Die Nachfrage steigt: Online Reputation Management


Zu immer mehr Unternehmen und auch Privatpersonen findet man in den Google Suchergebnissen unliebsame Beiträge. Das liegt vor allem daran, dass das Internet mittlerweile zum Kommunikationskanal schlechthin geworden ist und man dort seine Meinung zu einem bestimmten Thema mit möglichst vielen anderen teilen möchte. Da das Internet außerdem das Informationsmedium Nummer eins ist, wird vor dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung beispielsweise erst einmal eine entsprechende Google-Suchanfrage getätigt, deren Ergebnisse die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Netz gut aufgestellt zu sein und insbesondere auf der ersten Seite der Google Suchergebnisse einen positiven Eindruck zu vermitteln beziehungsweise ein positives Image zu suggerieren.

Wie ist dies möglich? Was kann man gegen etwaige negative Beiträge unternehmen? Wie kann man sich davor schützen? Die Antwort lautet Online Reputation Management. Die eigene Online-Reputation ist etwas sehr kostbares. Sie ist so etwas wie der digitale Ruf eines Unternehmens oder einer Person, dessen Aufbau und Pflege sich ein professionelles Online Reputation Management annimmt. Im Klartext heißt dies vor allem, dass die Suchergebnisse zu vorher definierten Keywords so optimiert werden, dass auf der ersten Ergebnisseite der relevanten Suchmaschinen ausschließlich neutrale oder positive Beiträge gelistet werden.

Reputation Manager immer gefragter

Mittlerweile gibt es auch einige Studien, die sich mit den Folgen von Negativ-Nachrichten auseinandergesetzt haben. So fand man beispielsweise heraus, dass diese tatsächlich einen negativen Einfluss auf den Umsatz eines Unternehmens ausüben (Biesalski & Company, Serviceplan Corporate Reputation, 2012). Die Erkenntnisse spiegeln sich ganz klar in der steigenden Nachfrage wieder. Online Reputation Management ist eine immer gefragtere Dienstleistung und viele Unternehmen erkennen die enorme Bedeutung der eigenen Webpräsenz. Auf der anderen Seite suchen dementsprechend immer mehr Marketing-Agenturen nach qualifizierten Reputation Managern und die Zahl der Dienstleister nimmt zu.

Die Arbeit eines Reputation Managers ist sehr abwechslungsreich, da sich jeder Fall vom nächsten unterscheidet und immer andere Lösungsmöglichkeiten identifiziert werden müssen. Im Online Reputation Management muss man Spezialist in gleich mehreren Disziplinen sein. Die Beherrschung der verschiedenen Facetten des Online-Marketings ist dabei genauso wichtig wie eine generelle Affinität für das Internet, Sprachen und Social Media.

Verdrängung negativer Inhalte

Im Online Reputation Management geht es vor allem um die Verdrängung von negativen Inhalten. Ist eine bestimmte Online-Reputation bereits akut gefährdet und befinden sich gleich mehrere negative Beiträge prominent in den Suchergebnissen, sind verschiedene Verdrängungsstrategien anzuwenden. Dabei geht es vor allem um die Optimierung bereits vorhandener eigener Webseiten sowie die Nutzung weiterer Kanäle. Durch die Erstellung neuer Inhalte entstehen zusätzlich positive Unternehmensinhalte im Netz, die das Potenzial dazu haben, die unliebsamen Beiträge zu verdrängen.

Je nach Fall kann man sich beispielsweise überlegen, ob man die gängigen sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Google+ als Kommunikationskanal nutzt, einen Unternehmensblog aufbaut, eine Pressemitteilung über einen Online-Presseverteiler veröffentlicht oder einen Eintrag auf Wikipedia verfasst. Durch die Generierung dieser Seiten und Inhalte stellt man den Suchmaschinen Material zur Verfügung, das diese in den Suchergebnissen wiedergeben müssen. Die Kunst besteht darin, Google & Co. die eigenen Seiten so zu präsentieren, dass die Suchmaschinen diese als besonders relevant zu einem bestimmten Suchbegriff einschätzen und dementsprechend weit vorne in den Ergebnissen anzeigen.

Bildquelle : Netz © Gerd Altmann / Pixelio.de
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