Aktuelle Informationen zum Bachelor- und Masterstudiengang Psychologie (Stand: 19.01.2012)
Der Diplomstudiengang Psychologie ist inzwischen durch einen Bachelorstudiengang (BSc.) Psychologie und einen Masterstudiengang (MSc.) für Psychologie abgelöst. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Studienfachberater, Studiengangsverantwortlichen der Fachrichtung Psychologie und Vorsitzenden des Bachelor-/Master-Prüfungsausschusses PD Dr. Markus Pospeschill. Bewerbungen für den Studiengang erfolgen direkt über das Studierendensekretariat der Universität des Saarlandes. Wesentliche Informationen zur Bewerbung finden sich hier.
Studieninteressierte anderer Universitäten, die in höhere Fachsemester wechseln wollen, beachten bitte folgende Hinweise zum Quereinstieg bzw. Studienortwechsel:
Informationen zu generellen Aspekten des Studiums, zu Prüfungen und Beschlüssen des Prüfungsausschusses finden sich hier:
I. Folgendes Konzept liegt dem Bachelorstudiengang (BSc.) Psychologie zugrunde:
- Studienziele und Besonderheiten
Der Studiengang orientiert sich an der Rahmenordnung,
die von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie mit
dem Ziel erarbeitet wurde, eine hinreichende Vergleichbarkeit
von Abschlüssen in Psychologie (bei gleichzeitiger
Möglichkeit von Profilbildungen) zu bewahren. Dementsprechend
erwerben die Bachelor-Studierenden an der
UdS profunde Kenntnisse und Fertigkeiten in den Methoden
(inkl. der Diagnostik) der Psychologie. Sie erhalten
Kenntnisse in allen wichtigen Grundlagenbereichen der
Psychologie. Auf diesen beiden Säulen aufbauend erwerben
die Studierenden anwendbares Wissen und weitere
Fertigkeiten in drei Anwendungsfächern der Psychologie.
Die Profilierung der Saarbrücker Psychologie besteht
dabei darin, dass die klassischen Anwendungsfächer (Klinische
Psychologie, Organisationspsychologie, Pädagogische
Psychologie) im Hinblick auf inhaltliche Anwendungsfelder
des Faches kombiniert und konturiert sind:
- Die traditionelle Ausbildung in Klinischer Psychologie
wurde um das Fach Klinische Neuropsychologie ergänzt.
Dies kommt einem wachsenden Bedarf an Psychologen
entgegen, die mit neurologischen Erkrankungen adäquat
umzugehen wissen und trägt dem Umstand Rechnung,
auch für Klinische Neuropsychologen adäquate Voraussetzungen
für eine spätere Approbation zu gewährleisten.
- Die BSc-Ausbildung in Organisationspsychologie ist eingebettet
in ein Curriculum „Diagnostik und Beratung“, das
Studierenden handlungsrelevantes Wissen zu diagnostischen Fragestellungen und daran anschließender Beratung
(z.B. Fähigkeits- und Eignungsdiagnostik im Bereich der
Berufsfindung) vermittelt.
- Das dritte Anwendungsfach Kognition, Lernen und Entwicklung
enthält zentrale Aspekte der Kognitionspsychologie
inkl. der Pädagogischen Psychologie. Die Studierenden
lernen z.B. Lern- und Arbeitsumwelten zu analysieren. Besonderer
Wert wird auf entwicklungspsychologische Aspekte
(z.B. Kognition im Alter) gelegt.
- Einordnung in die UdS-Strukturplanung
Die Psychologie ist das größte Fach der Philosophischen
Fakultät III – Empirische Humanwissenschaften mit konstant
hoher Studienplatz-Nachfrage.
Die Fachrichtung Psychologie ist eng vernetzt mit der
Fachrichtung Erziehungswissenschaft: Die Fachrichtung
Erziehungswissenschaft ist eingebunden sowohl in den
BSc Psychologie als auch den geplanten MSc Psychologie.
Es bestehen enge Verbindungen zur Informatik und
Computerlinguistik als auch zu den Neurofächern der Universitätsklinik
Homburg (z.B. Internationales Graduiertenkolleg
Adaptive minds).
Die Ausbildung in Psychologie an der UdS dient auch
dazu, die Primärausbildung von angehenden Psychotherapeuten
zu leisten, um den regionalen Nachwuchsbedarf an
Psychotherapeuten zu befriedigen.
- Standort in der deutschen / internationalen
Studienlandschaft
Die Fachrichtung Psychologie der UdS gehört zu den mittelgroßen
Fachrichtungen in Deutschland. In der letzten
bundesweiten Evaluation durch das CHE gehört die Fachrichtung
Psychologie der UdS bei den auf Studierendenurteilen
beruhenden Indikatoren „Studiensituation (gesamt)“
und „Betreuung“ zur Spitzengruppe in Deutschland; beim
dritten auf Studierendenurteilen beruhenden Indikator „Berufsbezug“
wurde ein guter Platz im Mittelfeld erreicht. (Bei
forschungsbezogenen Indikatoren gibt es ebenso hervorragende
Beurteilungen der Saarbrücker Psychologie.)
- Arbeitsmarktsituation /
Berufsaussichten
Der Arbeitsmarkt für Psychologen ist ein etablierter Markt
mit ausgezeichneten Karrierechancen, einer unterdurchschnittlichen
Arbeitslosigkeit und vielfältigen Tätigkeitsfeldern
im Gesundheitssektor, in der Wirtschaft, im Bildungsbereich,
der Forschung und in vielen weiteren Bereichen
(z.B. Institutionen im Bereich des Verkehrs, der Rechtspflege
etc.). Es ist davon auszugehen, dass Angebote, die
bislang dezidiert für Diplom-Psychologen ausgeschrieben
wurden, in Zukunft an Master-Absolventen gerichtet werden.
Daher wird in Saarbrücken wie auch an den meisten
anderen deutschen Universitäten im Einklang mit der Deutschen
Gesellschaft für Psychologie die Kombination von
Bachelor-Studiengang und konsekutivem Master-Studiengang als Leitbild für die Ausbildung angesehen.
Gegenüber dem alten Diplomstudiengang wird jedoch durch den BSc-Abschluss die Möglichkeit geschaffen,
durch die Wahl inhaltlich etwas anders profilierter MSc-Studiengänge (z.B. Public Health, Human Factors) neue
Berufsqualifikationen für Personen mit einer grundständigen
Ausbildung in Psychologie zu erschließen.
Ob sich unterhalb des Niveaus des bisherigen Diploms
ein eigenständiger Arbeitsmarkt für Psychologen entwickelt,
bleibt abzuwarten.
- Studienbeginn vorgesehen ab
WS 2008/09
Die Studienberatung erfolgt durch den Fachstudienberater
und durch die Allgemeine Studienberatung.
- Maßnahmen der Qualitätssicherung
(Evaluation, Akkreditierung)
Standards von Akkreditierungsrat und Akkreditierungsagenturen
wurden bei der Konzeption des Studiengangs
berücksichtigt, so dass eine Akkreditierbarkeit grundsätzlich
gegeben ist.
Weiter wurde der Studiengang an den Vorgaben der
Deutschen Gesellschaft für Psychologie ausgerichtet, um
den nominierten Standards einer wissenschaftlichen psychologischen
Ausbildung gerecht zu werden.
Im Rahmen der universitären Qualitätssicherung wurde
die Fachrichtung Psychologie im Jahre 2003 einer eingehenden
Evaluation (einschließlich Lehre, Studium und der
Forschungstätigkeiten, insofern sie für die Lehre und das
Studium relevant sind) unterzogen. In einer abschließenden
Zielvereinbarung wurde die Umstellung auf Bachelor und
Masterabschlüsse vorbereitet.
In regelmäßigen Abständen findet eine eingehende
Lehrevaluation aller Veranstaltungen des Wintersemesters
statt.
Mit der Einrichtung des Bachelor-Studienganges Psychologie
(dem konsekutiv ein Master-Studiengang Psychologie
folgen wird) wird der bisherige Diplom-Studiengang Psychologie
eingestellt. Übergangsmaßnahmen regeln das
Auslaufen des Diplom-Studiengangs.
Folgende Papiere sind aktuell zum Bachelorstudiengang (BSc.) Psychologie verfügbar:
Allgemeine Informationen zum Studium : Folien zur Info-Veranstaltung
Modulhandbuch, Ordnungen und Studienpläne
Aktuelle Informationen aus dem Prüfungsausschuss zum Bachelorstudiengang Psychologie gibt es hier.
II. Folgendes Konzept liegt dem Masterstudiengang (MSc.) Psychologie zugrunde:
Das Master-Studium baut auf einem grundständigen Psychologie-Kernstudium (vorzugsweise Bachelor
of Science in Psychologie) auf, in dem die grundlegenden Kenntnisse, Methoden und Zusammenhänge
des Fachs vermittelt wurden.
Das Master-Studium dient dazu, die wissenschaftlichen Fachkenntnisse zu vertiefen, gibt einen Einblick
in die Berufs- und Forschungspraxis und vermittelt Absolventen die Fähigkeit, unter Anwendung wissenschaftlicher
Erkenntnisse und Methoden selbständig zu arbeiten.
Das Masterstudium dient insbesondere der Erweiterung und Vertiefung der Fachkenntnisse
in verschiedenen, wählbaren psychologischen Wahlpflichtbereichen sowie der Einübung schwerpunktspezifischer
psychologischer Forschungsmethoden, diagnostischer Verfahren und Evaluationsmethoden.
Dabei wählen die Studierenden aus sieben psychologischen Wahlpflichtfächern drei Module:
• Klinischen Psychologie und Psychotherapie,
• Klinischen Neuro- und Rehabilitationspsychologie,
• Arbeits- und Organisationspsychologie,
• Angewandten Sozialpsychologie,
• Kognitiven Psychologie,
• Kognitiven Neuropsychologie,
• Angewandte und Kognitive Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie.
In jedem Bereich finden sich Vorlesungen und/oder Seminaren, in denen
die Studierenden ihre Grundlagenkenntnisse vertiefen und die Anwendung der vermittelten Inhalte üben können.
Durch die Wahl einer Projektarbeit / eines Forschungspraktikums erwerben die Studierenden darüber
hinaus in einem der drei Bereiche erste praktische Erfahrungen.
Die methodisch-diagnostische Ausbildung vermittelt vertiefende Kenntnisse in den Bereichen
• Vertiefung Testtheorie, Diagnostik und Evaluation: Testen und Entscheiden sowie in verschiedene
Bereiche schwerpunktspezifischer Diagnostik;
• Vertiefung Forschungsmethoden: Multivariate Statistik, fortgeschrittene computergestützte Datenanalyse
sowie in verschiedene Bereiche forschungsspezifischer Methoden und Evaluation.
Das Masterstudium wird ergänzt durch Veranstaltungen in einem frei wählbaren psychologischen oder
nicht-psychologischen Wahlfach und einem zwei Begleitseminaren zur Master-Arbeit.
Die Bewerbung für den Masterstudiengang „Psychologie“ setzt den erfolgreichen Abschluss eines mindestens sechssemestrigen Bachelor-Studiums im Fach Psychologie oder einen äquivalenten Abschluss voraus.
Der Eignungsnachweis erfolgt aus einer Kombination aus Gesamtnote der Bachelor-Prüfung und spezifischer Leistungen in ausgewählten Inhaltsbereichen.
- Einordnung in die UdS-Strukturplanung
Die Psychologie ist das größte Fach der Philosophischen Fakultät III – Empirische Humanwissenschaften
mit konstant hoher Nachfrage und voller Auslastung.
Die Fachrichtung Psychologie ist eng vernetzt mit der Fachrichtung Bildungswissenschaften und Pädagogische
Psychologie: Die Fachrichtung Bildungswissenschaften und Pädagogische Psychologie ist
sowohl im BSc Psychologie als auch im MSc Psychologie eingebunden.
Es bestehen weiter enge Verbindungen zur Informatik und Computerlinguistik als auch zum Universitätsklinikum
Homburg, z.B. zum Neurozentrum (u.a. Kooperation im internationalen Graduiertenkolleg),
zur Neonathologie und zur Humangenetik.
Die Ausbildung in Psychologie an der UdS dient schließlich auch dazu, die Primärausbildung von angehenden
Psychotherapeuten zu leisten, um den regionalen Nachwuchsbedarf an approbierten Psychotherapeuten
zu befriedigen.
Wesentliche Informationen zur Bewerbung finden sich hier.
Der Antrag für eine Bewerbung für das Master-Studium findet sich hier.
Anlage zum Bewerbungsantrag (Bestätigung der Hochschule, Bestätigung der Zugangspunkte): hier.
Bewerbungen für den Master-Studiengang Psychologie sind bis zum 15. Juli zu richten an:
Universität des Saarlandes
Studierendensekretariat
Postfach 15 11 50
D-66041 Saarbrücken
Dem Antrag sind beizufügen:
- Nachweis über ein mindestens sechssemestriges Bachelor-Studium Psychologie von mindestens 180 Credit Points. Andere Hochschulabschlüsse bedürfen der gesonderten Prüfung durch den Prüfungsausschuss Psychologie. Bewerber/Bewerberinnen, die Ihr Abschlusszeugnis zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht vorlegen können, führen den Nachweis der Qualifikation für den Masterstudiengang durch die Vorlage eines entsprechenden Transcript of Records. Voraussetzung einer Bewerbung ist der Nachweis von mindestens 150 Credits Points nach dem European Credit Transfer System (ECTS) sowie den Nachweis einer Prüfungsanmeldung zu allen ausstehenden Prüfungsleistungen.
- Nachweis der besonderen Eignung des Bewerbers/der Bewerberin zum Master-Studium.
Diese wird nachgewiesen:
- durch einen Nachweis von mindestens 164 Credit Points im Kernbereich Psychologie;
- durch den Nachweis von mindestens 50 Zugangspunkten, ermittelt aus der Gesamtnote der Bachelor-Prüfung und ggf. zusätzlicher Leistungen in bestimmten psychologischen Inhaltsbereichen.
- Für die Gesamtnote der Bachelor-Prüfung (ggf. abgerundet auf eine Stelle nach dem Komma) werden folgende Zugangspunkte vergeben:
Note |
Punkte |
Note |
Punkte |
Note |
Punkte |
1,0 |
52 |
2,0 |
32 |
3,0 |
12 |
1,1 |
50 |
2,1 |
30 |
3,1 |
10 |
1,2 |
48 |
2,2 |
28 |
3,2 |
8 |
1,3 |
46 |
2,3 |
26 |
3,3 |
6 |
1,4 |
44 |
2,4 |
24 |
3,4 |
5 |
1,5 |
42 |
2,5 |
22 |
3,5 |
4 |
1,6 |
40 |
2,6 |
20 |
3,6 |
3 |
1,7 |
38 |
2,7 |
18 |
3,7 |
2 |
1,8 |
36 |
2,8 |
16 |
3,8 |
1 |
1,9 |
34 |
2,9 |
14 |
> 3,9 |
0 |
- Für folgende Leistungen werden zusätzliche Zugangspunkte vergeben:
| Inhaltsbereich |
Punkte |
mindestens 15 CP im Bereich Quantitative Methoden und Statistik |
10 |
mindestens 12 CP im Bereich Psychologische Diagnostik und Testtheorie |
10 |
mindestens 6 CP im Bereich Empiriepraktikum |
6 |
in jedem der folgenden fünf Bereiche jeweils mindestens 8 CP: (1) Allgemeine Psychologie, (2) Biologische Psychologie, (3) Differentielle Psychologie, (4) Entwicklungspsychologie sowie (5) Sozialpsychologie |
14 |
in jedem der folgenden zwei Bereiche jeweils mindestens 8 CP: (1) Klinische Psychologie und/oder Klinische Neuropsychologie, (2) Arbeits- und Organisationspsychologie |
6 |
Nachweis einer Tätigkeit als studentische Hilfskraft im Umfang von insgesamt 200 Stunden |
4 |
- Ausländische Studienbewerber, die ihren Abschluss nach Absatz 1 in einem nicht deutschsprachigen Studiengang erworben haben, müssen vor der Immatrikulation deutsche Sprachkenntnisse mit der bestandenen „Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber“ Stufe 3 oder dem TestDaF Niveaustufe 5 nachweisen.
- Ferner wird externen Bewerbern und Bewerberinnen die Übersendung eines Motivationsschreiben nahegelegt, aus dem erkennbar ist, warum sie den Standort Saarbrücken als Studienort gewählt haben.
- Sofern die unter Abschnitt 1 und 2 genannten Qualifikationen nicht vom ersten Semester an erforderlich sind, kann der/die Studierende – soweit dem fachliche Gründe nicht entgegenstehen – vorläufig unter der Bedingung zugelassen werden, dass die festgestellten fehlenden Inhalte durch ein ergänzendes Studium bis zum Abschluss des zweiten Fachsemesters nachgeholt werden.
Allgemeine Informationen zum Studium : Folien zur Info-Veranstaltung
Der Masterstudiengang (MSc.) Psychologie ist zum WiSe 2011/12 gestartet. Anbei die wichtigsten Dokumente:
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