Im Studium heiraten: wichtige Tipps und Tricks

Finden zwei liebende Herzen zueinander, ist der Wunsch nach der eigenen Hochzeit zumeist nicht weit. Allerdings ist es während eines Studiums finanziell zumeist schwierig, ein pompöses Fest zu bewerkstelligen. Brautkleid, Ringe und die Feier – all diese Posten kosten bares Geld. Das bedeutet allerdings nicht, dass es nicht trotzdem möglich ist, sich auch bei finanziellen Engpässen das Ja-Wort zu geben.

Hochzeit einmal anders: in einem ZirkuszeltGrundsätzlich sollten zukünftige Akademiker bedenken, dass hohe Ansprüche das Budget schnell schmelzen lassen. Können die Eltern keine Traumhochzeit finanzieren, steht das kostspielige Schloss als Veranstaltungsort vermutlich nicht zur Debatte. Auch in Gemeindesälen, Strandbädern oder gar einem Zirkuszelt kommt romantische Atmosphäre auf. Aus Kostengründen ist es sinnvoll, sich mindestens ein halbes Jahr vor der Trauung um die Location zu kümmern. Auf traditionelle Feierlichkeiten wie einen Junggesellenabschied in Köln oder anderen großen Städten sollten Studierende weitestgehend verzichten. Es steht beinahe außer Frage, dass ein Hochzeitsplaner ein Luxus ist, den sich die meisten Studenten vermutlich nicht leisten können. Auch die Flitterwochen in der Fünf-Sterne-Anlage fallen vermutlich flach. Wer sich jedoch auf die Nebensaison beschränkt und Frühbucherrabatte effektiv für sich nutzt, muss dennoch nicht auf Flitterwochen verzichten.


Bei der Gästeliste Prioritäten setzen

Auch wenn es womöglich befremdlich klingt, ist es sinnvoll, die Einladungsliste für Gäste nicht zu voll zu stopfen. Je höher die Anzahl der Gäste ist, desto mehr Speisen und Getränke werden benötigt. Aus finanzieller Sicht ist es eine gute Lösung, die Zahl eingeladener Gäste auf die Familie und den engen Freundeskreis zu beschränken. Gute Bekannte sollten Studierende nach Möglichkeit außen vor lassen.


Was folgt nach dem Ja-Wort

Auch wenn die Liebe der wichtigste Beweggrund für eine Hochzeit während des Studiums sein sollte, sind werdende Hochschulabsolventen gut beraten, auch die finanziellen Folgen des Ja-Worts zu bedenken. Denn nach der Hochzeit wird automatisch das Einkommen des Ehepartners in die Berechnung des BaföGs einbezogen. Fallen monatliche Ausgaben wie die Miete nach der Heirat höher aus, wirkt sich dieser Aspekt positiv auf die BaföG-Berechnung aus. Denn Nebenkosten, die Miete sowie Versicherungen stehen dem Einkommen gegenüber. In einer Lebenspartnerschaft befindliche oder verheiratete Personen können ein Freibetrag von monatlich 1.605 Euro geltend machen. Zudem können sich gemeinsame Kinder oder der persönliche Anspruch auf Kindergeld positiv auf die Finanzen auswirken. Wer all diese Faktoren berücksichtigt, kann seine Traumhochzeit auch während des Studiums in vollen Zügen genießen.

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