Krebsprävention
und weitere Untersuchungen auf biologische Aktivität


Krebs ist in den Industriestaaten nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Die Entstehung von Krebs beruht in der Regel nicht auf einem einzigen Ereignis, sie ist vielmehr ein multifaktorieller Prozess. Etwa 1/3 aller Krebstodesfälle sind auf falsche Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen.
In epidemiologischen Studien wurden die Zusammenhänge zwischen Ernährungsgewohnheiten und Krebserkrankungen betrachtet. Es konnten dabei zahlreiche Hinweise auf krebsvorbeugende Wirkungen pflanzlicher Nahrungsmittel gezeigt werden. Die Identifizierung der für die Wirkung verantwortlichen Inhaltsstoffe erfolgt im Rahmen vor aktivitätsgeführten Isolierungen ("Activity-guided Isolation").

In einer Kooperation mit der Abteilung "Toxikologie und Krebsrisikofaktoren" am Deutschen Krebsforschungszentrum (Frau Dr. Clarissa Gerhäuser) werden Naturstoffe, die in unserem Arbeitskreis isoliert werden, in verschiedenen Testsystemen, die einen Hinweis auf präventive Wirkung erlauben, untersucht. Hauptaugenmerk wird bei den Naturstoffen auf Polyphenole gelegt, da Verbindungen aus dieser Gruppe (Epigallocatechingallat, Resveratrol) als aktive Agentien mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Grünem Tee, sowie dem "French Paradox" des französischen Rotweins erkannt wurden.
Da Bier das am häufigsten getrunkene alkoholische  Getränk ist, untersuchen wir Bier- und Hopfeninhaltsstoffe.
Als besonders aktiv ist dabei Xanthohumol, ein prenyliertes Chalkon aus Hopfen, Humulus lupulus, aufgefallen. Es zeigt in verschiedenen Testmodellen zur Krebsprävention eine sehr gute Wirkung (Gerhäuser et al. 2002).
Weitere Untersuchungen zur Wirkungsweise des Xanthohumols sind Gegenstand eines DFG-Verbundprojektes.
In einem über 3 Jahre laufenden BMBF-Projekt werden gesundheitsrelevante Inhaltsstoffe von Äpfeln untersucht. Unsere Aufgabe besteht darin, den Testpartnern aus mehreren Forschungsinstituten entsprechende Naturstoffe zur Verfügung zu stellen.

 

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Letzte Änderung am 02.01.2003