Qualitative Forschungsmethoden als "Methoden der Wahl"


Innerhalb der qualitativen Sozialforschung gibt es keine "perfekte" Methode, sondern je nach konkreter Fragestellung können sich ganz unterschiedliche Methoden – mitunter auch in spezifischen Kombinationen – als sinnvoll erweisen. Dieser Methodenworkshop dient zur Orientierung der Promovierenden sowohl zwischen verschiedenen Forschungsmethoden als auch im Hinblick auf deren Anwendung in den jeweiligen Fachdisziplinen.

 

Folgende Inhalte werden im Seminar behandelt:

  • Überblick über die theoretischen Grundprämissen qualitativer Sozialforschung

  • Überblick über die wichtigsten Erhebungsverfahren (Interviews, Beobachtung, Gruppendiskussion)

  • Überblick und Vergleich verschiedener Verfahren der Interviewauswertung: Inhaltsanalyse (Mayring), grounded theory (Strauss), Narrationsanalyse (Schütze), Dokumentarische Methode (Bohnsack), Biografieanalyse (Rosenthal), Objektive Hermeneutik (Oevermann)

  • Grenzen und Möglichkeiten der Kombination unterschiedlicher Methoden (Methodentriangulation).

 

Durch diesen Überblick soll den Teilnehmer/inne/n die Entscheidung für die "Methode der Wahl" für die jeweils eigene Fragestellung erleichtert und v.a. auch deren forschungspraktische und -pragmatische Umsetzung vermittelt werden.

 

Zielgruppe: Doktorand/inn/en aller Fachrichtungen, die ihr Promotionsprojekt mit qualitativen Forschungsmethoden bearbeiten (möchten).

 

 

Infos zur Veranstaltung



Datum
Freitag/Samstag, 10./11. Juni 2011


Uhrzeit
: jeweils 10.00 – 18.00 Uhr


Ort
: Geb. A2 4, Raum 2.16 (SRIIa)


Kosten
: 50 Euro (abzgl. GradUS-Qualifikationsguthaben; s.u.)


Anmeldung
: siehe Infos rechts oben (max. 15 Teilnehmer)



Wichtig
:

 

  • Die Teilnahme an den GradUS-Workshops wird von der Universität des Saarlandes finanziell unterstützt: Doktorand/inn/en der Universität verfügen über ein Qualifikationsguthaben von 100 € pro Studienjahr, das bei der Erhebung der Teilnahmegebühr angerechnet wird (Anrechnung von 50 € pro Semester).

  • Die Teilnahme an den Workshops wird mit einem GradUS-Zertifikat bescheinigt. Gegen Ende der Promotion kann auf Anfrage auch ein Gesamtzertifikat ausgestellt werden.

  • Promovierende mit Kindern können eine kostenlose Kinderbetreuung für die Dauer der jeweiligen GradUS-Veranstaltung beantragen (siehe Unterseite Kinderbetreuung).

  • Steuerliche Absetzbarkeit: Wir empfehlen Ihnen den Versuch, die Teilnahmegebühren der GradUS-Workshops als Werbungskosten (Fortbildungskosten) von der Einkommenssteuer abzusetzen. In der Regel werden Gebühren für berufliche Fortbildungen als Werbungskosten anerkannt. Über diese Anerkennung wird aber im Einzelfall entschieden, so dass hier keine allgemeingültige Aussage getroffen werden kann und die Universität des Saarlandes keine diesbezüglichen Auskünfte erteilt.

Referentin:


Univ.-Prof. Dr. Ingrid Miethe, Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Erziehungs- und Politik-Wissenschaftlerin, seit vielen Jahren Durchführung von Methodenworkshops und Forschungssupervisionen für strukturierte Doktoranden-Programme (nähere Informationen unter www.ingrid-miethe.de)