Chancen der Osteopathie

Die Osteopathie wird heute als moderne Heilmethode betrachtet und ist vielen Menschen bisher gar nicht bekannt. Ursprünglich gibt es die Osteopathie bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts, wo sie in Amerika das erste Mal Erwähnung und vermutlich auch Anwendung fand. Was ist eine osteophatische Behandlung und warum wird sie heute bei verschiedenen Funktionsstörungen eingesetzt? Osteopathie steht für eine naturheilkundliche Behandlung und siedelt sich im Bereich der Alternativmedizin an.

Osteopathie als ganzheitliche Betrachtungsweise

Ein prägnantes Merkmal der Osteopathie ist die ganzheitliche Betrachtung des Körpers. Anders als in der Schulmedizin betrachtet der Osteopath nicht nur das schmerzende Areal des Körpers, sondern sucht mit geschultem Blick im ganzen Körper nach der Ursache der Funktionsstörung. Die Osteopathie basiert auf manuellen Techniken und behandelt mit den Händen, die fachkundig und ursachenorientiert in der Diagnostik und Therapie eingesetzt werden. Um diese Methode verwenden und die sensiblen Punkte des Körpers, sowie deren Verknüpfungen miteinander zur Linderung von Schmerzen und Funktionsstörungen zu behandeln, spielt die ganzheitliche Betrachtung des Patienten die wichtigste Rolle. Blockaden in den Nervenbahnen lassen sich oftmals nicht durch eine gezielte Behandlung der schmerzhaft veränderten Körperstelle, sondern durch die Kenntnis zu den bindegewebsartigen Strukturen der Nervenbahnen untereinander behandeln. Eine medizinische oder physiotherapeutische Ausbildung ist die Grundlage für Osteopathen, die ihre Kenntnisse zur Anatomie des Menschen in den Naturheilverfahren einbringen.

Vorteile und Chancen der Osteopathie

In einer osteopathischen Therapie wird vollständig auf chemische Medikation verzichtet und das Leiden allein mit den Händen geheilt. Es gibt unterschiedliche Heilmethoden, die der Patient gezielt nach seinen Bedürfnissen und auf seine Funktionsstörung abgestimmt bevorzugen kann. Die Naturheilkunde hat ihre Grenzen und wird von einem erfahrenen Osteopathen nicht empfohlen, wenn die Diagnostik die Notwendigkeit eines invasiven Eingriffs oder einer dringend notwendigen schulmedizinischen Therapie ergibt. Zum Beispiel wird ein Tumorpatient in der Osteopathie keine Heilung finden, während sich die schulmedizinische Operation und anschließende Chemotherapie als empfohlene Behandlungsmethode eignen. Bei Verspannungen und Blockaden, Gelenk- oder Muskelschmerzen und Erkrankungen ohne Operationsbedarf, sowie als postoperative Therapie bietet die Osteopathie als alternative Heilkunde gute Chancen auf zeitnahe Schmerzfreiheit des Patienten.

Für wen eignet sich die Osteopathie?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Heilbehandlung nicht. Bei privaten Krankenversicherungen können osteopahtische Behandlungen in den Versicherungsleistungen integriert und bis zu einem vertraglich fixierten Satz bei der Versicherung abgerechnet werden. Menschen die natürliche Behandlungsmethoden vorziehen und bei funktionellen Störungen nicht direkt zur chemischen "Keule" greifen, erhalten durch die Alternativmedizin viele Vorteile und Chancen. Auch wenn die Behandlung in Eigenleistung finanziert und nicht über die Krankenversicherung abgerechnet wird, zeigen sich Behandlungserfolge und Kosten in harmonischer Übereinstimmung. Das komplementärmedizinisches Verfahren sieht den Menschen in seiner Gesamtheit und betrachtet nicht nur die einzelnen Symptome, wodurch der Erfolg in der Ursachenbekämpfung einer Funktionsstörung steigt und die Therapie mit einer spürbaren Wirkung auf die Verbesserung des Allgemeinbefindens einhergeht.

Die Osteopathie kann bei verschiedenen Erkrankungen solitär als Einzeltherapie gewählt, aber auch begleitend zur schulmedizinischen Behandlung in Anspruch genommen werden. Die Erfolgsaussicht der Behandlung ist hoch und führt vor allem bei Verspannungen oder Blockaden der Nervenbahnen zu einer zeitnahen Linderung der Symptomatik und effektiven Bekämpfung der Schmerzen verursachenden Faktoren.