Blondes Haar fasziniert Es gibt eine
Fülle von Belegen dafür, dass blondes Frauenhaar seit jeher eine
besondere Faszination ausübt.
Schon in der Antike galt blondes Haar als Schönheitsideal und reiche Römerinnen
versuchten ihr natürliches dunkles Haar zu bleichen oder mit Perücken aus dem
Haar blonder Germaninnen oder Gallierinnen zu verdecken.
Eine Untersuchung von Rich und Cash (1993) zeigt, dass in verschiedenen
amerikanischen Magazinen der Anteil der abgebildeten Blondinen weit größer ist ihr
Anteil in der Bevölkerung. Ganz besonders deutlich zeigt sich die Überrepresentanz
von Blondinen im "Playboy"; ein unmissverständlicher Hinweis für die starke
Sexualisierung der Haarfarbe blond.
Eine Überrepräsentation blonder Frauen in amerikanischen Fernsehprogrammen
hat zum Beispiel Davis (1990) belegt.
Laut einer Zählung von
McCracken führte
Leonard Maltin's
"Movie and Video Guide" in einer
früheren Ausgabe allein 26 Filme auf, in
denen die Farbe "blond" im Titel vorkommt, während "Brünetten" diese
Ehre nur zwei Mal zu Teil wurde.
Eine Anfrage zum Stichwort "Blondine" in der Suchmaschine google.de
ergab am 13. Februar 2003 sage und schreibe rund 208.000 Links.
Eine Suche nach "brünett Brünette" ergab hingegen bescheidene
4.140 Treffer (wobei in vielen der betreffenden Seiten auch
"blond" oder "Blondine" vorkam).
Blondes Haar polarisiert Obwohl blondes Frauenhaar
oft sehr positiv bewertet wird, ist es auf der anderen Seite aber
auch oft Zielscheibe von Spott und Gehässigkeit. Ein
besonders augenfälliges
Phänomen ist der Blondinenwitz.
Eine Suchanfrage in der Suchmaschine google.de
zum Stichwort "Blondinenwitz Blondinenwitze" ergab am 13. Februar 2003
mehr als 1.200 Treffer.