Günstiger leben als Student – 8 Hinweise zum Sparpotenzial

Viele Studenten müssen mit einem kleinen Budget auskommen. Besonders knapp ist die Haushaltskasse bei Denjenigen bemessen, die in einer eigenen Wohnung oder einer Wohngemeinschaft leben. Und obwohl das Sparpotenzial in vielerlei Hinsicht enorm ist, nutzt es ein Großteil nur teilweise. Nachfolgend wurden praktische Tipps zusammengefasst, die es Studenten erlauben den Alltag günstiger zu gestalten und eine Menge Geld zu sparen


Bilder: bereitgestellt von „WerbeFabrik“ / „StartupStockPhotos“ / „falco“ unter www.pixabay.com

1. Versicherungen
Für Studierende gilt in Deutschland grundsätzlich die Versicherungspflicht. Jeder, der an einer staatlichen Hoch- oder Fachhochschule studiert, muss sich versichern. Bezüglich der Krankenversicherung können sich Studenten kostenlos bei den Eltern familienversichern lassen. Wer bis zum Abi bei den Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war, kann diese günstige Lösung in der Regel auch im Studium bis zum 25. Lebensjahr nutzen. Kinder von Beamten, welche vor dem Studium über die elterliche staatliche Beihilfe vom Versicherungsschutz umfasst waren, können ebenfalls für die Studienzeit von der Versicherung profitieren und müssen vorerst keine zusätzliche Krankenversicherung abschließen. Da sowohl Beihilfe als auch Familienversicherung nicht auf unbestimmte Zeit gültig sind, müssen sich Studenten im Einzelfall detailliert informieren. Bei einem Anruf bei den entsprechenden Ansprechpartnern lassen sich offene Fragen klären. Vorsicht geboten, ist beim Ausüben eines Nebenjobs während des Studiums. Hier gelten bestimmte Höchstgrenzen. Werden diese Überschritten entfällt die Familienversicherung.

2. Shopping
Zum Shoppen, egal ob Kleidung, Technik oder Hobby, ist das Internet eine preiswerte Alternative zum stationären Einzelhandel. Zumindest gilt dies in vielen Bereichen. Denn im Vergleich zum regionalen Handel müssen Onlineshops und Versandhändler geringere Fixkosten decken und können deshalb ihre Ware zu günstigeren Preisen an den Endverbraucher verkaufen. Bei neuen Anschaffungen sollte ein Preisvergleich zwischen Handel und Internetangebot daher selbstverständlich sein. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren Gutschein- und Deal-Portale. Während sich einige Anbieter auf einzelne Branchen wie Mode spezialisiert haben, präsentieren Plattformen wie mein-deal.com darüber hinaus aktuelle Schnäppchen im Bereich Software und Technik, was Studenten hinsichtlich ihrer alltäglichen Schreibarbeit entgegenkommt. Die attraktiven Angebote reichen von Microsoft Office über Windows bis hin zu Security Software, Laptops und Zubehör. Effektiv ist das genannte Schnäppchen-Portal deshalb, weil es sich um eine Community handelt, die es Mitgliedern erlaubt, entdeckte Angebote sofort zu posten, wodurch auch andere die Möglichkeit zum Sparen erhalten.



3. Internet / Telefon
Um die monatlichen Telefon- und Internetkosten gering zu halten, lohnt sich ein Anbietervergleich. Dabei darf keinesfalls nur der Preis im Fokus stehen. Stattdessen müssen alle vertraglichen Bestandteile gegenübergestellt werden, um herauszufinden, welches Angebot tatsächlich das günstigste ist. Beim Internetanschluss ist auf schnelle Übertragungsraten und flexible Laufzeiten zu achten. Beide Aspekte sind für einen komfortablen Tarif unverzichtbar. Um sich die Suche nach dem optimalen Angebot zu erleichtern, sind Vergleichsportale nützlich. Außerdem: Viele Provider haben besonders preiswerte Studententarife im Programm. Diese sollten unbedingt genutzt werden.

4. Rundfunkbeitrag
Der Rundfunkbeitrag, früher GEZ, ist für fast alle Deutschen verbindlich und unvermeidbar. Pro Monat muss ein Haushalt 17,98 Euro bezahlen, um Radio, Fernsehen und internetfähige Gerätschaften nutzen zu dürfen. Erhoben werden die Gebühren vom sogenannten Beitragsservice vom ARD ZDF Deutschlandradio. Mit dem Geld werden öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehsender finanziert. Viele Bürger zahlen den Rundfunkbeitrag jedoch, obwohl sie dazu gar nicht verpflichtet sind. Ein Beispiel sind Studenten, die Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz wie BAföG erhalten. Über die Internetpräsenz des Beitragsservice unter rundfunkbeitrag.de kann der „Antrag auf Befreiung und Ermäßigung“ gestellt werden. Empfänger der Förderung müssen einen BAföG-Bescheid oder einen Bescheid der entsprechenden Behörde vorweisen.

5. Kfz
Die Fixkosten für ein eigenes Fahrzeug sind immens. Neben Benzin schlagen vor allem Versicherung und Steuer teuer zu Buche. Mit der Wahl der idealen Versicherung und der cleveren Gestaltung der Police lassen sich die Ausgaben eindämmen. Nachfolgend Hinweise zum Sparen:

  • Haftpflicht oder Kasko

Die Haftpflichtversicherung ist bei Kraftfahrzeugen Pflicht, Teil- und Vollkasko sind freiwillig. Diese zusätzliche Absicherung schützt vor Schäden am eigenen Kfz wie zum Beispiel Hagelschäden, Marderbissen oder Diebstahl. Die Vollkasko lohnt sich ausschließlich bei neuen und neuwertigen Fahrzeugen.

  • Zweitwagen

Ist ein Wagen innerhalb der Familie bei der Versicherung als Erstwagen angemeldet und in der Schadenfreiheitsklasse ½ oder geringer zu finden, kann das Fahrzeug von Studenten als Zweitwagen versichert werden. Vorteilhaft an dieser Lösung ist, dass Studenten so direkt eine günstigere Schadenfreiheitsklasse erreichen, als für Fahranfänger üblich.

  • Typklasse

Jedes Jahr gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, kurz GDV, eine Empfehlung zur Einstufung in Typklassen heraus. Diese Klassen besagen, wie hoch die Unfallhäufigkeit bei einem Fahrzeug ist. Die Typklassen sind ein markantes Merkmal, wonach Versicherungen ihre Tarife gestalten. Zum Nutzen günstiger Kfz-Versicherungen sollte das Fahrzeug dementsprechend ausgesucht werden. Auf der Webseite des GDV lässt sich das Typklassenverzeichnis einsehen.

  • Selbstbeteiligung

Studenten mit finanziellen Rücklagen, könnten eine Selbstbeteiligung in Erwägung ziehen. Sie hat günstigere Versicherungsbeiträge zur Folge, da der Versicherte im Schadensfall einen bestimmten Betrag, nämlich die vereinbarte Selbstbeteiligung, aus eigener Tasche finanziert. Dies ist allerdings nur bei Teil- und Vollkasko möglich.

  • Rabatte

Gibt es eine Garage zum Parken des Fahrzeugs oder wird über längere Zeit kein Unfall versursacht? Für derartige, aber auch viele andere Begebenheiten räumen Versicherungen Rabatte ein. Bei einem Versicherungsvergleich sind diese Vergünstigungen zu prüfen.

6. Andere Verkehrsmittel
Bei öffentlichen Verkehrsmitteln zahlt es sich aus Student zu sein. Studentenrabatte sind gängig und bringen finanzielle Vorteile, egal ob Bus oder Bahn. Am günstigsten ist es mit dem Fahrrad. Wer sich ein günstiges oder gar kostenloses Modell anschaffen kann und damit zwischen Uni und Wohnung pendelt, sollte auf diese Alternative umsteigen. Sie ist nicht nur billiger, sondern auch wesentlich gesünder, da Radler täglich an der frischen Luft sind. Außerdem kommt man auf dem Rad in vielen Studentenhochburgen wesentlich schneller voran, als mit Auto, Bus oder Bahn.

7. Bank

Die Kontoführungsgebühren fallen je nach Kreditinstitut relativ hoch aus. Wer die monatlichen Ausgaben für Überweisungen und Kontoführung sowie die Jahresgebühren für Kreditkarten senken möchte, fragt bei seiner Bank nach. Studenten erhalten vielerorts günstige Studenten-Konten mit sehr fairen Konditionen. Einige Banken verzichten vollständig auf die Kontoführungsgebühren, andere locken mit kostenlosen Kreditkarten.

8. Magazine
Einige Studenten nutzen hochwertige Fachzeitschriften, um sich weiterzubilden oder Hintergrundinformationen zu aktuellen Themen an der Universität zu finden. Attraktive Studenten-Abonnements sind empfehlenswert. Im Vergleich zum regelmäßigen Kauf am Kiosk ist dies überaus lohnenswert.
Fazit

Jede einzelne Sparmaßnahme separat betrachtet, bringt noch kein Vermögen zum Vorschein. Wird jedoch in jedem Sektor des Alltags die preiswerteste Variante genutzt, sind merkbare monatliche Ersparnisse möglich.
Sparmaßnahmen bezüglich der Fixkosten zum Wohnen möchten wir an dieser Stelle nicht separat aufführen. Stattdessen nachfolgend eine Reportage des NDR mit Anregungen zum Thema Studenten auf Wohnungssuche:


Weiterführende Informationen für Studentisches Wohnen und Leben im Saarland inklusive Hinweise zu Wohnungen und Wohnheimen wurden hier arrangiert.