To-do-Liste für das Freiwillige Soziale Jahr in Afrika

Viele junge Menschen interessieren sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr, vor allem da dies eine Möglichkeit ist ein fremdes Land besser kennenzulernen. Selbstverständlich sollte solch ein Aufenthalt schon hier in Deutschland gut vorbereitet werden, damit dann das FSJ ein absolut voller Erfolg wird.

Den richtigen Träger finden

Ein FSJ bieten sowohl kirchliche Träger an, wobei diese das Freiwillige Soziale Jahr als diakonisches Jahr bezeichnen. Der Einsatzort ist zumeist in Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten oder auch Pflegeheime. Organisiert wird dieses FSJ von verschiedenen Trägern und kann von allen jungen Menschen bis 27 Jahre wahrgenommen werden.

Voraussetzung ist, dass eine abgeschlossene Schulbildung. Hinzu kommt noch das sich ein Aufenthalt im Ausland auch gut in der Bewerbung machen, denn viele Personalchefs achten auf solche Punkte. Natürlich kann ein FSJ auch über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (kurz BMZ) zustande kommen. Hierbei kann das FSJ sowohl im Inland oder auch im Ausland stattfinden.

Die Bezeichnung beim BMZ lautet hier weltweit. Ein weiterer Träger ist das Auswärtige Amt, wobei dann die Bezeichnung kulturweit ist. Die Schwerpunkte liegen hier eher in der pädagogischen Mitarbeit wie zum Beispiel in deutschen Auslandsschulen als Unterrichtsassistenz, oder bei den Nachmittagsangeboten der verschiedenen Schulen als Betreuung.

Bewerbung bei den Trägern

Der erste Schritt ist natürlich, sich den geeigneten Träger auszusuchen. Anschließend muss sich jeder Interessent dann dort bewerben. Wird die Bewerbung angenommen, erhält der Bewerber vollen Zugriff auf alle Angebote. Danach kann sich der Interessent direkt für ein FSJ bewerben, also für den Dienst in dem betreffenden Land.

Damit ist aber noch nicht alles erledigt, denn jetzt beginnen erst die eigentlichen Vorbereitungen. Hierfür gibt es umfangreiche Vorbereitungsseminare, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Wichtig ist natürlich auch das jeder Interessent zumindest Englisch kann, in einigen afrikanischen Ländern, wie Togo ist französisch zwingend erforderlich.

Denn natürlich steht die Verständigung mit der Bevölkerung des Landes immer im Vordergrund. Wichtig ist auch das die Bewerbung rechtzeitig eingeht und das FSJ immer über 12 Monate geht. Weniger ist nicht möglich sowie auch ein bestimmter Zeitpunkt nicht berücksichtigt wird. Also sollte sich jeder schon frühzeitig bewerben, denn auch hier findet eine Prüfung statt.

Kosten und Taschengeld

In der Regel werden die Reisekosten von den Trägern übernommen, genauso wie auch die Unterkunft oftmals gestellt wird. Für die Freiwilligen gibt es 300 Euro Taschengeld, damit diese sich auch in dem fremden Land umschauen können. Beliebte Regionen sind zumeist Südafrika, vor allem Kapstadt.

Allerdings kann nicht garantiert werden, dass der Bewerber auch in diese Stadt kommt. Sollte eine Unterkunft vor Ort nicht möglich sein, so zahlen die Träger einen Zuschuss.

So kann dann eine Unterkunft in der Nähe gesucht werden, wie zum Beispiel das mehrere Freiwillige sich ein Haus zu mieten. Dies wird gerne in Südafrika gemacht, wobei sich die Freiwilligen auch die Kosten für einen Mietwagen teilen. Hinzu kommt noch eine Auslandskrankenversicherung, die auch in diesem Fall von dem Träger übernommen wird.

Allerdings gibt es auch unter den Trägern Unterschiede, wie zum Beispiel bei der Jungen Caritas für Afrika, denn hier muss ein Spendenkreis aufgebaut werden. Dieser unterstützt dann den Freiwilligen neun Monate lang mit 150 Euro. Also auch die Unterschiede zwischen den Trägern sollte genau unter die Lupe genommen werden, damit die perfekte Lösung gefunden wird.

Visa und Impfungen

Für Südafrika werden ein Visum und eine Arbeitserlaubnis benötigt, die in der Regel von den Trägern beantragt werden. In einigen Fällen übernehmen die Träger hierfür die kosten, andere wiederum nicht. Daher sollte sich jeder Freiwillige vorher bei den Trägern informieren. Wichtig sind auch bestimmte Impfungen, insbesondere eine Prophylaxe gegen Malaria.

Falls die Krankenkasse diese Kosten nicht übernimmt, dann übernehmen die Träger die Kosten für die Impfungen. So sollte sich jeder Freiwillige auch gegen Gelbfieber impfen lassen, das diese Erkrankung gerade in Afrika weit verbreitet ist. Sicherheitshalber sollte aber noch mit einem Arzt gesprochen werden. Falls dieser keine Auskunft geben kann, sollte das Tropeninstitut konsultiert werden, damit alle Impfungen rechtzeitig erfolgen können.

Diese Impfungen sind nicht nur wichtig, sondern müssen immer frühzeitig erfolgen, da dies ansonsten nicht wirken. Ferner sollte eine Impfung gegen Hepatitis A und B immer mit erfolgen, da diese Erkrankungen weltweit auftreten.

Die Infektion kann sogar über öffentliche Toiletten und Handtücher übertragen werden, womit sich jeder anstecken kann. Also sollte hier wirklich rechtzeitig vorgesorgt werden, damit der Aufenthalt auch wirklich ein Erlebnis wird. Die Träger können hier in der Regel nur Empfehlungen aussprechen, die richtigen Informationen sollten dann selbstständig eingeholt werden.

Die wichtigsten Träger für das FSJ:

•    Internationaler Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes
•    Weltwärts (BMZ)
•    ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.
•    Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
•    AFS interkulturelle Begegnungen e.V.
•    Internationale Jugendgemeinschaftsdienste
•    Deutsch-südafrikanisches Jugendwerk e.V.
•    Bundes - Freiwilligendienst

Natürlich gibt es auch noch weitere Träger, doch diese Auflistung stellt die größten dar. Um genaueres zu Erfahren können auch Erfahrungsberichte von Freiwillen im Internet gelesen werden. Dies kann dann für die gezielte Bewerbung sehr hilfreich sein, damit dann auch das richtige Lang gefunden wird.

Intensive Vorbereitung ist wichtig

Nur wer sich rechtzeitig mit dem FSJ auseinandersetzt, wird dann auch in dem Land ankommen, in das er gerne möchte. Eine weitere Möglichkeit ist auch noch die Freiwilligenarbeit oder Volunteering. Hierbei muss aber jeder selbst für die Kosten aufkommen, weil es sich hierbei zumeist um Organisationen vor Ort handelt.

Diese müssen alle Kosten selbst tragen, wobei deutsche Träger zum größten Teil mit Steuern finanziert werden. Natürlich sind die örtlichen Organisationen zeitlich unabhängig, was für den einzelnen bedeutet, dass dieser den Zeitpunkt selbst festlegen kann. Solch eine Möglichkeit kann auch in Betracht gezogen werden, falls die Bewerbung nicht berücksichtigt werden kann. Dies gilt vor allem für Orte die sehr beliebt sind, denn hier sind die Stellen oftmals schnell vergriffen, oder es liegen noch Bewerbungen vom Vorjahr vor.

Also sollte sich jeder rechtzeitig informieren und natürlich dann Bewerben. Ein wenig Zeit muss geopfert werden, denn eine gute Vorbereitung ist hier mehr als wichtig. Hierzu gehören natürlich auch Informationen über das jeweilige Land, denn nur so wird der Einstieg in das FSJ erleichtert. Erfahrungen sammeln in einem fremden Land und dies noch richtig gut vorbereitet.

Bild: Riccardo Mayer - Shutterstock
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