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SFB 277 Grenzflächenbestimmte Materialien Teilprojekt B13 Transport-, Response- und Instabilitätsverhalten von Ferrofluiden
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Allgemeines
Fragestellungen
Diplom- und Doktorarbeiten
Publikationen
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Ferrofluide sind kolloidale Suspensionen von etwa 10 nm großen magnetischen Partikeln. Bei dieser Größe hält die Austauschwechselwirkung alle Spins eines Partikels parallel zueinander. Daher ist die Einzelpartikelmagnetisierung betragsmäßig konstant und etwa gleich der Sättigungsmagnetisierung des magnetischen Materials (z. B. 0.6 T für Magnetit). Die Sättigungsmagnetisierung des gesamten Ferrofluids ist demnach gerade auf den Volumenanteil (typischerweise < 10-15 %) des magnetischen Materials reduziert. Die magnetischen Partikel sind mit einer etwa 2 nm dicken Polymerhülle umgeben, die die Agglomeration verhindert. Die thermische Energie der Brownschen Bewegung dieser Teilchen ist i. a. ausreichend, um einerseits Sedimentation und andererseits Kettenbildung durch langreichweitige magnetische Dipol-Dipolwechselwirkung zu verhindern. Letztere verursacht bei hohen Magnetfeldern statistisch relevante Agglomerate die aus kurzen Kettenstücken der dann ausgerichteten magnetischen Momente bestehen.
Das dynamische Verhalten von Ferrofluiden wird durch zwei konkurrierende
Relaxationsmechanismen bestimmt: Durch den thermisch aktivierten Néel-Prozess
reorientieren sich die
magnetischen Momente relativ zum Kristallgitter der Teilchen (d.h. in deren
Anisotropiepotential) auf der Skala der
Néel-Relaxationszeit
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Das Verhalten eines Ferrofluids auf makroskopischen Längen- und Zeitskalen und seine Beeinflussbarkeit durch Magnetfelder wird von den Eigenschaften der Nanoteilchen und ihrer Wechselwirkung mit der Trägersubstanz bestimmt. Vermittelt wird diese Wechselkwirkung durch Kräfte, die an der Oberfläche der sterischen Polymerhülle wirksam sind. Primäres Ziel von Projekt B13 ist es, diese Beziehung zwischen nanoskaligen und makroskopischen Eigenschaften mit einer Kombination aus Experimenten, theoretischen Analysen und numerischen Simulationen aufzuklären. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit den Gruppen Birringer (A2), Hempelmann (B3) und Knorr (A3). Rotierende Ferrofluide
Von großem Interesse sind solche Ferrofluide, bei denen die
magnetischen Momente der Einzelteilchen im Anisotropiepotential des Kristallfeldes
eingefroren sind, d.h.
Besonders eindrucksvoll tritt diese feldabhängige Viskosität zutage, wenn ein starr rotierendes Ferrofluid einem statischen Magnetfeld ausgesetzt wird. Anders als bei "gewöhnlichen Flüssigkeiten" deren Starre-Körper-Rotation reibungsfrei abläuft, erfährt das Ferrofluid im Feld ein dissipatives Drehmoment, da die durch das Feld ausgerichteten Nanopartikel an der rotierenden Trägersubstanz reiben und somit die Bewegung behindern. | |
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Oberflächeninstabilitäten
Experimente wurden an einem kommerziellen Ferrofluid (APG J12, FerroTec) bei einer Füllhöhe von 5 mm und einem Magnetfeld, das 1,3% unterhalb der kritischen Feldstärke zum Erreichen der Rosensweig-Instabilität lag durchgeführt. | |
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Magnetisierungseigenschaften - Einfluss der Partikelwechselwirkung
haben. Die beiden Entwicklungsparameter sind der Volumenanteil
Vergleiche mit Monte-Carlo-Rechnungen erlauben auch Aussagen über Systeme mit weitaus stärkerer Wechselwirkung. Im Vergleich zu anderen Theorien dipolar wechselwirkender Teilchen zeigt die Cluster-Entwicklung auch bei starker magnetischer Kopplung und hoher Teilchendichte sehr gute Übereinstimmungen mit den MC-Simulationen, die nur noch von der numerisch erheblich anspruchsvolleren Restricted-Hypernetted-Chain-Methode (RHNC) übertroffen wird. | |
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Dynamische Suszeptibilität und Größenverteilung
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M. Mertz, Diplomarbeit, Universität, Saarbrücken (2007)
J. Embs, Doktorarbeit, Universität, Saarbrücken (2004)
A. Leschhorn, Diplomarbeit, Universität, Saarbrücken (2002)
A. Jung, Diplomarbeit, Universität, Saarbrücken, (2002)
B. Huke, Doktorarbeit, Universität, Saarbrücken, (2002)
J. P. Embs, C. Wagner , K. Knorr , M.Lücke Europhys. Lett. 78, 44003, 1-5 (2007)
K. I. Morozov J. Chem. Phys. 126, 194506 (2007)
B. Huke, H. Pleiner, M. Lücke Phys. Rev. E 75, 036203, 1-10 (2007)
A. Leschhorn, J. P. Embs, M. Lücke J. Phys.: Condens. Matter 18, S2633-S2642 (2006)
J. P. Embs, S. May, C. Wagner, A. V. Kityk, A. Leschhorn, M. Lücke Phys. Rev. E. 73, 036302, 1-8 (2006)
A. Leschhorn, M. Lücke Z. Phys. Chem. 220, 89-96 (2006)
J. Embs, H. W. Müller, C. E. Krill III, F. Meyer, H. Natter, B. Müller, S. Wiegand, M. Lücke, K. Knorr, R. Hempelmann Z. Phys. Chem. 220, 153-171 (2006)
A. Leschhorn, M. Lücke Z. Phys. Chem. 220, 219-224 (2006)
A. V. Kityk, J. Embs, V. V. Mekhonoshin, C. Wagner Phys. Rev. E 72, 036209, 1-8 (2005)
B. Fischer, B. Huke, M. Lücke, R. Hempelmann J. Magn. Magn. Mater. 289, 74-77 (2005)
B. Huke, M. Lücke J. Magn. Magn. Mater. 289, 264-267 (2005)
B. Huke, M. Lücke Rep. Prog. Phys. 67, 1731-1768 (2004)
K. I. Morozov J. Chem. Phys. 119, 13024-13032 (2003)
A. Engel, H. W. Müller, P. Reimann, A. Jung Phys. Rev. Lett. 91, 060602-1-4 (2003)
A. Ryskin, H. W. Müller, H. Pleiner Phys. Rev. E 67, 046302-1-8 (2003)
B. Huke, M. Lücke Phys. Rev. E 67, 051403-1-11 (2003)
H. W. Müller, Y. Jiang, M. Liu Phys. Rev. E 67, 0312101-1-5 (2003)
B. Huke, M. Lücke J. Magn. Magn. Mater. 252, 132-134 (2002)
K. I. Morozov Phys. Rev. E 66, 011704-1-4 (2002)
H. W. Müller, M. Liu Phys. Rev. Lett. 89, 067201-1-4 (2002)
S. Odenbach, H. W. Müller Phys. Rev. Lett. 89, 037202-1-4 (2002)
H. W. Müller, M. Liu Phys. Rev. E 64, 061405-1-7 (2001)
J. Embs, H. W. Müller, M. Lücke, K. Knorr Magnetohydrodynamics 36, 387-395 (2001)
J. Embs, H. W. Müller, C. E. Krill, F. Meyer, H. Natter, B. Müller, S. Wiegand, M. Lücke, R. Hempelmann, K. Knorr Magnetohydrodynamics 37, 222-229 (2001)
B. Huke, M. Lücke Magnetohydrodynamics 37 , 243-253 (2001)
B. Huke, M. Lücke Phys. Rev. E 62, 6875-6890 (2000)
J. Embs, H. W. Müller, C. Wagner, K. Knorr, M. Lücke Phys. Rev. E 61, R2196-R2199 (2000)
H.W. Müller J. Mag. Mag. Mat. 201, 350-352 (1999)
H.W. Müller Phys. Rev. Lett. 82, 3907-3910 (1999).
A. Recktenwald, M. Lücke J. Mag. Mag. Mat. 188, 326-332 (1998)
H.W. Müller Phys. Rev. E 58, 6199-6205 (1998)
A. Recktenwald, M. Lücke J. Mag. Mag. Mat. 188, 326 (1998).
Phys. Rev. E 57, 6199 (1998). |