Konzept

Das ATRC widmet sich der allgemeinen Theorien- und Methodenbildung über die sprachenpaarspezifischen Dimensionen des Übersetzens, Dolmetschens und multidimensionaler Arbeitsfelder hinweg und ist damit die einzige institutionell verankerte Arbeitsstelle dieser Art in Deutschland.

Dabei geht es vor allem um Fragen der Systematisierbarkeit von Einflussgrößen auf die "gemittelte" Kommunikation in ihren Rezeptions-, Transfer- und (Re)Produktionsbedingungen.

Im Mittelpunkt steht dabei

  • die Frage nach dem "subjektiven" Faktor bei der Translation (Sinnerfassung und Sinnkontinuität inkl. Sprecher-Hörer-Hypothesen),
  • die Modellierung von translatorischen Vergleichsmaßstäben (tertium comparationis) aus atomistischer, holistischer und hol-atomistischer Sicht
  • und die Frage nach der wechselseitigen Beeinflussung von individuell erfahrenem Textmaterial und strukturiertem System bei der Konstitution von "Texten" im weitesten Sinn.

 

Zur Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für diese Problematik greift das ATRC auf naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Erkenntnisse und Prinzipien zurück, insbesondere auf das theoretische Gedankengut der Leksemantik, der Dividuensemantik, der Vereinheitlichung von Atomismus und Hol-Atomismus sowie der Individual-Kollektiv-System-Ebene, wie sie in den Werken Klaus Mudersbachs ausgearbeitet sind (Literaturliste vgl. www.dgud.org/Publikationsliste_Mudersbach.pdf).