Talente nutzen und Musik studieren

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Viele Studienfächer vermögen es den Studenten vollauf zu begeistern und mit Leidenschaft zu füllen. Das erscheint auch eine ideale Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Dennoch werden diese Studienfächer, insofern sie Neigungsfächer sind, oftmals als brotlose Kunst beschrieben. Das geht auch der Musik so, ist aber ungerechtfertigt. Gerade mit Passion studierte Fächer bringen ausgezeichnete Fachleute hervor und sind besonders geeignet den Arbeitsmarkt mit den richtig motivierten Hochschulabsolventen zu füttern. Angehende Musiker müssen sich schon im Studium mit einer ganz besonderen Wettkampfsituation auseinandersetzen. Hohe Aufnahmeanforderungen, großer Konkurrenzdruck und ständiges Üben sind die zentralen Tätigkeiten des Musikstudenten.

Liebe zur Musik als wichtigste Anforderung

Die Liebe zur Musik sollte für den Studenten eine bereits seit jüngster Kindheit ausgeprägte Emotion sein. Vorkenntnisse und musikalisches Talent sollten bereits vorhanden sein, um einen der wenigen Studienplätze zu ergattern. Die Hochschulen verlangen nicht unbedingt ein Abitur als Zugangsvoraussetzung, aber natürlich hilft es. Entscheidet sich eine Akademie, auf das Abitur zu verzichten, werden die Aufnahmeanforderungen für die Bewerber noch einmal erhöht, um eine Gleichbehandlung aller herbeizuführen.

Es hilft also, wenn sich der Student bereits sein ganzes Leben lang mit Musik beschäftigt. Als Kind früh ein Instrument gelernt, das dann im Zeitalter der Jungend zu ersten Höhen weiterentwickelt werden kann. Dabei geht es keinesfalls nur um klassische Instrumente, denn die Musikszene steht nicht still. Immer mehr Möglichkeiten hat ein jeder heutzutage, um auf alle Musikrichtungen mannigfaltig zuzugreifen. Die meisten Internetradios bieten eine breite Palette an Sendern, die oft nur eine bestimmte Richtung spielen. Die Chancen neue Musik zu entdecken, und zwar mit weltweitem Fokus, sind größer denn je.

Die Aufnahmeprüfung als scharfe Herausforderung

Die Aufnahmeprüfungen für das Studium der Musik ist eine wirkliche Herausforderung an die bereits vorhandenen Talente und Fähigkeiten. Diese gilt es zu demonstrieren. Wie bei einem Casting muss manifestiert werden, warum die Hochschule sich dementsprechend entscheiden sollte. In einem praktischen und theoretischen Teil wird dem Kandidaten alles abverlangt. Das soll zeigen, ob er die hohen Belastungen des Studiums aushalten kann. Der Druck des perfekten Auftritts begegnet den Studenten nicht nur einmal im Verlauf des Studiums. In der Praxis müssen Stücke aus verschiedenen Stilepochen vorgetragen, manchmal auch mehr als nur ein Instrument präsentiert werden. In der Theorie geht es in die Musikgeschichte, außerdem müssen Akkorde aufgelöst und Melodien diktiert werden.

Das Studium und die Chancen danach

Das Studium darf als sehr hart und anstrengend beschrieben werden. Es müssen zwei Instrumente gelernt und beherrscht werden, dazu kommen noch besondere Elemente wie Gesang und Musikpädagogik. Die ehemals in der Schule gelernten Fächer spielen hier oft keine Rolle mehr, aber die erworbenen Lernfähigkeiten sind wertvoll. Musik ist ein lernintensives Fach, welches über Jahre hinweg hohe Konzentration und Lernmotivation erfordert. Auch Rückschläge müssen verdaut und ausgehalten werden.

Als fertiger Musiker sind in vielen Fällen die Verdienstmöglichkeiten nicht hoch. Nur einige Ausnahmetalente schaffen den kommerziellen Erfolg. Es besteht natürlich die Möglichkeit als Musiklehrer aufzutreten, oder auch in privater Manier anderen Menschen die Musik nahe zu bringen. Es geht aber hauptsächlich darum, sich selbst zu verwirklichen.