Fachrichtung Psychologie Universität des Saarlandes Saarbröcken
PD Dr. Ronald Henss
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Kulturelle Aspekte des Haares
Henrik Bellhaeuser - Frank Deschner - Mirjam Schmitt - Jochen Schwarz - Oliver Winter
Zur Orientierung
Einleitung
Themen
Teilnehmer
Literatur
Internet
Home Page: Haar und Psychologie
Einleitung
Unser Haar scheint auf den ersten Blick keine nennenswerte praktische Bedeutung mehr zu haben, vor allem wenn man es beispielsweise mit der Bedeutung des Fells bei anderen Säugetieren vergleicht.
Trotzdem: Auch das Kopfhaar des Menschen schützt den Schädel vor Kälte und den schädigenden Strahlen der Sonne. Das Achselhaar und die Schamhaare verbreiten unseren geschlechtsspezifischen Geruch. Die Augenbrauen, die Wimpern sowie die Nasen- und Ohrenhaare tragen dazu bei, Staubpartikel von den Organen fern zu halten.
Dieser vergleichsweise bescheidene Beitrag an praktischer Bedeutung wird jedoch wettgemacht durch die kolossale psychologische und kulturelle Bedeutung die das Haar als zentrales Medium unserer Körpersprache seit jeher besessen hat und die wiederum eng mit unserer Sexualität verknüpft ist.
Das Haar kündigt aber nicht nur von Lust und Sexualität, es ist ein ebenso verlässlicher Indikator unseres seelischen und körperlichen Wohlbefindens. Unser Haar dient einer spezifische Art der Körpersprache. Es unterliegt den ständigen Veränderungen des Körpers und ist deshalb ein wichtiges Element vieler Übergangrituale bei Geburt, Pubertät, Hochzeit oder Tod.
Ebenso verwenden wir das Haar auch als Symbol unserer kulturellen und sozialen Zugehörigkeit wie auch als ideologisches und religiöses Signal. Man denke nur an die Rebellion und den Protest der Hippies in den 70er Jahren oder die moslemischen Frauen, die ihr Haar unter einem Schleier verbergen.
Dem Haar wurde im Laufe der Geschichte eine ungeheure und magische Kraft zugewiesen. So gesehen ist unser Kopfhaar, unsere Gesichtsbehaarung und unsere Körperbehaarung ein Abbild unserer Ausstrahlung und unserer Kraft in mehr als nur einem Sinne.
Wir werden im folgenden versuchen einige weitreichende kulturelle, soziale, ideologische und wirtschaftliche Aspekte des Haars darzustellen.
Themen
Die Themen:
Wirtschaftliche Bedeutung der Haare
Geschichte der Frisur
Geschichte des Friseurhandwerks
Geschichte des Bartes
Historie der Zweitfrisur
Geschichte der afroamerikanischen Frisuren
Täteridentifizierung
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Teilnehmer
Bellhäuser, Henrik
Deschner, Frank
Schmitt, Mirjam
Schwarz, Jochen
Winter, Oliver
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Literatur
Bolt, N. (2001).
Haare. Eine Kulturgeschichte der wichtigsten Hauptsache der Welt.
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe.
Bryer, R. (2000).
The history of hair: Fashion and fantasy down the ages.
Philip Wilson Pub Ltd.
Burkart, B. (2000). Zwischen Körper und Klasse. Zur Kulturbedeutung der Haare. In: Koppetsch, C. (2000).
Körper und Status. Zur Soziologie der Attraktivität.
Konstanz: Universitäts-Verlag Konstanz.
Cooper, W. (1971).
Hair. Sex, society, symbolism.
New York: Stein and Day Publishers.
Firth, R. (1973).
Symbols: Public and private.
London: George Allen & Unwin.
Flocke, P., Nössler, R., Leibrock, I. (Hrsg.) (1999).
Haare. Essays, Erzählungen, Impressionen & Bilder rund ums Thema Haar.
Konkursbuch 36. Tübingen: Konkursbuchverlag Claudia Gehrke.
Gnegel, F. (1995).
Bart ab. Zur Geschichte der Selbstrasur.
Köln: DuMont Buchverlag.
Guthrie, R. D. (1976).
Body hot spots. The anatomy of human social organs and behavior.
New York: Van Nostrand Reinhold Company.
Henss, R. (Hrsg.) (2004).
Abenteuer im Frisiersalon. Kurzgeschichten aus dem Internet.
Saarbrücken: Dr. Ronald Henss Verlag.
Jedding-Gesterling, M., Brutscher, G. (Hrsg.) (1988).
Die Frisur. Eine Kulturgeschichte der Haarmode von der Antike bis zur Gegenwart.
München: Callwey Verlag.
Kopp, R. (2001).
Das Geheimnis schöner Haare. Mehr Ausstrahlung durch innere Harmonie.
Mönchen: Kösel.
Körner, E. (1964). Zauber der Frisur. 5000 Jahre Haarkosmetik und Mode. Darmstadt: Wella AG.
Landau, T. (1993).
Von Angesicht zu Angesicht. Was Gesichter verraten und was sie verbergen.
Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
Mayr, D.F. & Mayr, K.O. (2003).
Von der Kunst, Locken auf Glatzen zu drehen. Eine illustrierte Kulturgeschichte der menschlichen Haarpracht
Berlin: Eichborn.
McCracken, G. (1997).
Big hair. Der Kult um die Frisur.
Mönchen: dtv premium.
Morgan, E. (1989).
Der Mythos vom schwachen Geschlecht.
Berlin: Goldmann.
Morris, D. (1996).
Körpersignale. Vom Scheitel bis zum Kinn.
Mönchen: Heyne.
Morris, D.
Der nackte Affe.
Rupprecht, S.P. (1999).
Lexikon der Blondinen
Schwarzkopf & Schwarzkopf
Shapiro, J. (2001).
Hair Loss: Principles of Diagnosis and Management Alopecia.
Martin Dunitz Ltd.
Sieber, R. & Herreman, F. (2000).
Hair in African art and culture.
München: Prestel.
Stellmann, A. (2000).
Rotes Haar und böser Blick. Unser alltäglicher Aberglaube.
Hamburg: Agentur des Rauhen Hauses.
Trüeb, R. M. & Lier, D. (2002).
Hauptsache Haar. Das Haar im Spiegel von Medizin und Psychologie.
Rüffer & Rub.
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Internet
Viele Informationen lassen sich natörlich auch im Internet finden.
Eine erstklassige Anlaufstelle ist die Website
http://www.hairweb.de
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