzw. mit dem Gedanken spielen, dies zu tun. Alle Diplomand(inn)en sollen mindestens zwei Mal über ihre Arbeit berichten. Im Rahmen des Kolloquiums sollen auch praktische Probleme der Versuchsplanung und Versuchsdurchführung sowie der statistischen Auswertung besprochen werden. Studierende, für die die neue Prüfungsordnung gilt, können im Rahmen dieser Veranstaltung eine Semesterarbeit anfertigen.
Nähere Informationen im Internet unter:
http://www.cops.uni-sb.de/ronald/Studinfo/studinfo.htm

Anleitung zu Arbeiten aus dem Bereich der Entwicklungspsychologie
Lindenberger und Mitarbeiter
Zeit und Raum nach Vereinbarung
Erster Termin: Do, 15. 11. 2001, 11-13, Dienstzimmer Ulman Lindenberger

Anleitung zu Arbeiten aus der Klinischen Psychologie
Keßler
Zeit nach Vereinbarung, Gebäude 1, Raum U 25
Beginn: 44. Woche
Zur Zeit werden vorrangig folgende Projekte bearbeitet: Imangination in der Psychotherapie, Biographische Analysen bei verschiedenen Störungsbildern, Narrative Konzepte in der Psychotherapie

Forschungskolloquium des Graduiertenkollegs „Klinische Emotionsforschung“ sowie der Abteilung Klinische Psychologie
Krause und Mitarbeiter
Forschungsseminar
Mo, 14.00 – 16.00 Uhr, SRI, Geb.1
Beginn: 29.10.01
Für Studenten des 2.Studienabschnittes, die ihre Diplom- und Semesterarbeit im Gebiet der Klinischen Psychologie zu machen gedenken, sowie für Doktoranden des Graduiertenkollegs „Klinische Emotionsforschung“. In dieser Veranstaltung werden Diplom- und Semesterarbeiten behandelt. In jeder Woche werden jeweils eine Semester- und eine Doktorarbeit vorgestellt. Die Arbeiten sind als Exposès und Posters jeweils eine Woche vor der Präsentation in der Abteilung zugänglich zu machen. Verantwortlich für den Ablauf ist Dr. Anke Kirsch.

Anleitung zu Arbeiten aus dem Bereich soziale Kognition und Interaktion
Frau Krolak-Schwerdt
Mi, 11-13, SR II, Bau 1
Beginn: 7.11.2001
Inhalt: Dieses Seminar bietet die Gelegenheit, anhand laufender Forschungsarbeiten aus der Sozialpsychologie Einblicke in die Hypothesengenerierung, Designplanung, Auswertung und Interpretation von Ergebnissen zu gewinnen. Die Forschungsarbeiten liegen auf dem Gebiet der sozialen Kognition und Kommunikation. Es können auch eigene Fragestellungen eingebracht und in der Gruppe gemeinsam bearbeitet werden.
Voraussetzung: Vordiplom bzw. Magisterzwischenprüfung

Anleitung zu Arbeiten aus dem Bereich der experimentellen Neuropsychologie
Mecklinger
Di 18-20, SR III, Bau 1
Beginn: 30.10.01
In diesem Seminar werden aktuelle Diplom- und Doktorarbeiten der Arbeitseinheit experimentelle Neuropsychologie dargestellt und diskutiert.

Anleitung zu Arbeiten aus dem Bereich der Kleingruppenforschung und Interaktionsdiagnostik
Herr Schneider
Zeit und Ort nach Vereinbarung
Es sollen laufende und geplante Diplomarbeiten aus dem Bereich der Kleingruppenforschung und Interaktionsdiagnostik vorgestellt und diskutiert werden

Anleitung zu Arbeiten aus dem Bereich der kognitiven Modellierung und Methodologie
Tack und Mitarbeiter
Di 16-18, SR III, Bau 1
Beginn: n.V.

Anleitung zu Arbeiten aus den Bereichen der Medien- und Organisationspsychologie
Prof. Dr. Peter Winterhoff-Spurk
Di 16.15 Uhr bis 18.00 Uhr, Multimedia-Raum,  Bau 1
Beginn: 30.10.2000
In diesem Seminar werden alle an der AE Medien- und Organisationspsychologie laufenden Semester-, Diplom- und Doktorarbeiten vorgestellt und diskutiert.
Bemerkungen:
Die Veranstaltung ist offen für alle Interessenten, die sich einen Überblick über Semester- und Diplomarbeiten aus den Bereichen Medien- und Organisationspsychologie verschaffen wollen. Für die Bearbeiter von Semesterarbeiten und für die Diplomanden der AE ist die Teilnahme verbindlich. Termine für die Präsentation der eigenen Arbeit (Poster) können ab sofort im Sekretariat der AE (Frau Mast) vereinbart werden.

Anleitung zu Arbeiten aus dem Bereich der experimentellen Kognitionspsychologie
Herr Zimmer
Do, 16-18, Gebäude 1, Seminarraum II
Beginn: 08.11. 01
In diesem Seminar werden laufende Diplom- und Forschungsarbeiten aus dem Arbeitsbereich experimentelle Kognitionspsychologie vorgestellt und besprochen. Das Kolloquium soll deshalb ein Diskussionsforum (!) für DiplomandInnen und DoktorandInnen bieten. Außerdem werden abgeschlossene Semester- und Diplomarbeiten in Form einer Powerpoint- oder Posterpräsentation vorgestellt. Die letztgenannten Präsentationen werden später (Sommer 2002) auf der institutsinternen Postersession auch anderen Studierenden zugänglich gemacht.

7. Sonstige Veranstaltungen


Beratung in EDV-Fragen
Herr Pospeschill
AG/Praktikum
Zeit und Ort nach Vereinbarung
Beginn: ab der ersten Vorlesungswoche
Inhalt: Dieses Beratungsangebot richtet sich an Studenten der Psychologie im zweiten Studienabschnitt, die eine INDIVIDUELLE Beratung zu empirischen Arbeiten benötigen. In der Beratung können folgende Hilfestellungen gegeben werden: Festlegen von Gestaltungskriterien für Untersuchungsinstrumente, die quantitativ oder qualitativ ausgewertet werden sollen; Untersuchungsplanung und -techniken einer empirischen Datenerhebung; Festlegen von Kriterien für eine EDV-gerechte Aufbereitung von Daten; Strategien bei der computergestützten Datenanalyse; Auswahl angemessener statistischer uni- und multivariater Verfahren, ihr Einsatz und ihre Interpretation.
Anmerkung: Interessenten werden dringend gebeten, dieses Angebot möglichst FRÜHZEITIG wahrzunehmen, d.h. bereits bei der PLANUNG einer empirischen Arbeit (z.B. im Rahmen der Semesterarbeit) und nicht erst nach der Datenerhebung (und erster fehlgeschlagener statistischer Auswertungsversuche).
Bemerkung: Besprechungstermine sollten vorab telefonisch/persönlich oder während der üblichen Sprechzeiten vereinbart werden.

 

© Markus Pospeschill, Stand: 31.10.2001